Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige

Rudern

Johannes Rentz: "Rio? Ist unvergleichlich!"

Dortmund Johannes Rentz strahlt. „Rio? Das war toll! Unvergleichlich“. Der 18-jährige Ruderer des RC Hansa hat seinen „großen“ Kollegen vom Team Deutschlandachter, die auf die Olympischen Spiele in der brasilianischen Metropole hinarbeiten, diese Erfahrung schon voraus. Und es war eine interessante Erfahrung.

Johannes Rentz: "Rio? Ist unvergleichlich!"

Johannes Rentz (vorne l.) war schon in Rio de Janeiro. Mit dem deutschen Junioren-Vierer um den Dortmunder Trainer Frank Flörke (M.), hier bei einem Besuch der weltberühmten Christus-Statue, gewann er bei Weltmeisterschaft 2015 Bronze.

Bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2015, die bei den Ruderern traditionsgemäß im vorolympischen Jahr als Testwettkampf auf der Original-Regattastrecke der Spiele ausgetragen wird, gewann Rentz mit dem deutschen Vierer die Bronzemedaille.

"Fäkalien im Wasser"

Berichte über die gesundheitsgefährdende Verschmutzung des Gewässers in einer mit dem offenen Meer verbundenen Lagune in Rio kann der junge Hanseat bestätigen. „Wir haben vorher Verhaltenstipps bekommen: Man sollte dort nicht baden gehen, sich nicht mit den nassen Händen durchs Gesicht fahren. Es sind halt jede Menge Fäkalien im Wasser, die bei starkem Seegang nach oben gespült werden“.

DORTMUND In 198 Tage beginnen die Olympischen Spiele in Rio. Für Eric Johannesen aus dem Team Deutschland-Achter wären es die zweiten Spiele. In London 2012 gewann er mit dem Deutschland-Achter Gold, auch aus Rio de Janeiro will er eine Medaille mitbringen – nach Möglichkeit wieder eine goldene. Dafür trainiert er in dem 23-köpfigen Team zurzeit im Trainingslager in Sabaudia.mehr...

Ein unappetitliches Thema, das die positiven Eindrücke von der sportbegeisterten Stadt aber nicht entscheidend trübte. Die Regattabahn sei trotz fallender Winde „relativ fair“, dort sei übrigens auch die Ruderabteilung des durch den Fußball bekannten Klubs Flamengo (Stadtteil von Rio) beheimatet.

"Rio bebt"

Begeistert berichtete der ehrgeizige Baroper, der gerade aufs Abitur zusteuert, von einer Stadtrundfahrt, dem Besuch der weltberühmten Christus-Statue („beeindruckend“), dem Hotel an der Copacabana („wunderschön“) und den für deutsche Verhältnisse doch recht plötzlichen Sonnenuntergang: „Wir waren im Training noch auf dem Wasser, innerhalb von zehn Minuten war es stockfinster.“ Und im Dunkeln, da verändere sich die Stadt komplett, dann „bebt Rio förmlich“.

DÜSSELDORF Mehr als 141.000 sportinteressierte Nordrhein-Westfalen haben online über ihre "NRW-Sportler des Jahres" abgestimmt, seit Freitag Abend stehen die Gewinner des Felix-Awards in sieben Kategorien fest. Erneut stark vertreten waren Leistungssportler aus Dortmund.mehr...

Weite Reisen sind für den 18-Jährigen übrigens nicht ungewöhnlich: Vor zwei Jahren folgte Johannes Rentz dem Ruf des Prince Albert College in der Nähe von Adelaide nach Australien, verstärkte als „big german boy“ – der Dortmunder ist 1,97 Meter groß und 96 Kilo schwer – die Ruderriege der Schule. „Der Aufenthalt in Australien hat mich nicht nur sprachlich weitergebracht, auch als Mensch. Während ich früher eher verbissen an die Dinge herangegangen bin, habe ich dort gelernt, etwas lockerer zu werden“.

Fokussiert und ehrgeizig

Dennoch wirkt der Hanseat, der 2014 mit dem deutschen Achter Junioren-Weltmeister geworden war, nicht nur in seinem Sport sehr fokussiert, sehr ehrgeizig. Das ist auch der „Wilo-Foundation“, der Stiftung des Dortmunder Ruder-Förderers Jochen Opländer, nicht entgangen, die Rentz in seinem ersten U23-Jahr als einer von dreien neu in das Stipendiums-Programm aufgenommen haben. „Das Stipendium ist für mich eine Auszeichnung und ein Ansporn, weiter Gas zu geben“, sagt Rentz, der neben dem Stipendium auch von der Sporthilfe unterstützt wird und die Förderung „gut gebrauchen kann.“

DORTMUND Bei Wind und Regen haben die Ruderer des Teams Deutschland-Achter mit der DRV-Langstrecken-Regatta den ersten Wettkampf der Olympia-Saison hinter sich gebracht. Auf dem Dortmund-Ems-Kanal siegten Maximilian Munski und Hannes Ocik nach 6000 harten Metern in 21:33 Minuten knapp vor Maximilian Planer und Felix Wimberger.mehr...

Durch die Förderung sollen die Talente sich voll auf das Rudern und ihre Ausbildung konzentrieren können. Gerade in einer Phase, in der die jungen Männer von der Schule in die Universität wechseln, ihr Umfeld verändern und das Trainingspensum immer weiter steigt, ist es nicht leicht, alles unter einen Hut zu bringen. „Die drei haben sich das durch gute Leistungen verdient und eine gute Perspektive. Das Stipendium soll ihren Weg erleichtern“, sagt U23-Trainer Peter Thiede, einstmals weltmeisterlicher Achter-Steuermann und heute Talenteformer am Dortmund-Ems-Kanal.

Sprung in den U23-Bereich

Für Johannes Rentz geht es ab sofort eine Leistungsklasse höher, und vor dem Sprung in den U23-Bereich hat Rentz Respekt: „Für mich geht es jetzt anfangs erst einmal darum, anzukommen. Das sind doch ganz andere Trainings-Umfänge, eine neue Intensität.“ Nie zuvor sei er 100 Minuten Rad am Stück gefahren, berichtet er grinsend. Dazu steht im Frühjahr das Abitur an der Martin-Luther-King-Gesamtschule in Dorstfeld an, da kommt dem ehrgeizigen Rudertalent die Förderung gerade recht: „Das ist schon eine große Erleichterung. Ich will ein gutes Abi machen und bei der U23-WM im kommenden Sommer möglichst im Achter sitzen.“

Ruder-Bundestrainer im Interview

Ralf Holtmeyer: "Andere haben uns kopiert"

DORTMUND Am Wochenende kocht in Dortmund wieder der Ems-Kanal. 88 Rudervereine aus ganz Deutschland haben ihre Kader-Athleten zur traditionellen Langstrecken-Regatta gemeldet, der zentralen Leistungsüberprüfung. Die Teilnahme ist Pflicht. Mittendrin mit aufmerksamem Blick: Bundestrainer Ralf Holtmeyer, der im vorolympischen Jahr besonders genau hinschaut. Petra Nachtigäller hat sich mit dem 59-Jährigen getroffen.mehr...

Es werde ein spannendes Jahr, ist er sich sicher. Ein Studium der Wirtschaftswissenschaften wolle er beginnen und sich als feste Größe im U 23-Bereich für Höheres empfehlen, werden, denn „Olympia, das ist mein größtes Ziel“.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Triathlon: Ironman auf Hawaii

Dettmar: "Ich komme wieder, stärker und schneller"

Dortmund/Hawaii Der Ironman auf Hawaii ist das Nonplusultra für Triathleten. Sabine Dettmar vom Team Nutrixxion nahm bei der Ausgabe 2017 teil und verbuchte einen Achtungserfolg. Nach ihrer Rückkehr von Hawaii sprach die 27-Jährige über den Wettkampf, ihre Vorbereitung, ihre kaum vorhandene Nervosität vor dem Start und ihre Ziele für 2018.mehr...

Basketball: 2. Regionalliga-Derby

SV Derne muss sich TVE Barop geschlagen geben

Dortmund In der 2. Basketball-Regionalliga trafen erstmals der SV Derne und der TVE Barop aufeinander. Das bessere Ende hatte der Aufsteiger aus Barop für sich. Während sich TVE-Coach Dariusz Domanski zufrieden mit der Leistung zeigte, machte SVD-Trainer Marius Graf gleich mehrere Gründe für die Zweite Saisonniederlage der Derner aus.mehr...

Amateurfußball

Stadtduelle in der Westfalen- und der Landesliga

DORTMUND Der FC Brünninghausen empfängt in der Oberliga die Hammer SpVg. Außerdem hat der Dortmunder an diesem Wochenende zwei Stadtduelle zu bieten. In der Westfalenliga spielt Westfalia Wickede gegen den Kirchhörder SC. In Kemminghausen bittet der VfL den Hombrucher SV zum Derby. Diese Partien gibt es live ab 14.45 Uhr.mehr...

Fußball: Landesliga 3

Martens Schiattarella sucht nach Leichtigkeit

DORTMUND Den Saisonauftakt haben sich Spieler und Trainer sicherlich anders vorgestellt. Und auch Außenstehende hätten Arminia Marten nach zehn Spieltagen wohl deutlich weiter oben in der Tabelle der Fußball-Landesliga platziert. Doch die Mannschaft von Trainer Giovanni Schiattarella muss sich nach gut einem Drittel der Saison mit Rang zwölf und ebenso vielen Punkten begnügen.mehr...

Amateurfußball

Hier gibt's alle Ansetzungen der Dortmunder Klubs

DORTMUND Die Saison läuft auf Hochtouren: Am Sonntag rollt bereits zum elften Mal in der Saison 2017/2018 in den Amateurligen der Ball. In unserer Übersicht finden Sie alle Ansetzungen der Dortmunder Mannschaften auf einen Blick - von der Ober- bis zur Bezirksliga.mehr...

Fußball: Westfalenliga 2

Wickeder Erleichterung nach 6:0-Sieg in Sinsen

DORTMUND Um vom geplatzten Knoten zu sprechen, sei es zu früh. Das erklärt jedenfalls Thomas Gerner, Trainer des Fußball-Westfalenligisten Westfalia Wickede. "Der Begriff Erleichterung beschreibt es besser." Immerhin haben die Wickeder einen Abstiegsplatz verlassen. Das 6:0 gegen den TuS Sinsen aus dem vorderen Tabellenmittelfeld aber verdient schon alleine wegen der Deutlichkeit einen genaueren Blick.mehr...