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Leichtathletik

Sprinterin Katharina Grompe jubelt über WM-Norm

DORTMUND „Barcelona, ich komme.“ Katharina Grompe (LG Olympia) jubelte überschwänglich. Bei der internationalen Kurpfalz-Gala in Mannheim erfüllte sie als Zweite über 100 Meter mit glänzenden 11,65 Sekunden die Anforderungen für die U 20-Weltmeisterschaften in Barcelona (10. bis 15. Juli) und stellte ihre persönliche Bestzeit ein.

Sprinterin Katharina Grompe jubelt über WM-Norm

Geht in Bielefeld gleich zweimal an den Start auf der Jagd nach der DM-Norm: Katharina Grompe.

„Damit hätte ich niemals gerechnet“, sprudelte es aus ihr heraus, und ihr Trainer Marcus Hoselmann ergänzte: „Nachdem wir zuletzt nur vorsichtig trainieren konnten, hätte ich ihr um die 11,80 Sekunden zugetraut, mehr aber nicht.“ Trotz eines nicht ganz optimalem Starts führte die 19-Jährige während der ersten 40 Meter, verkrampfte dann jedoch etwas und stürmte knapp hinter Ida Mayer aus Bisingen (11,57) vor der Australierin Monica Brennan (11,70) ins Ziel.

„Ich hatte den Kopf frei und habe mich nur auf das Laufen gefreut“, erklärte die LGOerin und sagte: „Diese Leistung gibt mir Selbstvertrauen für die nächsten Wettkämpfe.“ Dabei sah es am Freitag nicht danach aus, dass sie überhaupt starten könnte. Nach einem Lockerungstraining traten ihre alten Rückenbeschwerden wieder auf, und sie konnte sich kaum die Schuhe schnüren. „Aber die DLV-Physis haben sich rührend um mich gekümmert, so dass es mir rasch besser ging“, bedankt sie sich bei ihren Therapeuten. „Kathis schwache Rückenmuskulatur führt immer wieder zu den aufgetretenen Schwierigkeiten. Daran müssen wir nach dieser Saison unbedingt intensiv arbeiten“, beschreibt LG Olympia-Trainer Hoselmann die Probleme seines Schützlings und hebt hervor: „Hätten wir ohne Unterbrechungen durchtrainieren können, würden wir heute nicht über Barcelona sondern über die EM in Helsinki reden.“ Für die aussichtsreiche deutsche 4 x 100-Meter-Staffel wird Katharina nun auf Position 3 eingewechselt, doch musste das Quartett beim ersten Test noch den Niederländerinnen mit 45,35 um 7/100 den Vortritt lassen.

So glücklich Katharina Grompe am Samstag noch war, so betrübt war sie einen Tag später. „Ich hatte mich so auf die 200 Meter gefreut“, meinte sie. Der zweite Staffeltest über 4 x 100 Meter ging Sonntagmorgen völlig daneben. Auf die neue 100-Meter-Stärke von „Kathi“ hatte man sich im Training noch nicht ganz eingestellt. 100-Meter-Siegerin Ina Mayer sprintete an Position zwei und konnte die furios antretende Grompe nicht mehr einholen. Da wartet noch eine Menge Arbeit auf den Bundestrainer, denn das neu formierte deutsche Quartett ist vom im Vorjahr gelaufenen Europarekord (43,42) noch weit entfernt. Nachdem Katharina Grompe bereits vier Rennen in den Beinen hatte, zog sie mit Trainer Marcus Hoselmann die Reißleine und verzichtete auf den 200-Meter-Start. „Das Risiko einer schwereren Verletzung war einfach zu groß, und es war eine reine Vorsichtsmaßnahme. Kathi muss mit ihren Kräften haushalten“, sagte Hoselmann und erläuterte: „Zudem herrschte böiger Wind, und es bestand die Gefahr, dass eine schnelle Zeit nicht gewertet worden wäre. Dann wäre aller Einsatz umsonst gewesen.“

Für Katharina Grompe ist der 200-Meter-Zug nach Barcelona zur Weltmeisterschaft damit leider abgefahren. Schade, denn über diese Distanz hätte sie vermutlich die besseren Chancen besessen. Sie wird sich nun auf die 100 Meter und die Staffel konzentrieren und erst bei den deutschen Jugendmeisterschaften über ihre Lieblingsstrecke antreten. Dann hoffentlich ganz gesund.

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