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Carolin Zell glänzt bei der DM

GAHLEN Das Debut bei den Deutschen Jugendmeisterschaften ist geglückt. Carolin Zell vom RV Lippe-Bruch Gahlen mischte sich am Wochenende in Hannover auch erstmalig mit ihrem Großpferd Persival unter die Top 10 der deutschen Junioren.

Carolin Zell glänzt bei der DM

Ein starkes Team: Carolin Zell und Persival.

Dass sie mit Platz sechs der Gesamtwertung auch noch die beste rheinische Vorstellung ablieferte, freute Landestrainer Holger Hetzel ganz besonders. Dabei stand ihre DM-Teilnahme sehr lange auf der Kippe, denn ihre Erfahrung in den ganz schweren Springparcours ist noch sehr frisch. In Hannover zeigte sie aber eindrucksvoll, dass die Bedenken nicht notwendig waren und sie ihre Meisterschaftsroutine unter anderem als Deutsche Meisterin und Vize-Europameisterin bei den Ponys auch souverän bei den Großpferden einbringen kann.

Bei der DM gingen 63 Junioren aus 17 Landesverbänden in drei Wertungsprüfungen an den Start. Die erste Wertungsprüfung war eine Zeitspringprüfung der Klasse M**, bei der die Differenz der Zeit zum Sieger in Strafpunkte umgerechnet wurde. Carolin Zell kam mit Persival fehlerfrei auf Platz 16 und lediglich mit 3,25 umgerechneten Strafpunkten ins Ziel. Eine gute Ausgangsposition für die zweite Wertungsprüfung der Klasse S*, die gute Hoffnungen aufkommen ließ. Auch die zweite Prüfung beendete Carolin Zell ohne Strafpunkte erneut auf dem 16. Platz und kam durch diesen fehlerfreien Ritt einen erheblichen Sprung in der Meisterschaftswertung nach vorne. Mit 3.25 Strafpunkten und dem Gesamtplatz acht gingen die Beiden in das sonntägliche Finalspringen der Klasse S*. Der Parcours war sehr schwer und so kassierten die Beiden im ersten Umlauf zwei Abwürfe. Carolin analysierte die Fehler, lieferte mit dem zweiten Umlauf eine blitzsaubere Runde und belegte am Ende Platz sieben in der dritten Wertungsprüfung. Mit insgesamt 12,66 Gesamtstrafpunkten an drei Turniertagen zeigte sich die junge Amazone mehr als zufrieden. Schließlich hätte es bei einem Abwurf weniger, sogar schon eine Medaille sein können.

Nicht so gut lief es bei Schwester Miriam. Sie hatte die Qual der Wahl, ob sie mit Wombel, Pamira oder Arts Deilo reiten sollte und konnte ja in der Woche zuvor in Elmlohe noch jede Menge goldene M-Schleifen sammeln. Bei den Deutschen Meisterschaften zeigte sie aber Nerven und schaffte es nicht ins Finale. „Macht nichts!“, sagt Mutter Anja, „die Vorbereitungen waren auf den Punkt und sie hat alles richtig gemacht. Wenn die Nerven nicht mitspielen, dann ist es eben so!“

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