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Brambauer hat nur eine starke Halbzeit, Wethmar bekommt keinen Fuß auf den Boden

Fußball: Bezirksliga

Zum dritten Mal in Serie gewinnt der eigentlich starke Bezirksligist BV Brambauer nicht. Auch Wethmar bleibt weiterhin erfolglos.

Brambauer/Wethmar

, 09.09.2018
Brambauer hat nur eine starke Halbzeit, Wethmar bekommt keinen Fuß auf den Boden

Timo Kollakowski (in Aktion) erzielte hier per Kopf den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. goldstein © Foto: Goldstein

Es hat wieder nicht gereicht. Nach dem 1:1 gegen Dorstfeld und dem 1:4 in Nordkirchen trennte sich der Fußball-Bezirksligist BV Brambauer mit 2:2 von Viktoria Kirchderne. Dabei spielte der BV am Sonntag zwei verschiedene Halbzeiten.

Bezirksliga 8

BV Brambauer – Kirchderne

2:2 (2:1)

Dabei zeigte der BV zwei unterschiedliche Gesichter. Die erste Halbzeit erinnerte an vieles, was man aus der letzten Rückrunde kannte, als der BV unglaublich offensivstark war. Brambauer stand defensiv weitestgehend stabil, erspielte sich mehrere gute Chancen und spielte dabei einen schönen Ball. Doch der in dieser Saison noch nicht konsequent agierende Marvin Schuster ließ gleich zwei beste Gelegenheiten liegen. Zwei mal war er der Kirchderner Abwehr entkommen, einmal scheiterte er an der Latte, einmal an Gäste-Keeper Jonas König. Man muss ihm aber zugutehalten: Schaut man den Winkel an, in dem der Ball nach dem Lattentreffer zurück ins Feld springt, könnte das Spielgerät auch hinter der Linie gewesen sein.

Das Toreschießen übernahm dann Kirchderne. BVB-Torwart Jörg Lemke wollte nach einem Rückpass unnötig riskant Linksverteidiger Lukas Diekmann in Szene setzen. Junior Kingsley Ndubueze fing den Ball ab und bediente Erkan Yigit – 0:1.

Brambauer tritt nach Durststrecke motiviert auf

Doch Brambauer zeigte sofort eine Reaktion, wirkte motiviert nach den sieglosen Spielen zuletzt. Timo Kollakowski köpfte nach einer Ecke von Daniel Berger das 1:1, Christian Wantoch von Rekowski besorgte kurz darauf die Führung. Eine Flanke von Marcel Bieber nahm er auf der rechten Strafraumseite direkt – und jagte den Ball in den Knick. „Es war vielleicht die stärkste Halbzeit von uns in der Saison.

Wir hätten zur Halbzeit den Sack zu machen müssen“, sagte Brambauers Trainer Jascha Keller. Seine Mannschaft hatte das Problem, dass ein Tor von Schuster wegen Abseits zurückgepfiffen wurde – auch hier lag der Unparteiische eher daneben.

Unsicherheiten in der Schlussphase

Brambauer behielt auch in Halbzeit zwei die Kontrolle. Das änderte sich in der 61. Minute. Freistoß von Yigit, in der Mitte geht Lemke einen Schritt in Richtung Ball – doch Benjamin war eher zur Stelle und köpfte über den BVB-Schlussmann. Nach dem 2:2 verlor Brambauer die Kontrolle, technische Fehler und Unaufmerksamkeiten prägten den BVB jetzt.

Die Gäste verpassten es allerdings, daraus Kapital zu schlagen. Brambauer fehlten bei den eigenen Angriffen fortan die Präzision und das richtige Timing, um noch mal entscheidend gefährlich zu werden. „Wir haben in der Halbzeit das System umgestellt, wurden ein bisschen offensiver. Danach hatten wir mehr Zug drin“, so Kirchdernes Trainer Tim Preuß.

