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Der Glücksklee war ein gutes Omen

Tanzen

Zwei Aufstiege, ein Klassenerhalt und ein zweiter Platz, der mehr als respektabel war − die Bilanz der Formationen aus Wulfen, Schermbeck und Rhade konnte sich wirklich sehen lassen.

RAESFELD

von Andreas Leistner

, 10.06.2018
Der Glücksklee war ein gutes Omen

Präzise, synchron und technisch anspruchsvoll − so präsentierte sich die Formation „Emosie“ vom TSZ Royal Wulfen beim Relegationsturnier in Raesfeld. Kommende Saison darf sie ihr Können nun in der Regionalliga beweisen. Pieper

An der Eintrittskasse gab es für die Besucher des Relegationsturniers im Jazz- un Modern Dance am Sonntag in Raesfeld einen Glücksklee als Stempel. Für die heimischen Formationen sollte sich das als gutes Omen erweisen. Bis sie jubeln durften, wurden Tänzerinnen und Trainer allerdings vor eine Geduldsprobe gestellt.

Das Problem des Mammutturniers mit insgesamt 19 Formationen in vier Ligen war nicht so sehr die Zeit. Denn nach den Absagen einiger Formationen kam Ausrichter SSV Rhade schneller durch das Programm als ursprünglich geplant. Was den Menschen in der Halle zu schaffen machte, waren die Hitze und die drückende Luft. Erst nach der Pause gegen Mitte des Turniers öffneten sich die Oberlichter der Raesfelder Sporthalle und selbst dann war bis auf den Eingangsbereich und die ersten angrenzenden Tribünenmeter kaum ein Luftzug zu spüren. Moderatorin Sonja Dehn aus Gevelsberg tat auf jeden Fall gut daran, alle in der Halle schon früh daran zu erinnern, genug zu trinken. Nachdem die ersten vier Runden getanzt waren, kapitulierte Dehn dann schuhtechnisch vor der Hitze: Aus ihren Highheels schlüpfte sie in bequeme Sandalen.

Ähnliche Vergünstigungen blieben den Tänzerinnen vorenthalten. Doch die 19 Formationen gaben trotz der schwierigen äußeren Bedingungen alles und die vier heimischen wurden dafür am Ende auch belohnt.

Los ging es im Turnier um den einen freien Platz in der Jugendverbandsliga mit dem Sieg von „Amianto“ vom TC Grün-Weiß Schermbeck. Trainerin Hannah Kamp war „stolz auf die Mädels und positiv überrascht. Jetzt ist alles gut.“

Enttäuscht sein musste aber auch die Formation „Joy“ vom TSZ Royal Wulfen nicht. Das mit Abstand jüngste Team des Turniers sicherte sich mit drei Zweien souverän den zweiten Platz und durfte auf dieses Ergebnis ebenfalls stolz sein.

Weiter ging‘s mit dem Jubeln im Turnier um die drei freien Plätze in der Verbandsliga der Hauptgruppe, also der Erwachsenen. Die Formation „Obsession“ von Gastgeber SSV Rhade hatte sich als Vizemeister der Landesliga 2 gute Chancen ausgerechnet und legte auch zwei starke Durchgänge aufs Parkett. Als die offene Wertung verkündet wurde, dauerte es dann aber doch ein, zwei Sekunden, bis die Rhaderinnen realisierten: Platz zwei und damit Aufstieg!

Noch ein wenig lauter als „Obsession“ jubelten beim Turnier um den Regionalliga-Aufstieg die Wulfener Tänzerinnen der Formation „Emosie“. Als Dritter der Oberliga 2 waren sie nicht unbedingt als Favorit ins Rennen gegangen und Trainerin Julia Tenhagen stellte nach der Vorrunde fest: „Das sind extrem gute Gegner.“ Doch am Ende ließen die Wulfenerinnen die Konkurrenz mit der Wertung 1, 1, 2, 5 und 5 hinter sich und schafften damit zum zweiten Mal in Folge einen Durchmarsch durch ihre Liga.

2017 aus der Jugendverbandsliga in die Verbandsliga Hauptgruppe gewechselt, stiegen sie direkt in die Oberliga auf und legten nun über den Umweg der Relegation den nächsten Aufstieg hinterher. Mit Direktaufsteiger „maju“ hat das TSZ Royal Wulfen damit in der kommenden Saison zwei Formationen in der Regionalliga.

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