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BG-Teams gehen optimistisch in die Saison

DORSTEN Am Ende standen auf der Anzeigentafel zwar zwei Niederlagen. Unterm Strich konnten die Regionalliga-Herren und -Damen der BG Dorsten mit den gezeigten Leistungen gegen die klassenhöheren Gegner aus Osnabrück und Schalke durchaus zufrieden ein.

BG-Teams gehen optimistisch in die Saison

Darryl Cohen (re.) erzielte 23 Punkte.

„Man hat gesehen: Wir können gegen diese Teams mithalten“, fiel Lukas Rüenauvers Fazit nach dem Spiel der Damen denn auch positiv aus. Den Halbzeit-Rückstand von 33:42 hatte die BG angeführt von der starken Ludmilla Vojtkova im dritten Durchgang wettgemacht und war mit einem 62:61 in die letzten zehn Minuten gegangen.  Dort spielte Osnabrück aber seine körperlichen Vorteile geschickt aus und kam am Korb immer wieder zu leichten Punkten. Vor allem die Ex-Dorstenerin Jessica Höötmann war von der BG kaum zu stoppen.

„Gegen Spielerinnen wie sie fehlen uns auf den langen Positionen die Alternativen“, analysierte Rüenauver, der auf Centerin Steffi Kürpick und Neuzugang Maike Holstein verzichten musste. Mit der Besetzung der kleinen Positionen ist er aber sehr zufrieden und auch die Mischung aus Nachwuchsspielerinnen und Routiniers stimme vollauf: „Außerhalb des Spielfeldes sind unsere Neuzugänge schon zu 100 Prozent integriert, auf dem Feld zu 70 Prozent. Zumindest hoffe ich, dass es erst 70 sind.“ Die Dorstener hatten es im zweiten Spiel des Tages mit dem Pro-A-Ligisten Schalke 04 zu tun. Der erwies sich als deutlich besser eingespielt als zuletzt die Wohnbau Baskets Essen, den die Dorstener vor kurzem in einem Testspiel bezwangen. Vor allem Aufbauspieler Hall bereitete der Dorstener Defensive mit seinen Distanzwürfen immer wieder Kopfschmerzen. Nach dem ersten Viertel hieß es 17:28. Zeit sich zu fangen. Das tat die BG im zweiten Durchgang. Alois Buschmann sah „unser bislang bestes Viertel“. Angeführt vom schnellen Daryl Cohen arbeitete sich Dorsten heran, doch beim Seitenwechsel hatte Schalke dennoch ein 46:39-Polster.

Nach dem Seitenwechsel gab der Dorstener Coach dann auch den jungen Spielern vermehrt Einsatzzeit: „Bei einem Saisoneröffnungsspiel sollten alle Spielen“, erklärt er und war nicht sonderlich böse, dass nun nicht mehr alles im Spiel seines Teams klappte. Nach 30 Minuten führte Schalke 67:53 und sorgte zu Beginn des letzten Durchgangs durch drei Dreier von Hall zum 76:57 (33.) für die endgültige Entscheidung. Mit drei konzentrierten Schlussminuten gestalteten die Gastgeber das Ergebnis schließlich noch ein wenig freundlicher und verkürzte von 63:91 zum Endstand 69:91.

Zum letzten Mal stand am Sonntag Kapitän Stefan Overwien im BG-Kader. Ihn verschlägt es beruflich nach Kathar. Aufbauspieler Nderim Pelaj schützte sein geprelltes Jochbein anfangs mit einer Spezialbrille. Center Ingo Lask machte sich zusammen mit seinen Teamkameraden warm, wurde angesichts seiner Rückenbeschwerden aber immer noch geschont.   

Cohen (23/3), Cox (2), Pelaj (6), Overwien, Werner, Kemper, Budde, Janoschek (8), Neugebauer (10), Spettmann, Kühlborn, Sommerset (11), Rathjen (9).

Vojtkova (25/3), Duve, Thiel (11), Klinge (4/1), L. Kemper (7), B. Kemper (8/2), Hekkert, Schlingmann (6/2), Zielinski (6), Sago, Schmelz (2), Pyka (10).

Unser Ziel ist bekanntermaßen die 2. Liga. Der Zeitraum, in dem wir es erreichen, ist aber noch offen. In diesem Jahr sind wir garantiert nicht auf den Aufstieg fixiert. Die Mannschaft wird noch einige Wochen brauchen, um die Neuzugänge voll zu integrieren. Das Derby gegen Wulfen kommt mir etwas zu früh. Für die Fans wäre es sicher schöner gewesen, wenn sie sich auf den Saisonstart und dann ein paar Wochen später noch einmal auf ein echtes Highlight hätten freuen können. Es wird eine schwere Saison, denn die Regionalliga ist teilweise stärker als die Pro B. Aber wir werden unseren Weg weitergehen und weiter auf die Jugend setzen.

Ich denke, wir sind stark genug, im oberen Drittel mitzuspielen. Wir werden dabei sicher auch die ein oder andere böse Überraschung erleben, aber das gehört dazu. Es ist wichtig, dass wir auch eine zweite Mannschaft gemeldet haben, sonst wäre der Sprung für die jungen Spielerinnen zu groß, und die wollen wir schließlich gezielt einbauen. Unser A und O ist es, leistungsorientiert zu spielen und dazu ist die Regionalliga das Minimum. Mittelfristig wollen wir aufsteigen. 

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