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Fußball

Der VfL Schwerte und sein Wunsch nach einem neuen Kunstrasen

Schwerte Die Spielfläche auf dem Schützenhof ist sanierungsbedürftig – das ist keine neue Erkenntnis. Nun hat die Vereinsführung des VfL Schwerte einen Antrag formuliert. Er ist bereit, 20 Prozent der Kosten selbst zu übernehmen.

Der VfL Schwerte und sein Wunsch nach einem neuen Kunstrasen

Der VfL Fußballplatz ist in die Jahre gekommen. Ein neuer Belag würde ihm gut zu Gesicht stehen. Foto: Bernd Paulitschke

Der Rat der Stadt soll sich nach dem Willen des VfL Schwerte mit einer Erneuerung des Kunstrasens auf dem Sportplatz Schützenhof beschäftigen. Einen entsprechenden Antrag hat Bernd Arnhold, Wirtschaftsratsvorsitzender des VfL, als Beschlussvorlage formuliert, die zunächst ein Thema in der Sportausschuss-Sitzung am 25. April sein wird.

In dem Antrag werden die offenbar unterschiedlichen Rechtsauffassungen zwischen Verein und Stadt Schwerte deutlich. „Obwohl aus Sicht des VfL eine Finanzierung des Kunstrasens zu 100 Prozent von der Stadt Schwerte vorgenommen werden müsste, ist der VfL bereit, einen Anteil von 20 Prozent der laut Gutachten veranschlagten Kosten zu übernehmen“, schreibt Arnhold. Die Kosten für die Erneuerung der Spielfläche sind mit 199.000 Euro ausgewiesen. Die 40.000 Euro, die der VfL demzufolge selbst übernimmt, seien als ein Entgegenkommen des Vereins zu betrachten, sagt Arnhold. Denn an einer rechtlichen Auseinandersetzung mit der Stadt, mit der man auch künftig partnerschaftlich zusammenarbeiten möchte, habe die VfL-Vereinsführung keinerlei Interesse.

Die unterschiedliche Rechtsauffassung aber bleibt. Dabei geht es um die Bewertung zweier Verträge, die in den Jahren 2001 und 2011 zwischen der Stadt und dem VfL geschlossen worden sind. Bernd Arnhold: „Der Vertrag aus 2001 sieht nach 15 Jahren eine Erneuerung der Kunstrasenfläche auf Kosten und zu Lasten der Stadt Schwerte vor.“ 2011 wurde ein weiterer Vertrag zur Nutzung und Überlassung des Kunstrasens abgeschlossen.

„Dieser Vertrag aus 2011 geht auf eine Kunstrasenerneuerung aber nicht ein und weist auch nicht darauf hin, dass der Vertrag aus 2001 abgelöst wird“, so Arnhold. Dies ist aber wohl die städtische Rechtsauffassung.

In den Ergänzungen zum Antrag geht der VfL auch auf den chronologischen Ablauf ein. Schon im Februar 2014 seien Haushaltsmittel beantragt worden – eine Antwort habe der Verein zunächst nicht bekommen. Nach mehreren Gesprächen mit der Verwaltung in den Jahren 2016 und 2017 legt er nun diesen detaillierten Antrag zur Kunstrasenerneuerung vor.

An der Notwendigkeit der Platzsanierung kann es aus VfL-Sicht keine Zweifel geben. Derzeit seien die Schwachstellen noch durch Reparaturmaßnahmen zu beheben. Allerdings könne es schnell zu einem „No-Go“-Zustand der Platzanlage kommen, aus dem sich eine langfristige Sperrung ergeben kann. Damit würde die Finanzierungsgrundlage des Vereins durch Sponsoring und Gastronomie wegfallen, so Arnhold.

Zudem sieht der VfL-Wirtschaftsratsvorsitzende nach wie vor die „Notwendigkeit der Verdichtung der Fußballvereine“, wie es unter Punkt 5 des Antrags an die Verwaltung heißt: „Dass diese Verdichtungsambitionen nicht politisch forciert werden können, dürfte eindeutig sein. Die Bereitschaft hierzu muss von den Vereinen kommen.“

Weil solche Fusionsbemühungen des VfL, auch unter der Moderation des 1. Beigeordneten Hans-Georg Winkler, gegenüber dem TuS Wandhofen und dem ETuS/DJK Schwerte sowie vor vier Jahren auch gegenüber dem Geisecker SV gescheitert seien, „wird der VfL mit mittlerweile wieder neun Jugend- und drei Herrenmannschaften seinen eigenen Weg gehen und die Sponsoringaktivitäten weiter ausdehnen.“

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