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Das erarbeitete Glück eines heimischen Trios

Fußball-Bezirksliga

ETuS/DJK Schwerte, SC Hennen und SC Berchum/Garenfeld füllen eine Floskel mit Inhalt – im Gegensatz zum VfL Schwerte, der auf einen entspannten 6:1-Auswärtssieg zurückblickt.

Schwerte

, 03.09.2018
Das erarbeitete Glück eines heimischen Trios

Lorenzo Schlage (li.) sorgte mit seinem ersten Pflichtspieltor im Trikot des ETuS/DJK Schwerte für die zwischenzeitliche 1:0-Führung gegen Türkiyemspor Hagen. © Bernd Paulitschke

Dass man sich das Glück erarbeiten muss, ist eine Floskel – gleich drei heimische Fußball-Bezirksligisten haben sie am Sonntag mit Inhalt gefüllt.

Der ETuS/DJK Schwerte zum Beispiel, der im Heimspiel gegen Türkiyemspor Hagen aus der Erfolgsspur zu kippen drohte. Eine scheinbar komfortable 2:0-Führung verspielten die „Östlichen“ – und die Gäste schienen nach dem 2:2-Ausgleich dem Siegtreffer nah. Doch dann schlug Jasmin Smajlovic in der Nachspielzeit zu und sorgte für die ersten drei Saisonpunkte – alles gut also in Schwerte-Ost?

Trainer André Haberschuss relativiert: „Unsere Leistung in Lüdenscheid eine Woche vorher war besser, aber da haben wir verloren. So, wie es jetzt gelaufen ist, ist es mir natürlich lieber. Aber so nervenaufreibend muss es nicht immer sein – mit 41 habe ich keine Lust auf einen Herzkasper.“

Zitat von Kneuper

Nicht minder spannend machte es der SC Hennen, bevor der Prestigesieg gegen den SSV Kalthof feststand. In einem intensiv und verbissen geführten Lokalderby – das erste zwischen den beiden Teams seit über einem Jahrzehnt – wollte trotz guter Chancen auf beiden Seiten lange kein Tor fallen. Erst in der 90. Minute entschied Claudio Ferreira, der zwischenzeitlich auch das Kalthofer Trikot getragen hatte, das Duell mit einem Freistoß aus 18 Metern in den Winkel. „Kiki“ Kneuper hat früher schon gesagt: Für Siege gibt es keine Entschuldigung“, zitierte Marcel dos Santos seinen ehemaligen Trainer beim VfL Schwerte. „Es war sicher ein glücklicher Sieg in der 90. Minute, aber kein unverdienter“, so Dos Santos, der nach seinem Urlaub in dieser Saison das erste Mal an der Linie Stand. Für seinen Gegenüber Stefanos Axourgos, Bruder des Schwerter Bürgermeisters, steht dagegen die vierte Niederlage im vierten Spiel zu Buche.

Und noch ein Last-minute-Treffer: Tim Eickelmann rettete dem SC Berchum/Garenfeld mit dem 2:2-Ausgleich in Gevelsberg einen Auswärtspunkt. Es war schon Eickelmanns siebtes Saisontor im vierten Spiel – wer war nochmal Nicolas Külpmann? 17 Saisontore des SC zeigen, dass er den Weggang seines in die Oberliga abgewanderten Torjägers bestens kompensiert hat.

Neben Eickelmann zeigt sich auch Georgios Ntontos im Angriff der Rot-Schwarzen gefährlich. Ntontos hatte die zwischenzeitliche 1:0-Führung besorgt. Trainer Dieter Iske kann auf vier ordentliche Leistungen zurückblicken, denn außer dem Auftaktgegner aus Letmathe waren die anderen drei Gegner nicht von Pappe. „In Voerde und in Gevelsberg werden noch andere Mannschaften Punkte lassen“, ist Iske überzeugt, „und über Hagen 11 brauchen wir nicht zu sprechen.“

Bereits am Dienstagabend sollten die Berchum/Garenfelder schon wieder am Ball sein. Doch das geplante Testspiel gegen den A-Ligisten Al Seddiq Hagen sagte dieser am Montag aus personellen Gründen ab.

VfL hatte alles im Griff

Im Vergleich zu den drei lokalen Ligakonkurrenten blickt man im Lager des VfL Schwerte auf einen entspannten Fußballsonntag zurück. Beim 6:1 in Letmathe kontrollierte der VfL jederzeit das Geschehen – sieht man mal von den Anfangsminuten ab, als die Gastgeber früh störten und einen Fehlpass von Phil Pallentin provozierten. Trainer Jörg Silberbach nahm dieses Missgeschick gelassen: „So ein Fehlpass passiert schon mal, wenn der Spielaufbau nicht daraus bestehen soll, die Bälle nur nach vorne zu pöhlen“, sagt der Coach. Anschließend gab es an der Berechtigung des Schwerter Auswärtssieges keinerlei Zweifel. „Wir hatten das Spiel komplett im Griff“, bilanzierte der hörbar zufriedene Coach.

Die nächste Auswärtsaufgabe wartet auf die Blau-Weißen in knapp zwei Wochen mit dem Gastspiel beim Spitzenreiter Hagen 11 – steckt dieses Spiel schon in den Köpfen seiner Spieler? „Überhaupt gar nicht“, meint Silberbach und sagt den wenig originellen, aber inhaltlich trotzdem nicht falschen Satz: „Ich denke nur von Spiel zu Spiel.“ Und vor der Partie in Hagen wartet am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Blau-Weiß Voerde noch eine andere Aufgabe.

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