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Basketball: 79:72 - Rosic-Team schlägt Dorsten

WERNE Einen Achtungserfolg haben Ivan Rosic und die Regionalliga-Basketballer des TV Werne eingefahren. Während Experten im Vorfeld schon orakelten, wie hoch die Werner Niederlage wohl ausfallen würde, belehrten Rosic und sein Team alle Kritiker eines Besseren. Der TV Werne setzte sich durch. Verdient. Als Team. Mit 79:72.

von Von Heinz Overmann und Dominik Möller

, 27.08.2008
Basketball: 79:72 - Rosic-Team schlägt Dorsten

Erklären ja, aber ruhig: Ivan Rosic (M.).

„Ich hab schon beim Warmmachen gesehen, dass das nichts wird“, schnaubte BG-Trainer Alois Buschmann. Ihm habe die nötige Einstellung gefehlt, um die Partie zu gewinnen. Im Zwiegespräch mit Aufbau Niklas Cox machte er genau das klar. Rosic hatte keinen Grund zur Klage. Zumindest nicht, was die Einstellung angeht.   Während Cox versucht war, die mangelnde Hilfe in der Defense zu kritisieren, sagte ihm Buschmann klipp und klar, dass die Defense nicht der springende Punkt war. Zumindest nicht der Einzige. Rosic blieb gelassen, er registrierte den Testspielerfolg als Etappensieg. "Wir sind noch nicht da, wo wir hin wollen. Uns bleibt eine Trainingswoche, bis zum Start", so Rosic. Sein Team sei noch nicht eingespielt - der Feinschliff steht noch aus. Wenn man mangelnde Einstellung, schwache Defense und eine unterirdische Freiwurfquote (16/39, 41 Prozent) zusammenrechnet, kommt unterm Strich eine verdiente Niederlage für die Dorstener heraus. „Ich hoffe, wir haben zum richtigen Zeitpunkt einen auf den Sack gekriegt“, schimpfte Buschmann. Gute Laune geht anders, soviel steht nach dem Testspiel in Werne fest.

„Ich bin rundherum zufrieden“, freute sich dagegen TV-Trainer Ivan Rosic. Denn die BG war mit ihrer ersten Garnitur in Werne angetreten und hatte zweifellos auch die besseren Einzelspieler. Doch es siegte das Team mit der größeren mannschaftlichen Geschlossenheit. Trainer Rosic hatte seinen 11er-Kader durchgewechselt und nach der Pause zum Beispiel den US-Amerikaner Tramain Aaron auf der Bank gelassen. „Die jungen Spieler, die in der letzten Saison noch teilweise Landesliga spielten, haben ihre Sache gut gemacht, man sieht, sie bauen sich auf“. Auch taktisch war der TV-Coach zufrieden, so habe die Zone gut gestanden.

  Die Dorstener lebten in ersten Linie von den durchaus durchwachsenen Vorstellungen ihrer US-Amerikaner Daryl Cohen (23 Punkte) und Darryl Sommerset (25). Zusammen erzielten sie mehr als die Hälfte der Dorstener Punkte – gebracht hat‘s letztlich wenig. Von den übrigen BG-Akteuren kam zu wenig. Das Paradebeispiel für einen rabenschwarzen Abend lieferte Felix Werner ab – seine freien Würfe fanden einfach nicht den Weg in den Korb. Teilweise schien es, als sei der Werner Korb vernagelt – ein Indiz dafür könnte die maue Freiwurfquote sein. Könnte. Konjunktiv. Ausreden wollte Buschmann nach 40 dürftigen Minuten nicht gelten lassen. Er hatte viele Kritikpunkte. Defense, Freiwürfe – das Einstellungs-Problem. „Eigentlich wollen wir jedes Spiel gewinnen“, sagt Buschmann. Eigentlich. Viel davon gesehen hat man in Werne nicht.

  Letztlich war es die Teamleistung der Werner, die den Ausschlag gab. Team: das Zauberwort. Aus einem soliden TV-Kollektiv stachen die Amis Trevor Wittwer (20) und Matthew Goldsmith (18) heraus.

Daryl Cohen (23/3), Niklas Cox (2), Stefan Overwien (n. e.), Felix Werner (4), Bennet Kemper, Gerrit Budde, Dennis Neugebauer (3), Nino Janoschek (5), Jonas Kühlborn (1), Darryl Sommerset (25/1), Sebastian Rathjen (9).

Tremaine Aaron (14/2), Frederik Meinert (8/1), Timo Tübel (n.e.), André Docenko, Radek Manske (3), Jakob Stachula, Trevor Wittwer (20), Marko Flipovic (6), Jens Langos (7/1), Max Rappl, Matthew Goldsmith (18/3).

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