Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Bob-Anschieberin Erline Nolte stellt sich zehn Thesen

Vor dem ersten Weltcuprennen

Die Berge der Adirondack Mountains werden weiß sein, wenn Bob-Anschieberin Erline Nolte in gut einer Woche dorthin aufbricht. In Lake Placid ist Schnee garantiert. Vor ihrem Abflug zum ersten Weltcuprennen der Saison, haben wir die Schwerterin mit zehn Thesen zu ihrem Sport konfrontiert.

SCHWERTE

, 25.11.2014
Bob-Anschieberin Erline Nolte stellt sich zehn Thesen

Startwettkampf Schalke Bobfahren Frauen mit Erlin Nolte

Ja, man kann das so sehen, dass wir hart im Nehmen sein müssen. Aber nicht nur weil es Wintersport ist, sondern vor allem, weil es Bobsport ist. Wir kriegen immer von den Männern zu hören: „Ihr betreibt einen Männersport, also verhaltet euch auch wie welche!“

Nein, das stimmt so nicht! Ich freue mich riesig, weiß aber nicht, was mich erwartet. Nach dem Olympiajahr ist alles im Umbruch. Viele Fahrerinnen haben aufgehört. Wir haben keine Ziele formuliert, weil wir absolut nicht wissen, wo wir stehen.

Das wird sich noch herausstellen. Es gibt natürlich noch Dinge, an denen wir arbeiten müssen, auch am Material. Die Bobs der USA sind letzte Saison gut gelaufen. Ob wir da mithalten können, ist die Frage. Aber wir entwickeln schon neue Prototypen, die unsere Piloten testen – aber nicht alle.

Das kann man nicht so klar sagen, weil alles sehr dicht beisammen ist. Wir reden hier von Hundertsteln im Einzel-Anschubtest. Aber es ist auch ein Teamsport. Wer über Jahre gemeinsam anschiebt, ist aufeinander eingestellt. Das zählt mehr als ein paar Hundertstel im Einzelstart.

Ich hoffe nicht, dass das stimmt, denn es kommen bei mir ja noch ein paar Jahre. Da ist gerade im athletischen Bereich nach vierjähriger Sportpause noch Potenzial nach oben. Ich bin derzeit ein Mal täglich im Training, normal sind zwei Einheiten am Tag. Das verkraftet mein Körper aber noch nicht. Aber ich bin besser drauf als in den vergangenen beiden Wintern.

Ja, wir haben da richtig einen drüber gekriegt. Wir sind aber auch eine erfolgsverwöhnte Bobnation. Es ist jetzt die Chance, frischen Wind reinzukriegen. Wir sind zwar überholt worden, aber kein Außenseiter.

Auf jeden Fall haben nordamerikanische Teams einen Vorteil, sie trainieren ja auf ihren Heimbahnen. Das ist für die wie Winterberg für mich.

Das ist natürlich mein Ziel. Der Anschub-Test im Dezember ist kurz nach den Übersee-Rennen. Ich weiß noch nicht, wie gut ich den Jetlag verkrafte. Mein Ziel ist der Weltcup, aber ich darf nicht enttäuscht sein, wenn es nicht klappt.

Das ist sehr hoch gegriffen. Der WM-Kanal in Winterberg ist eine Bahn, die schon recht bekannt ist, weil da ja jedes Jahr Weltcups stattfinden. Aber eine Medaille wäre natürlich das Allertollste.

Ja, das stimmt. Ich war noch nie in Amerika, aber seitdem mir die Flugtickets zugeschickt wurden, ist alles etwas greifbarer. Aufregung und Freude werden immer größer, je näher der Tag rückt. 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt