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Wickede, Kirchhörde und Brackel

Drei Dortmunder Klubs stecken im Westfalenliga-Keller

Dortmund Drei Dortmunder Teams müssen wohl bis zum Schluss um den Klassenverbleib in der Westfalenliga zittern. Neben dem Kirchhörder SC und dem SV Brackel müssen Dortmunder Fußballfreunde nun auch noch um Westfalia Wickede bangen. Wir schätzen die Chancen des Trios im Abstiegskampf ein.

Drei Dortmunder Klubs stecken im Westfalenliga-Keller

Der Abstiegsstrudel macht den drei Dortmunder Westfalenligisten zu schaffen. Foto: Montage: Klose

Immerhin, Schlusslicht Viktoria Resse ist mit 14 Punkten Rückstand sehr weit abgeschlagen. Zwei weitere Teams aber könnte es treffen.


Das spricht für Westfalia Wickede im Abstiegskampf (11. Platz, 24 Spiele, 29 Punkte, 41:39 Tore): Die Mannschaft hat die individuelle Klasse und sie war immer da, wenn es wirklich um etwas ging. „Dazu kommt, dass Nils Dietz und Anil Konya wieder einsatzbereit sind“, berichtet Trainer Alexander Gocke. Zudem haben die Wickeder mit einem Auswärtsderby und einem Nachhol-Heimspiel gegen Resse die Chance, frühzeitig für ein sicheres Polster zu sorgen.

Das spricht gegen die Westfalia: Die Mannschaft ist auf den Abstiegskampf nicht vorbereitet. „Ich bitte um die Einschränkung auf einige Spieler“, schickt Gocke vorweg. Das heißt, diese haben wegen des bislang immer vorhandenen Polsters nicht begriffen, wie ernst die Situation ist. Der Coach will allen einimpfen, wie eng es ist und was er von den Jungs erwartet.

Das sagt Kapitän Anil Konya:

Drei Dortmunder Klubs stecken im Westfalenliga-Keller

Anil Konya (l.): „Wir sind, ohne große Angst zu haben, runtergetrudelt. Spätestens jetzt muss aber jeder wissen, dass wir voll im Abstiegskampf stecken. Und demjenigen, der es nicht wahrhaben will, bringe ich das entsprechend deutlich bei.“ Foto: Dan Laryea



Das spricht für den SV Brackel 06 im Abstiegskampf (14. Platz, 25 Spiele, 27 Punkte, 47:60 Tore): Das Restprogramm kann ihnen völlig egal sein. An guten Tagen halten sie gegen jeden Gegner mit. Mannschaft und Trainer haben offenbar das Problem erkannt, dass ohne defensive Ordnung noch viele weitere Gegentreffer zu den bereits 60 kommen. Stark ist die Offensive. „Und wir sind an die Situation gewöhnt und können notfalls auch am letzten Spieltag alles klarmachen“, sagt Trainer Jörg Lange.

Das spricht gegen Brackel: Die Defensive und der Trend! Die Abwehr bleibt trotz aller guten Vorsätze ein fragiles Gebilde. Das liegt auch daran, dass Lange ständig Umstellungen vornehmen muss. Zum Trend: Seit dem 2:7 in Hordel am 25. März hat der SV das Siegen verlernt und Selbstvertrauen verloren.

Das sagt Kapitän David Graudejus:

Drei Dortmunder Klubs stecken im Westfalenliga-Keller

David Graudejus: „Die Geschlossenheit ist da. Im Training geben die Jungs alles. Selbst Kleinigkeiten, wie zum Beispiel dass immer jemand einen Obstkorb mitbringen möchte, zeigen, dass wir zusammenhalten. Und wir können uns auf das Team um das Team verlassen.“ Foto: Dan Laryea



Das spricht für den Kirchhörder SC (15. Platz, 25 Spiele, 25 Punkte, 36:48 Tore): Die Nullnummer in Resse spricht gegen den eigentlich positiven Trend, mit dem der KSC hätte in dieser Kategorie klar punkten können. Lothar Huber glaubt aber, dass die Mannschaft es kann. Und das hat sie in den vorigen Wochen auch immer wieder bewiesen. Zudem kann Huber bereits im Derby gegen Wickede auf Sascha Rammel und Kai Gräfenkämper zurückgreifen.

Das spricht gegen Kirchhörde: Einige Totalausfälle. Lothar Huber war nach dem Spiel gegen Resse mächtig sauer auf seine Offensivabteilung. „Wenn du gegen einen solchen Gegner nur eine Torchance hast, sagt das einiges.“ Der KSC hat immer dann, wenn er den entscheidenden Schritt machen konnte, nicht überzeugt.

Das sagt Kapitän David Wawrzynczok:

Drei Dortmunder Klubs stecken im Westfalenliga-Keller

David Wawrzynczok (l.): „Wir haben uns in den vergangenen Monaten herangearbeit, aus einem Acht-Punkte-Rückstand einen Drei-Punkte-Rückstand gemacht. Gut, das Spiel in Resse war nicht gut, aber insgesamt haben wir uns stabilisiert.“ Foto: Dan Laryea

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