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„Da darf es keine Ausreden geben“

Westfalia Vinnum: Kapitän Juri Lebsack im Interview

Juri Lebsack ist Kapitän beim Kreisligisten Westfalia Vinnum. Der 29-Jährige macht sich vor dem Start nach der Winterpause noch Hoffnungen auf die Bezirksliga. Verlängert hat er unabhängig davon allerdings schon.

Vinnum

13.02.2018
„Da darf es keine Ausreden geben“

Juri Lebsack (r.) hält es für möglich, dass Vinnum noch oben angreifen kann. © Reith

Westfalia Vinnum galt vor der Saison als Geheimfavorit in der Fußball-Kreisliga A2 Recklinghausen. Als Vierter sind die Vinnumer in die Winterpause gegangen. Sportredakteur Sebastian Reith sprach mit Kapitän und Mittelfeldspieler Juri Lebsack (29) über die Winterpause, seinen Beruf und ob ihm die Kreismeisterschaften in Lüdinghausen fehlen.

Die Vorbereitung von Westfalia Vinnum war ordentlich. Stimmen Sie zu?

Soweit ich das beurteilen kann, war sie das. Ich war zwar selbst nicht so oft da, aber es waren immer viele Leute beim Training, wie ich gehört habe – auch Spieler wie Helle (Anm.: Helmut Stolzenhoff). Beim 2:2 gegen Langenbochum habe ich auch gespielt. Da haben wir ein paar blöde Tore reinbekommen. Das müssen wir noch abstellen. Aber wir haben gezeigt, dass wir mit Teams mithalten können, die in der Bezirksliga oben mitspielen.

Warum haben Sie große Teile der Vorbereitung verpasst?

Ich arbeite als Wirtschaftsprüfer. Im Januar und Februar ist mit Jahresabschlüssen viel zu tun, vor allem an den Wochenenden. Ich bin morgens oft Joggen gegangen, dass ich fit bleibe und war letzte Woche zweimal beim Training.

Ihre Mannschaft hat gar kein Hallenturnier gespielt. Warum?

Wir haben nur intern mal gespielt. Aber in der Mannschaft ist auch kein reges Interesse daran.

Vermissen Sie Hallenturniere nicht?

(lacht) Man wird nicht jünger. Es gibt Spieler, die sind in der Halle auch verletzungsanfälliger. Sowas können wir nicht gebrauchen.

Seit der Auflösung des Kreises Lüdinghausen gibt es keine große Hallenfußballkultur mehr.

Wenn wir ein Turnier hätten mit Olfen, Vinnum, Cappenberg, Lüdinghausen und so weiter hätte es aber sicherlich seinen Reiz.

Vinnum ist Vierter – ist das das Ende der Fahnenstange?

Zum Ende der Hinrunde haben wir viele gute Spiele gemacht. Davor waren wir ein paar Plätze dahinter. Aber der Zweite ist in diesem Jahr auch zur Aufstiegsrunde berechtigt. Wir haben die Relegation noch nicht aus den Augen verloren. Wenn wir genau so viele Punkte einfahren wie in der Hinrunde plus Spiele, in denen wir unnötig Punkte hergegeben haben, dann könnte noch etwas gehen.

Sie haben Helmut Stolzenhoff angesprochen. Wie wichtig ist er als Oldie noch für die Mannschaft?

Der ist zwar alt, aber unglaublich wichtig für die Mannschaft. Den kannst du immer bringen und er beackert dir die Seite.

Wer hat in der Hinrunde den größten Sprung gemacht?

Der kleine Görlich (Anm.: Jens Görlich). Er ist jung und muss sich manchmal noch zusammenreißen, wenn er provoziert wird, hat sich aber schon zum Stammspieler auf der Außenverteidiger-Position entwickelt. Das ist nicht selbstverständlich. Und Arnd Forsmann hat auch einen Sprung gemacht, hat hinten und auch im Mittelfeld gespielt.

Im Mittelfeld spielen Sie auch. Da ist der Konkurrenzkampf bei Vinnum am größten, oder?

Das sehe ich auch so. Da gibt es ein Überangebot. Aber so muss es sein. Konkurrenzkampf muss in einer Mannschaft sein.

Auf welcher Position fehlt der Konkurrenzkampf?

In der Hinrunde hatten wir oft Pech mit Verletzungen. Wir mussten oft improvisieren, gerade in der Abwehr. Hier haben wir Bedarf, wenn nicht alle dabei sind. Trotzdem sehe ich uns für die Rückrunde gut gerüstet. Wir werden aber zwei bis drei Spiele brauchen, bis wir eingespielt sind.

Bleiben Sie über das Saisonende hinaus in Vinnum?

Es haben alle zugesagt, und deswegen habe ich auch zugesagt, wobei es immer sein kann, dass es aus beruflichen Gründen doch nicht geht. Es gibt auch Gespräche mit Neuzugängen.

Vinnums Auftaktgegner wird der VfB Waltrop. Was denken Sie über den Gegner?

Es wird ein schweres Spiel. Da haben wir in der Hinrunde blöd Punkte versiebt. Trotzdem sind da drei Punkte eingeplant. Da darf es keine Ausreden geben.

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