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Rudern

Deutschland-Achter testet beim Weltcup in München für Olympia

DORTMUND Nach dem Verzicht des Deutschland-Achters rücken im Männer-Riemen-Bereich aus deutscher Sicht beim Heim-Weltcup in München automatisch der Vierer ohne Steuermann und der Zweier ohne Steuermann in den Blickpunkt.

Deutschland-Achter testet beim Weltcup in München für Olympia

Sebastian Schmidt, Urs Käufer, Toni Seifert und Gregor Hauffe (v.r.) müssen sich nach Platz fünf auf dem Rotsee noch einmal in München gegen einen zweiten Vierer beweisen.

Beim Vierer ohne Steuermann schickt der Deutsche Ruderverband wie zuletzt in Luzern zwei Boote ins Rennen. Hier muss sich die Mannschaft mit Sebastian Schmidt, Urs Käufer, Toni Seifert und Gregor Hauffe nach Platz fünf auf dem Rotsee noch einmal gegen einen zweiten Vierer beweisen. In diesem sitzen Florian Eichner, René Bertram, Andre Sieber und Philipp Naruhn, dessen Verletzung (Rippenbruch) auskuriert ist.

Das erste nationale Vierer-Duell haben Sebastian Schmidt, Urs Käufer, Toni Seifert und Gregor Hauffe für sich entschieden. Und auch am Freitag belegte Deutschland 1 Platz zwei hinter dem australischen Quartett und zog direkt ins Halbfinale (Samstag, ab 14.40 Uhr) ein. Deutschland 2 musste in den Hoffnungslauf, gewann den aber klar und zog ebenfalls ins Halbfinale ein. Das Finale am Sonntag ist um 11.21 Uhr. Im Zweier ohne Steuermann haben Felix Drahotta und Anton Braun in München die Chance auf den Gesamtweltcup in dieser Bootsklasse. Das Duo, das in Belgrad siegte und in Luzern den vierten Platz belegte, geht mit zwölf Punkten als Weltcup-Führende in den dritten und letzten Weltcup am Freitag. „Nach 300 Metern war das Rennen entschieden“, meinte ein etwas verärgerter Trainer Alexander Schmidt. Drahotta/ Braun hatten im Vorlauf früh die Franzosen wegziehen lassen.

Die Vorlaufsieger Chardin/Mortelette waren bei der ersten Zwischenzeit (500 m) schon um vier Sekunden enteilt. Am Ende belegten Drahotta/Braun Rang 4. Da von 15 Zweiern nur noch elf an den Start gingen und damit nur der Vorlaufsieger direkt das Finale erreichte, müssen Drahotta/Braun nun im Hoffnungslauf am Samstag einen besseren Tag erwischen. Nach der geschafften Olympia-Qualifikation steht nun die Generalprobe für Olympia in London an. Gut sechs Wochen, bevor es auf dem Dorney Lake so richtig zur Sache gehen wird, nutzen der Frauenachter und der Zweier ohne Steuerfrau beim Weltcup in München die Gelegenheit, sich selbst zu testen und die Konkurrenz in Augenschein zu nehmen. Sieben Frauenachter starten bei Olympia, sechs davon haben für München gemeldet: Kanada, die Niederlande, Rumänien, Großbritannien, Australien und eben Deutschland mit Daniela Schultze, Julia Lepke, Ronja Schütte, Kathrin Thiem, Ulrike Sennewald, Nadja Drygalla, Kathrin Marchand, Constanze Siering und Steuerfrau Laura Schwensen. Nur Olympiasieger und Weltmeister USA fehlt.

„Für uns geht es nach dem tollen Erfolg für die Mannschaft jetzt in München darum weiter zu schauen: Wen kann man schlagen, wer ist in Reichweite“, sagt Bereichstrainer Christian Viedt, der für London hofft: „Das Finale ist unser Ziel.“ Durch das Fehlen des Olympiafavoriten USA stehen die sechs gemeldeten Boote schon im Finale, das am Sonntag um 12.36 Uhr ausgefahren wird. Kerstin Hartmann und Marlene Sinnig treten im Zweier an. Durch die Nachqualifikation ist dem Duo ein großer Stein von den Schultern gefallen, das hat auch ihr Trainer Christian Viedt festgestellt: „Der Erfolg von Luzern hat zu einer positiven Entspannung geführt.“

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