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Der kickende Weltenbummler des FC Nordkirchen

Fußball: Bezirksliga

Marvin Fritsche ist zurück. Vier Spiele hat er schon absolviert und auch schon das Tor getroffen. Dass er das Nordkirchener Spiel bereichert, ist klar. Doch wie Nordkirchen etwas von ihm hat, ist unklar.

Nordkirchen

27.03.2018
Der kickende Weltenbummler des FC Nordkirchen

Marvin Fritsche (l.), hier gegen den FC Roj, steht wieder für Nordkirchen auf dem Platz. Das war zum letzten Mal unter Heiko Ueding der Fall, Jabers Vor-Vorgänger auf dem Trainerstuhl. © Marvin K. Hoffmann

In Australien hat Marvin Fritsche schon vom rotgefärbten Uluru geblickt, in Holland hat er studiert, in Sevilla ein Auslandssemester absolviert. Derzeit ist der 25-Jährige zurück in Nordkirchen. Zum Fußballspielen. Ob er aber über das Saisonende hinaus weiter für den Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen kickt, steht in den Sternen.

Vor drei Jahren stand er zum letzten Mal für den FC Nordkirchen auf dem Platz. Im Sommer 2015 verabschiedete er sich dann. In Enschede studierte er International Business und Mangament. „Es ist Jahre her, dass ich gespielt hat“, bestätigte Fritsche am Montag – in Enschede spielte der Mittelfeldspieler nicht in einem Verein. Beim Auslandssemester in Sevilla bekam er wieder mehr Lust auf Fußball.

„Ich bin das erste Mal seit Jahren wieder in der Nähe“, sagte Fritsche. Der Grund: Er schreibt derzeit seine Bachelorarbeit und beschäftigt sich beim Entsorgungsunternehmen Remondis mit der Reduktion von Emissionen im Logistikbereich.

Da lag es für ihn nahe, wieder in Nordkirchen zu spielen. „Ich habe erst in der Zweiten mittrainiert. Issam Jaber kam dann schnell auf mich zu und hat mich quasi aufgefordert, für die Erste zu spielen“, sagte er. Jaber: „Er ist im Verein ein bunter Hund. Wir haben ihn gerne zurückgenommen. Und er zahlt mit Leistung zurück.“ Gegen Overberge erzielte er sein erstes Tor seit seiner Rückkehr. In insgesamt vier Spielen stand er auf dem Rasen, zweimal stand er in der Startelf.

„In den ersten zwei Spielen hatte ich wirklich Schwierigkeiten“, sagte Fritsche, „das Verständnis für Räume war weg, die Fitness ist auch nicht wieder da. In Overberge hatte ich in der Halbzeit auch zu kämpfen. Dann kam aber noch einmal eine zweite Luft. Das Tor hat auch beflügelt“, sagte Fritsche.

Bis Saisonende steht er dem Tabellensechsten zur Verfügung. Danach ist vieles offen. „Ich weiß nicht, wo es mich hinzieht. Ich möchte eigentlich in eine größere Stadt ziehen. Sollte es so kommen, dass ich in der Nähe bleibe, spiele ich auch weiter für Nordkirchen“, sagte Fritsche.

Jaber würde ihn gerne halten. „Er übernimmt Verantwortung und ist menschlich ein Ass. Ich habe ja selbst noch mit ihm zusammengespielt“, sagte Jaber. Doch er weiß auch: „Man muss abwarten, wie es sich beruflich entwickelt. Er war schon immer ein Weltenbummler.“