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Derby mit Tradition: die Bezirksliga-Vorschau

Fußball: Bezirksliga

Der VfB Westhofen empfängt am Sonntag den VfL Schwerte - ein Derby, auf das sich beide Trainer freuen. Der SC Berchum/Garenfeld reist nach Iserlohn und muss punkten. Für den Geisecker SV geht es nach Herdecke, dort soll die Mannschaft an die Leistung der Vorwoche anknüpfen. Der ETus empfängt die SG Hemer, hat aber massive Personalprobleme.

SCHWERTE

von Carlo Schmitz

, 14.11.2014
Derby mit Tradition: die Bezirksliga-Vorschau

Jetzt neu auch in Westhofen: Abklatschen! Das war vorher nur selten beim VfB zu sehen. Aber beim überzeugenden ersten Sieg gegen Wengern durften sich Stefan Miller (l.) und Lucas Tielemann insgesamt sechs Mal abklatschen.

Nein, aussagekräftig sei er nicht, der 3:0-Sieg im Stadtmeisterschaftsfinale, so schön das Ergebnis aus Westhofener Sicht auch war. Für Michael Kalwa taugt das zurückliegende Duell mit dem Nachbarn vom Schützenhof nicht als Gradmesser für das mit Spannung erwartete, letzte von insgesamt zehn Schwerter Derbys in der Hinrunde der aktuellen Saison. Vielmehr sieht Kalwa den VfL als Favoriten und verweist dabei auf die „magische Zehn“: „Zwischen uns und dem VfL stehen zehn Teams in der Tabelle, der VfL hat zehn Punkte und zehn Tore mehr auf der Habenseite.“ Kein Grund aber zum Pessimismus – Kalwa ist sehr zufrieden mit der vergangenen Trainingswoche und daher zuversichtlich, mit breiter Zuschauerunterstützung das „Derby mit großer Tradition“ für sich entscheiden zu können. Ebenfalls zu den optimistischen Zeitgenossen zählt VfL-Coach Jörg Silberbach. Dessen Bruder Guido diente mit seiner VfB-Vergangenheit als Informationsquelle für den Trainer, der noch frisch im Schwerter Sport ist. „Ein toller Verein mit einem guten Ruf“ sei der VfB laut Bruder Guido – für Jörg Silberbach ein Grund, sich auf die Partie zu freuen: „Ein tolles Spiel, gerade für die Zuschauer. Im Amateurbereich leben wir von diesen Derbys.“

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Wichtig für Silberbach: Das Sportliche soll im Vordergrund stehen, eine kleine Anspielung auf das zurückliegende Spiel in Geisecke, als „alte Kamellen und Nebenkriegsschauplätze“ bemüht worden seien. Konkreter will Silberbach diesbezüglich nicht werden. Stattdessen solle sein Team versuchen, eine Mischung aus Kampf und schönem Fußball zu finden, um diesmal der Favoritenrolle gerecht zu werden – anders als in Geisecke.

Liveticker am Sonntag
Wir begleiten das Schwerter Derby zwischen dem VfB Westhofen und dem VFL Schwerte am Sonntag ab 14:30 Uhr in einem ausführlichen Liveticker.

Drei Spiele sind es noch bis zur Winterpause. In zweien hiervon erwartet den SC Berchum/Garenfeld ein Vergleich mit einem Team aus dem Tabellenkeller, genauer gesagt mit dem Tabellenvorletzten VTS Iserlohn am Sonntag und anschließend mit dem Schlusslicht aus Wengern. Für Trainer Frank Henes sind diese Partien zunächst einmal Spiele wie jedes andere auch, der Tabellenplatz sei in dieser Bezirksliga „ohnehin sekundär.“ Nichtsdestotrotz bergen beide Spiele eine klare Aufgabe für den SC: Punkte holen, nach Möglichkeit die Maximalausbeute. Henes: „Es sind beides schwere Partien, in denen wir aber zusehen müssen, dass wir etwas mitnehmen. So könnten wir uns weitere Luft nach unten verschaffen.“ Der erste mögliche Atemzug findet dabei auf dem Naturrasen des VTS statt, für Henes der Anlass zu einer einfachen Marschroute: „Wer spielen kann, kann auch auf diesem Untergrund spielen.“  

Eine millionenfach zitierte, im Fußballsport hoch aufgehängte Weisheit hat der Geisecker SV auf seiner Reise nach Herdecke nicht im Gepäck: „Never change a winning team“ lässt sich aus Sicht von Coach Gregor Podeschwa am Sonntag nicht beherzigen, dafür fallen nach dem 2:1-Derbysieg über den VfL Schwerte mit Pedro Garcia Duarte und Damian Wielgosz zwei Spieler aus der Startelf – jeweils aufgrund der fünften gelben Karte. Für Podeschwa kein Beinbruch. Viel mehr sieht der Fußball-Lehrer den „leichten Selbstvertrauensschub“, den der Sieg seiner Mannschaft nach einer mehrwöchigen Durststrecke verpasst habe, im Vordergrund: „Wir sollten an die Leistung aus dem VfL-Spiel anknüpfen und den Rückenwind mitnehmen. Auch unabhängig vom Ergebnis war eine Leistungssteigerung zu erkennen.“ Mit der zurückliegenden Trainingswoche ist Podeschwa ebenfalls einverstanden. Die Mannschaft habe seine Entscheidungen, einige Spieler, die im Vorfeld des Derbys lieber zum Champions-Leauge-Spiel des BVB als zum Training gegangen waren, zunächst auf der Bank zu lassen, nachvollzogen und „ruhig und gut trainiert.“  

Tabellenplatz vier - eine Region, in der sich der ETuS/DJK Schwerte in der eigenen Wahrnehmung eigentlich auch sieht. Derzeit nimmt diesen Platz der Gegner aus Hemer ein – für Spielertrainer André Haberschuss eine Tatsache, die auf klaren Ursachen beruht: „Ich wiederhole es gerne Woche für Woche: Wir gehen derzeit personell auf dem Zahnfleisch und müssen immer wieder 150 Prozent geben, teilweise mit angeschlagenen Spielern. In personeller Bestbesetzung sehe ich keine Lücke zwischen uns und Hemer – eigentlich zu keiner Mannschaft in der Liga.“ Logisch bei diesen Worten: Haberschuss sehnt die Winterpause herbei, „so sehr wie noch nie zuvor“. Eine rettende Insel also für die „Östlichen“, vorher stehen aber noch Hemer, der VfK Iserlohn und der SV Bommern auf dem Programm. Nicht auf Haberschuss‘ Programm für den kommenden Sonntag stehen neben den obligatorischen Ausfällen dagegen Dennis Frohn, der an einem Daumenbruch aus dem Westhofen-Spiel laboriert, sowie Musa Yildiz. 

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