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Brambauers Damen empfangen die jungen Wilden

Handball

Sowohl die Handballer des SuS Oberaden als auch das Damenteam des VfL Brambauer stehen in ihren Heimspielen am Wochenende vor schweren Aufgaben. Der VfL bekommt es mit einem jungen und dynamischen Gegner zu tun; der SuS wiederum hat es mit einem offensiv starken aber defensiv anfälligem Team zu tun.

LÜNEN

, 27.11.2014
Brambauers Damen empfangen die jungen Wilden

Martha Rykowski (am Ball) wird den VfL-Frauen gegen Netphen fehlen.

Mit Kaiserau kommt ein sehr junges Team in die Diesterweg-Sporthalle. Fast die komplette Bundesliga-Mannschaft der A-Mädchen läuft bei den Seniorinnen auf. „Kaiserau wird schnell spielen, bei den Gegenstößen enormes Tempo gehen.“, so VfL-Trainer Uli Richter, der sein Team im Training darauf eingestellt hat. „Wir müssen in der Rückwärtsbewegung schnell und geordnet unsere Positionen finden“, glaubt der Coach ein Mittel zu haben, um den Spielfluss des Gegners zu unterbinden. Ein weiterer Vorteil sollte die körperliche Überlegenheit sein. Die VfL-Frauen haben erfahrene Spielerinnen in ihren Reihen, die ihre Körper robust einsetzen können. „Wir haben vor jedem Gegner Respekt. Wir werden unsere Überlegenheit am Ende hoffentlich ausspielen können“, glaubt Richter. Verzichten muss der VfL auf Nina Karau, die in den Flitterwochen weilt. Wer ihre Position einnimmt, ist auch schon klar. Martha Rykowski wird die Mittelposition in der Abwehr einnehmen und die Abwehr dirigieren. „Auch Verena Leismann trägt ihren Teil dazu bei, dass vorne die Angriffe der Brambauer Frauen geordnet ablaufen. Mit einem Sieg gegen Verfolger Kaiserau bliebe der VfL mit nur fünf Verlustpunkten am Tabellenzweiten HSG Schwerte/Westhofen dran.

Nach der Niederlage gegen Westerholt gab Oberaden die Tabellenführung nach nur einem Spieltag wieder ab und rangiert an Position zwei. Trainer Ralf Weinberger muss mit seinem Team etwas kleinere Brötchen backen und erwartet harte Gegenwehr. „Das wird eine schwere Aufgabe“, sagt der Coach. Hattingen hat einen der stärksten Angriff der Liga. Insgesamt 230 Tore hat dar Zehntplatzierte bereits geworfen, aber auch 246 kassiert. „Hattingen spielt eine offensive 4-2-Deckung und ist bei Ballgewinn schnell vorm gegnerischen Gehäuse“, so Weinberger. Da gilt es in der Abwehr richtig zuzupacken. Personell hat Oberaden Probleme. Bekanntlich fallen Pascal Wix und Mats-Yannick Roth mit Kreuzbandrissen längerfristig aus. Zudem hat Pascal Stennei Probleme mit seinem Fuß. Weinberger will sich für das Spiel gegen Hattingen Unterstützung aus der Reserve holen, aber vermeiden, dass sich die Spieler im Verbandsliga-Team festspielen. „Unsere Zweite steht in der Kreisliga gut da und ist als Tabellenführer im Aufstiegsrennen mit dabei“, überlegt Weinberger genau, wer aushelfen kann. Fest steht, dass Lars Köhler, der schon im Kader der Ersten stand, nicht zur Verfügung steht. „Wir werden dagegenhalten und versuchen die Punkte am Römerberg zu halten“, so der SuS-Trainer.  

Nach den beiden Niederlagen gegen den Tabellenletzten und gegen die SG Handball Hamm gilt es für die Frauen des LSV wieder in die Spur zu finden. LSV-Trainer Marcel Mai appelliert an die Einstellung. „Wenn wir gegen Dolberg unser Ding durchziehen und alles abrufen, sollte etwas möglich sein.“, so Mai, der schon letzte Woche auf zwei Punkte von seinem Team erwartete hat aber beim 28:30 die Punkte erneut abgab. Gegen Dolberg, das mit 8:8 Punkten auf Rang sieben im Mittelfeld steht, sollte es endlich wieder klappen. „Wir brauchen die Punkte dringend“, will man nicht über den Jahreswechsel in tiefen Abstiegsstrudel gelangen. Personell muss der LSV auf Kreisläuferin Janina Beinlich verzichten. Nach Einnahme von Antibiotika ist an einem Einsatz noch nicht zu denken. Auch der Einsatz von Tatjana Siebert ist fraglich. Die Rückraumspielerin, die letzte Saison mit Knorpelschaden im Knie ausfiel, hat erneut Probleme mit dem Kniegelenk. In der vergangenen Saison gab es gegen Dolberg eine Niederlage und eine Remis vor heimischer Kulisse. „Jetzt ist es an der Zeit, dass wir gegen die Eintracht endlich mal gewinnen“, nimmt Mai seine Spielerinnen in die Pflicht.  

Vor dem Gastspiel in Altenbögge hat das Verletzungspech beim VfL zugeschlagen. Neben den Langzeitverletzten Christian Newe und Benjamin Freiß fallen nun auch Andre Schindel (Schulter), Robin Stroscher (Kreuzband), Björn Benden (Knie verdreht) und Mario Abels aus. Nikolas Sporbeck bekam die Weißheitszähne gezogen, ist wohl auch nicht dabei. „Wir werden vier Leute aus der Reserve mitnehmen“, glaubt VfL-Trainer Ingo Nagel aber, dass sein Team beim starken Aufsteiger, der vor heimischer Kulisse ein hohes Tempo geht, trotzdem etwas holen kann. „Altenbögge steht einen Punkt besser in der Tabelle. Wir fahren nicht da hin, um uns Tränen abzuwischen“, spekuliert der VfL-Coach mit einem Punkt.

Fünf Siege in Folge gab es zuletzt für das eingespielte Team von Jürgen Weber. „Ich hoffe auf den sechsten Sieg“, blickt Weber schon mal voraus. Dank des Ausrutschers von Hamm am vergangenen Wochenende könnten die Lüner mit einem Heimsieg über die Sauerländer auf Platz zwei klettern. Dann käme es am kommenden Wochenende zum Showdown gegen Tabellenführer Dolberg, der nur zwei Verlustpunkte hat. Doch erstmal muss die Hürde Neheim genommen werden. „Neheim hat von den Zahlen her die beste Abwehr der Liga. Mit Geduld und klugen Spielzügen können wir sie aber knacken“, sagt Weber. Für das Heimspiel haben sich die Spieler etwas ausgedacht. Die ersten 80 Zuschauer erhalten ein Freigetränk - bezahlt aus der Mannschaftskasse.

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