Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Doppelpack Durkalic: Erster Saisonsieg für den WSC

Werner SC

Der Werner SC hat den ersten Saisonsieg eingefahren. Gefeierter Doppeltorschütze war Daniel Durkalic. Viel Glück war am Ende aber auch dabei.

Werne

, 02.09.2018
Doppelpack Durkalic: Erster Saisonsieg für den WSC

Jannik Prinz (M.) nahm es häufig mit gleich mehreren Gegner auf. © Dominik Gumprich

Dank Daniel Durkalics Doppelpack hat der Fußball-Landesligist Werner SC die ersten drei Punkte eingefahren. Mit 2:0 (2:0) hat der WSC im Lindert gegen Viktoria Heiden gewonnen.

Die Tore sind das eine. Das Glück das andere. Und davon hatte der Gastgeber eine gehörige Portion. Heiden vergab etliche Großchancen – zudem zeigte WSC-Keeper Sebastian Treppe seine Klasse und, dass er trotz Knieproblemen ein sicherer Rückhalt ist. Vielleicht hat ihn auch die Verpflichtung von Jungtalent Jorma Hoppe beflügelt, dessen Transfer von der Hammer SpVg II zum WSC am Freitag bekannt geworden war. „Ja, wir hatten diesmal das nötige Quäntchen Glück, was uns möglicherweise gegen Gemen und Altenberge gefehlt hat. Wir haben aber mutig nach vorne gespielt. Wille, Bereitschaft, Disziplin – alles war da“, sagte WSC-Trainer Lars Müller nach dem Spiel.

Mangelnde Kaltschnäuzigkeit

Zwei Dinge musste er aber kritisieren: „Wir müssen die Konter am Ende besser ausspielen und das dritte Tor machen“, so Müller. Das sollte jedoch keine Kritik an Jussef Saado sein, der in der 90. Minute einen Foulelfmeter verschossen hatte. Der eingewechselte Robin Przybilla war zuvor vom Heidener Keeper gelegt worden. Viel schlimmer als der Chancenwucher, war die Tatsache, dass der WSC in der Abwehr einfach nicht sattelfest genug steht. „Wir haben viel zu viele Chancen zugelassen. Da müssen wir die Räume noch enger machen, kompakter stehen. Und wir müssen Situationen klarer klären“, sagte Müller.

Den Ball einfach mal hinten rauszuhauen, hätte am Sonntag den WSC-Anhängern weniger Nerven gekostet. Allein Heidens Markus Seyer hatte drei hundertprozentige Chancen – immer wieder begünstigt durch Werner Unzulänglichkeiten. „Wir hatten ein deutliches Chancenplus über die gesamten 90 Minuten. Und auch mehr Spielanteile“, sagte Heidens Coach Thomas Benning, der zudem mit der Schiedsrichterin haderte: „Jeder Angriff von uns wurde durch ein Foul unterbrochen und sie hat nichts unternommen.“ Letztendlich waren es jedoch seine Spieler, die vorne die Tore nicht machten und hinten bei den Gegentoren überhaupt nicht auf der Höhe waren.

Nachlässigkeiten in Heidens Abwehr

WSC-Stürmer Daniel Durkalic profitierte von Heidens Nachlässigkeiten in der Abwehr. Bereits nach drei Minuten erzielte er das 1:0. Der Treffer war Erlösung und Weckruf zugleich. Werne wollet am vierten Spieltag unbedingt den ersten Dreier einfahren. Dementsprechend hoch war die Intensität, grob unsportlich wurde es nie. Auch bei Yannick Lachowicz‘ Verletzung nicht: Ein paar Minuten nach dem 1:0 trat ihm ein Heidener in die Hacken – ein handelsübliches Foul – doch blöderweise knickte Lachowicz dabei um. Er wurde sofort ausgewechselt und zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Erste Diagnose: Bänderriss.

Für ihn ins Spiel kam Dennis Seifert und damit auch ein anderes System. Aus der Dreierkette in der Abwehr wurde eine Viererkette mit Seifert als Linksverteidiger. Und Seifert machte ein gutes Spiel. Grätsche die Bälle im Sechzehner sauber ab und rettete beim Schuss von Heidens Timo Gremme mit dem Kopf auf der Linie. Das war Heidens vierte hundertprozentige Möglichkeit.

So blieben zum Schluss auch dank einer gehörigen Portion Glück die drei Punkte in Werne – und das ohne Gegentor. In der Tabelle haben Heiden und Werne, die schon im vergangenen Jahr beide um den Klassenerhalt gekämpft haben, quasi die Plätze getauscht. Werne steigert sich von Rang 15 auf elf, Heiden fällt von zehn auf 14.

Werner SC: Treppe - Stöver, Martinovic, Simon, Oh, Y. Lachowicz (17. Seifert), Prinz, Foroghi, Beckerling (73. Przybilla), Saado, Durkalic (85. C. Lachowicz)
Tore: 1:0, 2:0 beide Durkalic (3., 34.)