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Die Holzpfosten sind im Futsal-Fieber

Futsal

SCHWERTE "Es ist einfach eine geile Sportart. Nur leider ist sie noch nicht so bekannt." Wenn Nils Klems über Futsal redet, schwingt in jedem Wort Begeisterung mit. Nun schickt sich der Fußballer an, Futsal gemeinsam mit seinen Holzpfosten Schwerte nicht nur in der Ruhrstadt bekannter zu machen.

von Von Bastian Bergmann

, 07.08.2010
Die Holzpfosten sind im Futsal-Fieber

Das Futsal-Team.

Doch bevor man das Engagement und die Leidenschaft von Klems verstehen kann, muss man sich zunächst mit der Sportart beschäftigen. Was also ist dieses Futsal überhaupt? "Eigentlich ist es die offizielle Art des Hallenfußballs laut FIFA-Statuten", erklärt Klems.

Gespielt wird also in der Halle, ohne Bande und mit einem sprungreduzierten Ball etwas kleiner als ein Fußball der Größe 4 und etwas größer als ein Handball. Durch den schweren Mittelpunkt des Balles sind harte Schüsse oder Kopfbälle sehr schwierig. "Oft wird der Ball mit der Sohle gezogen. Der Fokus liegt eindeutig auf Taktik, Technik und Fairness. Viele der sehenswerten Spielzüge sind teilweise sogar einstudiert", weiß Klems aus erster Hand.

Denn erst kürzlich vertrat die Universität Münster bei der Futsal-Europameisterschaft der Hochschulen in Zagreb. Mit Kroatien und Portugal musste Klems gegen die beiden absoluten Top-Favoriten in der Gruppe ran. Als Gruppendritter ging es dann in die Trostrunde, die die Münsteraner gewannen und somit auf Platz neun landeten. "Für mich persönlich war das eine Riesensache, sich gegen Profis und Nationalspieler im Futsal messen zu können", schwärmt Klems. Richtig, in anderen Ländern ist Futsal ein Profisport, mit dem Spieler ihr Geld verdienen. Einzig Deutschland hinkt da weit hinterher - noch. "Der DFB hat sich wohl auf die Fahnen geschrieben, Futsal verstärkt voranzutreiben."

Da trifft es sich bestens, dass die Holzpfosten Schwerter eine absolute Vorreiterrolle in Sachen Futsal haben. Klems ist der Hauptverantwortliche der Futsalabteilung des Vereins, die es seit Mai 2009 gibt. "Hallenfußball hat mir immer richtig viel Spaß gemacht. Ich habe bei Eurosport immer die Futsal-WM geschaut - da mussten wir das bei Holzpfosten auch machen." Vom Start weg durften die Schwerter somit in der Westfalenliga ran und nach nur einer Saison gelang gleich der Aufstieg in die Westdeutsche Regionalliga (wflv). Ohne Training das gesamte Jahr über fehlte am Ende ein einziger Sieg zum Einzug in das Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft. "Die ersten Beiden aus der Liga qualifizieren sich. Wir haben gegen den amtierenden Meister aus Köln mit 5:6 verloren - sonst wären wir dabei gewesen", erinnert sich Klems.

Mit einem Stamm aus rund 13 Spielern, zu denen bekannte heimische Fußballer wie Tobias Thiele, Matthias Woort, Jonas Schröder oder Alexander Hueck gehören, sieht Klems die Holzpfosten in der neuen Saison als Geheimfavorit. "Wir hoffen, dass wir den Sport so populärer machen können", betont Klems. Bei so viel Engagement und Begeisterung wird diese bald auf die Ruhrstadt und die Umgebung überschwappen.

 

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