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Motorsport

Kai Schäder berichtet in Erlebnis-Buch von der Mongol Rallye

DORTMUND 18 000 Kilometer vor der Brust und ein 20 Jahre alter Ford Fiesta als Gefährt. Das ist der Ausgangspunkt für ein ganz besonderes Abenteuer, das Kai Schäder und Matthias Rau erlebt haben. In seinem jetzt erschienenen Buch „Durch den wilden Osten“ nimmt Schäder die Leser noch einmal mit auf diese spannende Reise.

Kai Schäder berichtet in Erlebnis-Buch von der Mongol Rallye

Mit diesem roten Fiesta ging es für Kai Schäder und Matthias Rau Richtung Mongolei.

Mit einem 20 Jahre alten Fahrzeug an der Mongol Rallye teilnehmen – eine unmögliche Vorstellung für viele. Doch nicht für Kai Schäder. Es sollte unbedingt dieser rote Ford Fiesta sein, der zwar alt war aber erst 36 000 Kilometer auf dem Tacho hatte.

„Auch mein erstes Auto war ein Ford Fiesta, das gleiche Modell nur in blau – und das war echt super“, sagt Schäder. Der Fahrlehrer spricht gar von einem Qualitätsprodukt. Deshalb wundert es Schäder offenbar nicht, dass er auf der langen Strecke nur eine echte Panne hatte. „Auf der Rückfahrt“, erzählt er, „mussten wir einen Reifen wechseln. Sonst war nichts.“ Nur bevor die abenteuerliche Fahrt überhaupt los ging, gab es Startschwierigkeiten. „Wir brauchten drei Anläufe für die Autobahnauffahrt, weil der Dachgepäckträger fast abgefallen ist“, erinnert sich der 34-Jährige, der auf seiner sechswöchigen Reise nur das Nötigste mitnahm: Einen Kompass, zwei Benzin-Kanister, ein Reserverad, eine italienische Kaffeemaschine und laut Schäder „ein bisschen Camping“. Das Ziel in 18 000 Kilometer ist entfernt, aber fest in den Augen der beiden Abenteurer.

Und das alles nicht nur des Abenteuers wegen, sondern für eine gute Sache. Denn an der Rallye dürfen nur Teams teilnehmen, die mit einem mindestens zehn Jahre alten Auto starten und mindestens 1000 britische Pfund (circa 1200 Euro) an wohltätige Organisationen und Kinder in der Mongolei spenden. Los geht es in Richtung Karahun-Wüste, Turkmenistan, Alborz und auf der alten Seidenstraße nach Ulaanbaatar, der Hauptstadt der Mongolei. „Jeder Kilometer war außergewöhnlich und jeder Ort hat sich gelohnt“, erinnert sich Schäder. Auch wenn er mit seinem Freund so viel erlebt und so viele Kulturen gesehen hat, bleibt dem Fahrlehrer eines besonders in Erinnerung. Die Freundlichkeit und Gastlichkeit der Menschen allerorts. Man habe sich nie wie Touristen gefühlt, sagt Schäder. Sehr beeindruckend seien auch die zwei Tage in der iranischen Hauptstadt Teheran gewesen. Am Ankunftsabend erlebten die beiden Deutschen Demonstrationen gegen die Präsidentschaftswahl mit. Da habe man aber keine Angst haben müssen, meint Schäder.

„Muffensausen“ habe er an einer anderen Stelle gehabt. Als sich das Duo von Usbekistan in der Dunkelheit auf die Suche nach der kirgischen Grenze gemacht hatten, stoppte es die Militärpatrouille. „Die russischen Polizeikontrollen sind schon ein wenig heikler“, sagt Schäder. Aber auch dafür gab es immer eine Lösung. „Entweder man muss sie auf Deutsch ansprechen, bis sie keine Lust mehr haben oder einfach auf arm machen oder über Fußball sprechen“, erklärt der Dortmunder, wobei ihn eine Tatsache überraschte: „Auf der ganzen Welt, im tiefsten Russland oder der Ukraine haben die Polizisten BVB-Spieler gekannt.“ In einigen Orten der Welt ist jetzt wohl auch ein Phänomen bekannt: Der rote Ford Fiesta. Dieser steht heute vor Schäders Haustür in Hörde. Denn das Ziel, die Mongolei, haben die Freunde nicht erreicht. Kurz zuvor zickte der Fiesta doch noch einmal. Die Antriebswelle machte schlapp und Bergfahrten waren damit nicht zu schaffen. So ging es wieder Richtung Heimat. Die Startgebühr spendete das Duo trotz verpasster Zieleinfahrt für wohltätige Zwecke. Nur die Spende des 20 Jahre alten roten Fiestas musste ausbleiben.


 


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