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Auf der Außenbahn: Wie kaputte Schuhe die Treffsicherheit mindern

CASTROP-RAUXEL Wenn der Papa den Wohnwagen seiner Tochter in die Heimat holen muss, dann kann es schon mal vorkommen, dass er etwas müde ist - so geschehen am Wochenende bei Wacker-Trainer Uwe Esser. Was es mit dieser Geschichte am Rande des Sports auf sich hat und drei weitere Anekdöchten - heute auf der Außenbahn.

von Von Jürgen Weiß und Carsten Loos

, 04.08.2008

Uwe Esser, Trainer des SV Wacker Obercastrop,hat in seiner Karriere ja schon einige Endspiele mitgemacht. Als Sieger, aber auch Verlierer. Damit kann er umgehen. Nach dem verlorenen Elfmeterschießen seiner favorisierten Jungs gegen den wieder aufgestiegenen Bezirksligarivalen aus Merklinde hatte der Wacker-Coach dennoch eine kurze Nacht hinter sich. Nicht, dass er sich vor lauter Enttäuschung von einer Seite zur anderen auf seiner Schlafstätte herumwälzte. Schon das Telefon brachte bei der Kontaktaufnahme am frühen Sonntagmorgen verdächtige Geräusche über den Äther. Es war der frische Ostseewind, der die Verbindung störte. Uwe Esser war schon im "Familienbad Kellenhusen" und holte dort den Wohnwagen seiner Tochter, den er vor vier Wochen dorthin chauffierte, in die Heimat zurück.

Markus Schnittka, Mannschaftskapitän des neuen Stadtmeisters SuS Merklinde, lief schon eine halbe Stunde vor Spielschluss immer aufgeregt Richtung Trainerbank. Da ging es dem Abwehrrecken allerdings nicht um taktische Anweisungen, sondern um ein Klebeband, weil sich die Stollensohle vom Schuhoberteil gelöst hatte. Selbst die Obercastroper Bank konnte nicht mit einem Klebemittel aushelfen. Und als der Merklinder mit dem lädierten "Schlappen" noch zum Elfmeterschießen antrat, schwante dem Anhang nichts Gutes. Das hatte ja selbst Lothar Matthäus mit ähnlichem Malheur im WM-Finale seinem Kollegen Andy Brehme gegen Argentinien überlassen. Ach ja, Schnittka scheiterte mit seinem Elfer an Torwart Daniel Schultz.

Tero Vilen, Tennisspieler des RV Rauxel, wird unlängst mit wachem Auge die Internationalen Westfalenmeisterschaften in Espelkamp-Mittwald verfolgt haben. Dort nämlich stand Franz Stauder im Finale und verlor gegen den Italiener Federico Torresi (BW Berlin). Jener Stauder, der sich am zweiten Spieltag der Oberliga-Saison als Westfalens internationaler Meister von 2006 mit der Reserve des Zweitligisten TV Espelkamp-Mittwald auf der Wartburginsel vorstellte. Im Einzel (4:6, 1:6) musste sich der Finne vom Rhein-Herne-Kanal geschlagen geben, im Doppel (6:7, 6:4, 6:4) siegte er an der Seite von Timo Jogwer gegen Stauder und Wanja Clauß, und der RVR fuhr eine überraschenden 6:3-Erfolg gegen einen der Mitfavoriten auf den Aufstieg in die Westfalenliga ein. Am Saisonende aber durfte sich dann nicht mehr Rauxel, sondern eben Stauders Equipe freuen: Die nämlich überholte dann doch noch den RVR - und machte an Stelle der Europastädter Gruppensieg und Aufstieg perfekt.

Marc Dittloff, Torwart des TuS Henrichenburg, durfte am Ende der Fußball-Stadtmeisterschaft dann doch noch eine Trophäe entgegen nehmen. Dabei war sein Club bereits in der ersten Runde aus dem Turnier ausgeschieden - gegen die später disqualifizierte Spvg Schwerin. Weil Dittloffs Team aber darauf verzichtete, statt Schwerin nun in das Viertelfinale nachzurücken, wurde es mit dem Fairnesspokal ausgezeichnet.

   

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