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Der TV Werne entwickelt sich zum Favoritenschreck

Volleyball: Oberliga

Die Volleyballdamen des TV Werne haben für den nächsten Paukenschlag in der Oberliga gesorgt. Die Wernerinnen sind die erste Mannschaft der Liga, die Hörde in dieser Saison mit nur einem Satzverlust schlagen konnte.

von Juri Kollhoff

Werne

, 18.02.2018
Der TV Werne entwickelt sich zum Favoritenschreck

Der unerwartete Sieg gegen Hörde verschafft Christina Wienker (l.) und ihren Teamkameradinnen eine angenehme Situation in der Tabelle, wo der Abstand auf den ersten Abstiegs-Relegationsplatz nun fünf Punkte beträgt. © Helga Felgenträger

Frauen-Volleyball, Oberliga
TV Werne – TV Hörde 3:1 (28:26, 25:23, 19:25, 25:18)

Gegen die starke Werner Form konnte auch der Dortmunder Spitzenreiter, der vor seinem Gastspiel in Werne 14 von 15 Partien für sich entscheiden konnte, nichts ausrichten. Nachdem der TV Werne in den vergangenen Wochen drei Teams aus den Top-Vier schlagen konnte, hat sich die Mannschaft spätestens jetzt zum Favoritenschreck gemausert.

Die Devise des Werner Trainerteams: „Never change a winning team“. Da der TVW vergangene Woche gegen den viertplatzierten SC Hennen stark aufspielte und seinem Kontrahenten in drei Sätzen keine Chance ließ, beschlossen Purzner und Bakiewicz mit derselben Aufstellung und Taktik gegen Hörde anzutreten.

Offensichtlich die richtige Entscheidung: Werne fing stark an und überraschte den favorisierten Gegner mit seiner kampflustigen Spielweise. Vor allem durch starke Aufschläge konnte Werne von Beginn an das Aufbauspiel der Hörder stören. Da die eigene Annahme gut stand, konnte Zuspielerin Jenny Böttger die Bälle beliebig an ihre Angreiferinnen verteilen. So erarbeitete sich der TVW früh eine Sechspunkte-Führung. Doch Hörde hatte auch seine Glanzmomente und konnte im Laufe des Satzes ausgleichen. Damit war der Vorsprung weg, doch der Siegeswille blieb. Zum Ende des Satzes konnte sich der TVW noch einmal absetzen und den Satz mit 28:26 für sich entscheiden.

Die Begegnung blieb auch danach hochklassig und extrem spannend. Werne führte zwar von Beginn an, konnte sich aber nie entscheidend absetzen. Wie zu erwarten war, punktete Hörde vor allem über seine beiden Außenangreiferinnen. Als Hörde erstmals die Führung eroberte, kam die erfahrene Mittelblockerin Jana Reininghaus für Mira Struwe in die Partie und konnte einen wichtigen Teil zum zweiten Satzgewinn beitragen.

Mit der 2:0-Führung im Rücken hatte Werne sein Ziel für diesen Spieltag eigentlich bereits erreicht, der Punkt gegen den Tabellenführer war in der Tasche. Doch das Team um Kapitänin Annika Böhle wollte natürlich das 3:0. Dass Hörde nicht ohne Grund als Aufstiegsanwärter Nummer eins gilt, zeigte sich im dritten Durchgang. Die Dortmunderinnen steigerten sich und konnten zum 1:2 verkürzen.

Kein Grund zur Panik für den TV Werne: Nachdem einige Spielerinnen zum Ende des dritten Satzes eine kurze Pause bekamen, ging es im vierten Durchgang mit der Startaufstellung weiter. Zunächst konnte sich keine Mannschaft absetzen, bis Jana Reininghaus wieder ins Spiel kam und das Momentum zu Gunsten des TVW kippte. Vor allem Außenangreiferin Chrissi Weckendorf war es, die nun das Zepter in die Hand nahm und ihrer Mannschaft Punkt um Punkt durch sehenswerte Angriffe bescherte. Als Annika Patzdorf dann den Matchball zum 25:18 verwandelte, war die Freude groß.

„Fantastisch, was die Mannschaft geleistet hat. Bislang hat Hörde nur ein Spiel verloren und in dem Spiel holten sie durch ein 2:3 noch einen Punkt. Also sind wir das einzige Team, das Hörde ohne Punkt nach Hause geschickt hat“, sagte Bakiewicz und fügte an: „Besonders freue ich mich aber über die Art und Weise dieses Sieges – wahrlich Werbung für den Volleyballsport in Werne durch eine geschlossene Mannschaftsleistung.“ Auch Trainerkollege Purzner zeigte sich hochzufrieden: „Wir als Trainer können uns über die hohe Leistungsdichte der Mannschaft einfach nur freuen, alle Wechsel funktionierten und brachten uns dem Sieg ein Stück näher.“ Drei Punkte erspielt und damit den Abstand auf den Relegationsplatz auf fünf Punkte vergrößert – eine unerwartete, aber umso erfreulichere Bilanz für den TV Werne.

Am nächsten Samstag geht es in der Linderthalle weiter, wenn der Tabellendritte VoR Paderborn zu Gast ist. Auch hier sieht sich der TVW wieder als Außenseiter, „aber wenn du den Tabellenführer, den Zweiten und Vierten schlägst, wirst du gegen den Tabellendritten auch nicht chancenlos sein“ sagte Bakiewicz.

TVW: Reininghaus, Struwe, Böhle, Böttger, Wienker, Grewe, Patzdorf, Jäger, Trilken, Weckendorf, Rottmann, Steinweg

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