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Sportpolitik

Dorstens Sportausschuss billigt Sparpaket

DORSTEN Die Sparvorschläge der Verwaltung beschäftigten am Montag auch den Sportausschuss.

Dabei gab es noch punktuelle Änderungen, im Großen und Ganzen verlief die Sitzung aber praktisch genauso wie zuletzt schon die Info-Veranstaltung des Stadtsportverbandes (SSV) für die betroffenen Vereine: Die Ausschussmitglieder äußerten Bedenken, mahnten an, die Belastung der Clubs nicht zu übertreiben, zeigten aber letztlich Verständnis für die Sparzwänge und segneten den Maßnahmenkatalog bei nur einer Enthaltung einstimmig ab. Letztere kam von Heinz-Georg Schulz, seines Zeichens Vorsitzender des VfL Rot-Weiß Dorsten und als solcher von einem Sparvorschlag besonders betroffen: der Verdoppelung der Nutzungsgebühr für Sporthallen von 1 auf 2 Euro pro 45 Minuten. „Das bedeutet für den VfL 6000 statt 3000 Euro“, machte Schulz die Schwere der Auswirkung auf seinen Verein deutlich.

„Ich bin auch erstaunt, dass die Hallensportvereine etwa bei unserer Infoveranstaltung nicht lautstark protestiert haben“, erklärte SSV-Vorsitzender Helmut Winkler am Rande der Ausschusssitzung, meinte aber auch: „Jeder hatte Gelegenheit dazu.“ So aber machte das Acht-Punkte-Programm den nächsten Schritt bis zu seinem endgültigen Beschluss durch den Rat. Neben den Nutzungsgebühren für die Hallen stellt die Erstellung eines Sportbedarfsplans darin eine wichtige Rolle. „Wieviel Sportstätten brauchen wir wirklich?“ nannte Beigeordneter Gerd Baumeister die Grundfrage und gab schon eine Richtung vor: „Es wird, es muss weniger werden.“

Auch die Gründung eines Betriebs gewerblicher Art (BgA) für die Sporthallen will die Stadtverwaltung nun angehen. Die Probleme, die sie 2009 noch verhinderten – die fehlende Erhebung von Nutzungsgebühren und die zwangsläufige Ungleichstellung der Vereine bei einer Ausgleichszahlung durch die Stadt – seien gelöst: Die Nutzungsgebühr gibt es längst, die Ausgleichszahlung ist dafür schlichtweg gestrichen. Vor der BgA-Gründung müsse aber erst der Sportbedarfsplan erstellt werden, mahnte Kämmerer Hubert Große-Ruiken an. Grund: „Wenn einige Sportstätten nicht mehr gebraucht und verkauft würden, wäre der Erlös bei Bestand einer BgA steuerpflichtig.“

Ein wenig aufatmen dürfen nur die Fußballvereine und der Stadtsportverband. Die Zuschüsse für die Unterhaltung der Sportplätze wird von 13 000 nur auf 10 000 statt auf 9000 Euro jährlich gekürzt und die Streichung des Zuschusses für die Geschäftsstelle des SSV wurde in eine Kürzung von 7200 auf 5000 Euro umgewandelt. Keine Diskussionen gab es darüber hinaus beim Einsatz von 100 000 Euro Sportpauschal-Geldern für Instandhaltungsmaßnahmen des ZGM und die Aufgabe der maroden städtischen Bühnenelemente.Kommentar

 

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