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2:3 in der Nachspielzeit - aber der VfL-Trainer hadert nicht

Fußball-Landesliga 2

2:0 geführt, 2:3 durch ein Gegentor in der Nachspielzeit verloren - Rüdiger Kürschners hätte allen Grund, nach der unglücklichen Niederlage mit dem Schicksal zu hadern. Genau das tat der Trainer des VfL Schwerte am Tag nach dem Spiel gegen den TSV Weißtal aber nicht.

SCHWERTE

von Von Michael Dötsch

, 23.08.2010
2:3 in der Nachspielzeit - aber der VfL-Trainer hadert nicht

Während sein Gegenspieler in dieser Szene ziemliche Verrenkungen macht, versucht sich Berkan Vardi am Ball zu behaupten. Vardi und der VfL Schwerte zeigten gegen TSV Weißtal beileibe keine schlechte Leistung, verloren aber unglücklich 2:3.

"Es gibt Spiele, in denen ein Tor erst in der Nachspielzeit fällt - das ist nun mal so. Deshalb kann ich nicht sagen, dass es eine unverdiente Niederlage war. Es gibt für mich generell keine unverdienten Niederlagen", erklärt der erfahrene Coach - in der Hoffnung, dass sich die Fußballweisheit bewahrheitet, nach der sich Glück und Pech auf Dauer ausgleichen. Letztlich gebe es auch plausible Gründe dafür, warum es am Schluss nicht zu etwas Zählbarem gereicht habe. "Wir haben in den ersten 35 Minuten ein sehr hohes Tempo vorgelegt. Das war so geplant, und das ist ja auch aufgegangen", analysierte Kürschners mit Blick auf die 2:0-Führung. Hohes Tempo - leichtfertige Ballverluste Mit zunehmender Dauer der zweiten Halbzeit habe man diesem hohen Tempo aber Tribut zollen müssen, was sich in vielen leichtfertigen Ballverlusten äußerte. "Wir haben das Spiel nicht mehr kontrollieren können und haben Weißtal dadurch stark gemacht", meint Kürschners. Dass die meisten seiner Spieler kräftemäßig nicht mehr allzu viel zuzusetzen hatten, habe auch mit der Saisonvorbereitungsphase zu tun. "Ich habe es schon häufiger gesagt und sage es jetzt zum letzten Mal: Wir hatten 15 Spiele in sechs Wochen. Das war einfach zu viel", so der VfL-Trainer. Die Folgen dieser hohen Belastung seien noch immer bei dem einen oder anderen Spieler in Form von Verletzungen oder Wehwehchen zu spüren, "aber wir arbeiten im Training daran, die Jungs wieder fit zu kriegen", sagt der Trainer.

Mannschaft "wird sich mit Eifer ins Training stürzen" Insgesamt macht Kürschners nicht den Eindruck, als hinterlasse das bittere Weißtaler Last-Minute-Tor bei ihm nachhaltige Spuren. Und bei den Spielern, ist Kürschners überzeugt, sei das nicht anders. "Absolut positiv an dieser Mannschaft ist, dass sie verrückt nach dem Ball ist. Sie wird sich am Dienstag mit Eifer und Feuer ins Training stürzen", meint der Coach und fügt hinzu: "Es gibt keinen Grund, auf die Jungs verbal draufzuschlagen."

Das gilt auch für Torwart Kai Knies, der bei den Gegentoren zwei und drei keine glückliche Figur machte. "So etwas kann immer passieren. Wir haben absolutes Vertrauen in Kai", redet Kürschners den jungen Keeper stark - wohl die richtige Maßnahme. Schließlich fehlt Stammtorwart Daniel Limberg auch in den nächsten beiden Spielen noch, da kann man einen verunsicherten Vertreter zwischen den Pfosten ganz und gar nicht gebrauchen.

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