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Das olympische Kribbeln fehlt noch

SCHERMBECK Das große Kribbeln hat bei Björn Lohmann noch nicht eingesetzt. Der Schermbecker, der mit der Deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft ab dem 7. September bei den Paralympics am Start ist, hat zu viele andere Sachen zu tun.

Das olympische Kribbeln fehlt noch

Björn Lohmann im offiziellen Olympia-Outfit.

Die deutsche Herren- und Damen-Nationalmannschaften sind seit Samstag mit dem offiziellen Dress ausgestattet. Während Dirk Nowitzki & Co. in der Nacht zu Sonntag bereits ihren ersten Sieg in Peking einfahren konnte, nahmen sie das Dress des deutschen Olympia- und Paralympicteams in der „Kurmainz Kaserne“ in Mainz entgegen. „Ganz chic“, lautete Lohmanns Urteil über die 70-teilige Ausstattung, die der Deutsche Behindertensportverband (DBS) in Zusammenarbeit mit seinen Partnern der insgesamt 276-köpfige Delegation zur Verfügung stellt. Vom Präsentationsanzug für die Eröffnungsfeier bis hin zu der mit dem Namenszug „Deutschland“ in chinesischer und deutscher Sprache bedruckten Funktionsbekleidung reichen die Produkte. Im Wettkampf werden die beiden deutschen Teams jedoch wie seit Jahren in Trikots ihres offiziellen Textilausrüsters Spalding auflaufen.

Die Einkleidung läutete auch den Endspurt der Vorbereitung ein. Heute fliegt Björn Lohmann mit dem Team nach Norrköping (Schweden) und spielt dort in einem Vier-Länder-Turnier gegen Schweden, Großbritannien und Frankreich. „Schweden ist in unserer Vorrundengruppe und die Briten ein möglicher Viertelfinal-Gegner“, spricht Lohmann dem Turnier eine große Aussagekraft zu. In der nächsten Woche steht in Wetzlar dann der letzte Lehrgang an, bevor es am 29 August nach Asien geht. So bleibt nicht viel Zeit, sich die Olympischen Spiele im Fernsehen anzuschauen, sagt Lohmann. „Das Gerät läuft zwar manchmal, aber mehr als einen kurzen Blick riskiere ich da nicht.“

Bei den Spielen der Basketballer steigt der Blutdruck dann aber doch schon ein bisschen: „Wenn ich dran denke, dass ich in knapp drei Wochen genau in dieser Halle spielen werde, ist das schon ein besonderes Gefühl.“ Wie es wirklich ist, auf dem Parkett des National Indoor Stadium auf Punktejagd zu gehen, wird Lohmann am Sonntag, 7. September, erfahren. Dann heißt um 20.45 Uhr Ortszeit der erste Gegner Kanada. Spätestens zu diesem Zeitpunkt weiß Björn Lohmann auch ganz sicher, wie sich das große olympische Kribbeln anfühlt.

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