BV Brambauer: Lemke – Diekmann, Rimkus, Kollakowski, Stolzenhoff – Berger, Köse (73. Ehrentraut)– Bieber (70. Daunhauer), Razanica, Wantoch von Rekowski (85. Krziwanek) – Schuster
Vikotria Kirchderne: König – Fröse, Ndubueze (55. Piastowski), Olesch, Schulz, Yigit (78. Fall), Milde, Mohsen Beouyenzer, Keskin, Bunk, Türkoglu (68. Behrends)
Tore: 0:1 Yigit (32.), 1:1 Kollakowski (43.), 2:1 Wantoch von Rekowski (45.), 2:2 Schulz (61.)

Fußball-Bezirksligist Westfalia Wethmar blieb im dritten Spiel in Serie ohne Torerfolg. Die Mannschaft von Trainer Andreas Przybilla verlor am Sonntag beim FC Roj mit 0:2.

Bezirksliga 8

FC Roj – Westfalia Wethmar

2:0 (0:0)

Der FC Roj schaffte die späte Führung durch Ex-Wethmarer Aruna Issaka (81.) in Unterzahl und machte durch Aland Mamou in der Nachspielzeit (90. + 3) alles klar. Wethmar musste in der hektischen Partie gleich zittern. Maik Müller rettete zunächst gegen Aziz Aktas. Im Nachschuss traf Serhat Demir den Pfosten (3.). TWW-Kapitän Patrick Schöpf hatte mit einem Distanzschuss (20.) die erste Torchance für Wethmar, das bemüht war, gegen anrennende Gastgeber ruhig zu bleiben. Torjäger Tim Heptner war bei einem langen Freistoß von Schöpf einschussbereit, aber Kaymaz köpfte den Ball noch zur Ecke.

Im Vorteil wähnte sich Wethmar, als Robert Grabavac Yassir Mhani kurz vor dem Strafraum legte. Der Schiedsrichter zeigte wegen Notbremse die Rote Karte (34.). Doch Roj rannte in Unterzahl weiter an.

Wethmar scheitert daran, Roj müde zu spielen

Nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild. Wethmar hatte sich wohl vorgenommen, Roj müde zu spielen und das Spiel breitzumachen und auf Konter zu lauern. Ein Konter führte fast zur Führung. Ein Befreiungsschlag von Nico Kaufmann landete bei Mhani, der direkt abzog anstatt nochmals quer zu legen (65.). Mhani rutschte auch am Freistoß vom Schöpf am langen Pfosten vorbei (71.) und verzog kurz danach aus ungünstiger Position (72.).

Die FCR-Spieler schienen jetzt müde zu werden, nur nicht Aruna, der kurz zuvor noch die Anweisung erhielt, mehr hinten auszuhelfen. Aruna half aber vorne, setzte sich gegen drei Spieler durch und traf zur Führung (81.). Bei Wethmar sanken die Köpfe.

Roj verzögert die Partie nach Kräften

Roj verzögerte jetzt die Partie, schindete jede Minute. Der Schiedsrichter ließ sieben Minuten nachspielen. Wethmar kam aber zu keiner zwingenden Chance mehr. Stattdessen legte Roj noch einen Zahn zu, traf zum 2:0. Ein Haken von Mamou und ein Schuss ins kurze Eck brachten die Entscheidung.

„Wir haben fast 50 Minuten in Überzahl gespielt. Vor dem Tor haben wir die falschen Entscheidungen getroffen“, sagt Co-Trainer Volker Bolte. „Mein Team hat Moral bewiesen“, freute sich der Lüner Manuel Lorenz vom FC Roj.

FC Roj: Ghannam – Kanmaz, Grbavac, Jallow (64. Düzgün), Demir, Al. Aktas, Az. Aktas, Isik, Aruna, Hammou, Magid (85. Kop)

Westaflia Wethmar: Müller – Kaufmann, Pöhlker, Jashanica, Stork, R. Coerdt, K. Coerdt (69. Giesebrecht), El-Gaouzi, Schöpf, Mhani, Heptner (79. Küchler)

Tore: 1:0 Aruna (81.), 2:0 (90.+3) Mamou

Rote Karte: Grbavac (34., Notbremse//FC Roj)

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