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Deutsche Equipe verpasst gegen Portugal den Sprung unter die besten Acht

Korfball-WM

Die deutsche Korfball-Nationalmannschaft ist in der WM-Todesgruppe gescheitert. Im entscheidenden Vorrundenspiel gegen Portugal bot das Team zwar eine ansprechende Leistung, musste durch die 11:16-Niederlage aber alle Hoffnungen auf einen Platz unter den Top-Teams der Welt begraben. Auch die Qualifikation für die World Games ist damit verpasst.

CASTROP-RAUXEL/SHAOXING

von Von Carsten Loos

, 30.10.2011
Deutsche Equipe verpasst gegen Portugal den Sprung unter die besten Acht

Jan Hof hatte seine Worte wohlfein gewählt. "Wir waren noch besser als gestern gegen die Niederlande", sagte der holländische Trainer der deutschen Korfball-Nationalmannschaft. Einen Tag nach dem beachtlichen 10:24 gegen den Abonnement-Weltmeister hatten seine Schützlinge soeben mit 11:16 gegen Portugal im letzten Vorrundenspiel bei der Weltmeisterschaft in Shaoxing (China) verloren. Mögliche Schwachpunkte einzelner Spieler hatte der Coach nicht gesehen als Erklärung für das vorzeitige Ende ihres Traums, unter die besten acht Mannschaften zu kommen und sich nach acht Jahren wieder für die World Games zu qualifizieren: "Portugal war heute leider einfach besser als wir."

Derlei Lob war willkommener Balsam auf die wunden Seelen der deutschen Nationalspieler. "Die Stimmung nach dem Spiel, bei der Rückfahrt im Bus und beim Abendessen war extrem niedergeschlagen", berichtete Andrea Kanonenberg, die Pressesprecherin der deutschen Equipe. Erst spät am Abend habe sich die Anspannung bei den Korbjägern um Mannschaftskapitan Rüdiger Dülfer (SG Selm/Lünen) wieder gelöst, sagte Andrea Kanonenberg. Dann machte sich die Einsicht in der deutschen Delegation breit, in der schwersten WM-Gruppe (Andrea Kanonenberg: "Todesgruppe") gescheitert zu sein. "In jeder anderen Gruppe wären wir Zweiter geworden", betonte die Pressesprecherin, "dann wären wir jetzt unter den Top 8."

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Knapper Sieg im Auftaktspiel: Die deutsche Nationalmannschaft lag gegen Indien lange zurück, gewann am Ende aber 25:19.© Foto: Korfball-Verband/Kanonenberg
Knapper Sieg im Auftaktspiel: Die deutsche Nationalmannschaft lag gegen Indien lange zurück, gewann am Ende aber 25:19.© Foto: Korfball-Verband/Kanonenberg
Vor der Partie Deutschland gegen Niederlande: Die Nationalhymnen erklingen.© Foto: Korfball-Verband/Kanonenberg
Eine Szene aus der Partie gegen die Niederlande: Cornelia Büsing in der Verteidigung.© Foto: Korfball-Verband/Kanonenberg
Eine Szene aus der Partie Deutschland gegen Niederlande (v.l.): André Kuipers, Sven Müller, Ines Wahle, Susanne Peuters, Mady Tims.© Foto: Korfball-Verband/Kanonenberg
Schlagworte Castrop-Rauxel

Vor Jahresfrist hatte die deutsche Mannschaft bei der Europameisterschaft nur knapp die Bronzemedaille verpasst und so die Hoffnung genährt, nach den Plätzen acht und elf bei den letzten Weltmeisterschaften wieder weiter vorn zu landen. Zumal Portugal bei der EM nur Siebter geworden war. Katharina Holtkotte (KV Adler Rauxel) hatte sich vor dem Abflug nach China in einem Bericht im ARD-Morgenmagazin noch überaus optimistisch gezeigt: "Wir wollen schon unter die ersten Fünf." Nach dem verpassten Einzug unter die besten Acht steht fest: Deutschland hat, wie schon als Elfter bei der letzten WM, die Qualifikation zu den World Games verspielt. Um das Ticket zu dem Turnier 2013 in Cali (Kolumbien) zu sichern, hätte Deutschland bei der WM zumindest fünfbestes Team aus Europa werden müssen.

So aber gab es für die deutschen Korbjäger weit mehr Gründe als nur Sightseeing für einen Ausflug am spielfreien Sonntag. Am "East Lake", einem See vor den Toren des WM-Ortes Shaoxing, konnten sie abschalten, vergessen - und frische Kraft tanken für die weiteren Spiele. "Unser Ziel ab jetzt muss sein, zu zeigen, dass wir eigentlich dazugehören", zeichnete Hof geradezu trotzig den weiteren Weg vor, "und außerdem müssen wir Platz neun erreichen."

 

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