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Benjamin Wuttke ist Profispieler

Golf

Dass ein Rauswurf einen Karrieresprung darstellt, würden wohl die wenigsten unterschreiben. Benjamin Wuttke hat Glück gehabt. Ihm gelang der Aufstieg vom Golflehrer in Westerwinkel zum Profispieler. Nun unterbricht ein Bandscheibenvorfall seine steile Karriere.

HERBERN

von Von Martin Maly

, 20.12.2013
Benjamin Wuttke ist Profispieler

Benjamin Wuttke mit seiner Ausrüstung.

Zwei Monate sind seit der Operation im St.-Christophorus-Krankenhaus in Werne vergangen. Benjamin Wuttke kommt gut durch den Alltag, an eine Rückkehr auf den Golfplatz ist aber noch nicht zu denken. Fitnesstraining und erste Pitches, mittellange Schläge, stehen auf dem Plan. "Das Ganze ist noch etwas gehemmt", sagt Wuttke. Ob und wann er in den internationalen Profizirkus zurückkehrt, wisse er nicht.Zurück zu den Anfängen Derzeit arbeitet der 29-Jährige als Golflehrer in einer Indoorhalle in Langenfeld bei Leverkusen. Beruflich kehrt er damit zurück zu den Anfängen. Mit 15 Jahren begann Wuttke mit dem Golfen beim Golf-Club Westerwinkel. 2002, noch nicht volljährig, nahm er die Ausbildung zum Golflehrer beim GC Unna-Fröndenberg auf. "Manche haben mir damals schon gesagt, dass ich einige Dinge besser mache als andere", erinnert sich Wuttke.

Das Urteil der Routiniers sollte sich bestätigen. Allerdings erst mit Verzögerung. 2005 heuerte der gebürtige Selmer beim Golf-Club Westerwinkel an. "Nach drei Jahren wurde der Haupttrainer gegangen", sagt Wuttke, "und ich gleich mit." Der Rauswurf entpuppte sich als Glücksfall. Martin Hasenbein, Trainer des Golf Teams Germany, nahm den arbeitslosen Golfer unter seine Fittiche. Das Team gibt jungen Sportlern Starthilfe fürs Profi-Dasein. Zweieinhalb Spielzeiten verbrachte Wuttke in dem elitären Kreis und holte dort seine größten Erfolge.

"Ein ganz normaler Beruf" Dazu zählt Wuttke den dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Köln 2009 und den Gewinn der PGA-NRW-Meisterschaften ein Jahr später. Für den dritten Platz kassierte er sein bislang höchstes Preisgeld, 3500 Euro. Ansonsten sei Golfprofi "ein ganz normaler Beruf", sagt Wuttke. "Man muss zusehen, dass man Prämien einspielt und Sponsoren überzeugt." Zum Durchkommen reiche das kaum. "Ich bin auf Sponsoren und Gönner angewiesen", räumt er ein.

Einer davon ist Vater Wolfram, früherer Fußball-Nationalspieler. "Meine Eltern haben mich voll unterstützt", erzählt der Golfer, der regelmäßig in Selm weilt, um Eltern und seine vierjährige Tochter zu besuchen.

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