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Am Nabel der Stadt - ein Fazit der Stadtmeisterschaft

CASTROP-RAUXEL Der Nabel der Castrop-Rauxeler Fußballer lag vierzehn Tagen da, wo er eigentlich biologisch hingehört: nämlich in der Mitte (wenn auch hier zu weit westlich). Genauer gesagt auf dem Kunstrasen in der Erin-Kampfbahn, in der sich der SV Wacker Obercastrop bei der diesjährigen Stadtmeisterschaft als äußerst eifriger Gastgeber darstellte.

von Von Jürgen Weiß

, 04.08.2008
Am Nabel der Stadt - ein Fazit der Stadtmeisterschaft

Feiern mit den Fans: So frenetisch jubelte der neue Stadtmeister der Männer, der SuS Merklinde, nach dem Finalsieg über Wacker Obercastrop.

Irgendwie erinnerten die Begebenheiten an den amerikanischen Film-Klassiker „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Tag für Tag freundlich begrüßt vom selben Kassierer, von den weiblichen Mitgliedern beim Wertmarkenverkauf, oder dem immer präsenten Geschäftsführer Theo Schürhoff, der mit einem Kugelschreiber bewaffnet scheinbar immer etwas zu notieren hatte. Ein wachsames Auge über alle Abteilungen und dazu auch mal mit einer Schürze als Bediener selbst mit anfassend, Vereinsvorsitzender Franko Wilken. Sozusagen allgegenwärtig. Der Club-Chef, der als Feinkost-Manager ja auch die Fischtheke für Fußballer und Fans hoffähig machte, schien überall und hatte sein herzliches Lachen nur einmal verloren. Nämlich zu dem Zeitpunkt, als sich sein Trainer Uwe Esser mit Merklindes Martin Broll nach den 90 guten Finalminuten auf das sofortige Elfmeterschießen ohne Verlängerung einigte. Aber der allgemeinen Auffassung, dann wäre auf jeden Fall Obercastrop im Vorteil gewesen, konterte Uwe Esser in seiner typisch fairen Art: „Wer weiß denn, ob wir dann überhaupt gewonnen hätten.“

Das Resultat ist bekannt, der SuS Merklinde hat sich nach Elfmeterschießen mit 7:5 (1:3/4:4) durchgesetzt und Vorsitzender Wilken, bei der Siegerehrung und launiger Moderation, auch sein Strahlen wieder gefunden. Und als er Merklindes Mannschaftsführer Markus Schnittka bei der Pokalübergabe sogar herzhaft umarmte, war alles wieder gut. Zwölf Tage Fußball-Nabel in Obercastrop, da wird es für den noch nicht feststehenden Ausrichter des Turniers im nächsten Jahr, egal ob oben oder unten aus dem Stadtgebiet, schwierig, diesen Aufwand zu toppen. Selbst die unrühmliche Disqualifikation der Spvg Schwerin, die einen Spieler ohne Spielberechtigung eingesetzt hatte, oder Terminverschiebungen wegen Blitz und Donner konnte die Verantwortlichen nicht erschüttern.

Wenn schließlich auch viele Glückwünsche dem neuen Stadtmeister aus Merklinde gehören – ein riesiges Lob gebührt ebenso der gut funktionierenden Obercastroper Fußballfamilie.

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