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Die Dynastie Broda: Fußball in der fünften Generation

LÜNEN-SÜD Die 100jährige Vereinsgeschichte der Fußballer des VfB 08 Lünen hat eine Familie aus dem Lüner Süden ganz entscheidend und nachhaltig mitgeprägt: Die Fußballer-Dynastie Broda in der jetzt fünften Generation. Begonnen hatte alles mit Urgroßvater Johann Broda, einem der Mitgründer des VfB 08.

von Von Wolfgang Tautz

, 26.08.2008

Auch sein Sohn, Großvater Wilhelm Broda, setzte deutliche sportliche Zeichen, ehe Klaus "Fips" Broda die Szene auf dem Triftenteich betrat. Die vierte Generation wird vertreten durch die drei Söhne Torsten, Carsten und Dirk, die allesamt auch in der ersten VfB-Mannschaft aktiv waren und jetzt bei den Altherren am Ball sind. Pascal und Leon bilden letztlich die fünfte Generation in der B- bzw. F-Jugend des Jubiläumsvereins.

Der bisher erfolgreichste Broda war Urgestein Klaus "Fips". Seit 1948 Vereinsmitglied, wurde er mit der ersten Jugend in der Meisterschaftssaison 1957/58 Dortmunder Kreismeister durch einen 4:0-Erfolg gegen den FV Hombruch 09 und erreichte das Endspiel um die Industriemeisterschaft gegen den FC Schalke 04 in der ehrwürdigen Glückauf-Kampfbahn. Die Mannschaft verlor unglücklich mit 1:2 Toren 12.000 Zuschauern (VfB-Tor von Willi Wöstmann) unglücklich.

Mitspieler Horst "Mete" Steinkuhl erinnert sich genau: "Eine präzise Flanke von mir verpasste der relativ kleine Mittelstürmer "Fips" zum Ausgleich nur um Zentimeter." Im Schalker Team standen damals Jugendnationalspieler Mitrowski, Gerhard und Lendzian. In 30 Bussen waren mehrere hundert VfB-Fans nach Gelsenkirchen gereist.

In Schwansbell traf er auf Helmut Rahn Nach der Jugendzeit war Klaus Broda viele Jahre eine "feste Bank" in der ersten Seniorenmannschaft, die lange in der Bezirksliga spielte. Im Eröffnungsspiel des Schwansbeller Stadions - ursprünglich für den VfB 08 gebaut - traf er gegen Rot-Weiss Essen u.a. auf die Nationalspieler Helmut Rahn, Fritz Herkenrath und Wewers. Weitere namhafte Gegner waren Westfalia Herne, Borussia 09 Dortmund (Ablösespiel für Timo Konietzka) und Preußen Münster. Später verletzte er sich schwer - Diagnose Kreuzbandriss. Doch er blieb dem Verein treu.

Sein aufopferungsvolles Engagement für den schwarz-weißen Nachwuchs von der Dammwiese galt allen Altersklassen, ehe Klaus Broda 2001 das Amt des dritten Vereinsvorsitzenden übernahm und bis 2006 Betreuer der ersten Mannschaft war. Mit dem VfB-Aufstieg in die Bezirksliga beendete er aus Altersgründen diese Tätigkeit.

Träger der goldenen Nadel Für seine sportliche Lebensleistung ist Klaus "Fips" Broda bereits Träger der goldenen Vereins- und goldenen Verbandsnadel des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW). Treue Wegbegleiterin ist Ehefrau Christel. "Ob ich wollte oder nicht, ich war immer dabei".

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