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Voltigier-Bundestrainerin lobt Jannis Drewell

Wir fahren nach Dortmund, um den Titel zu verteidigen

Dortmund Jannis Drewell (26) zählt zur Pferdeakrobaten-Elite. 2017 gewinnt er in Dortmund den Weltcup. Bundestrainerin Ulla Ramge lobt im Doppel-Interview mit Moritz Mettge die Entwicklung des Güterslohers.

Wir fahren nach Dortmund, um den Titel zu verteidigen

Jannis Drewell mit seiner Trainerin und Mutter Simone. Foto: picture alliance / dpa

Jannis Drewell, erinnern Sie sich doch noch einmal an Ihren Triumph beim Signal-Iduna-Cup 2017, welche Emotionen weckt das in Ihnen?

Es war ein toller Moment und ein super Abschluss der Saison. Unheimlich schön, dass das im Team mit meiner Mutter und dem Diabolus geklappt hat. Das Turnier lief von Anfang bis Ende sauber durch. Es war großartig und eine laute Stimmung, als ich den Weltcup dann perfekt gemacht hatte und großer Jubel. Ich saß im Sand, meine Konkurrenten kamen zum Gratulieren.



Sie liegen im Weltcup auf Platz 2. Mit welchem Anspruch gehen Sie ins Weltcup-Finale in Dortmund?

Wir werden nach Dortmund fahren, um den Titel zu verteidigen. Das Problem wird nur sein, dass andere auch das Ziel vor Augen haben (lacht), und die auch gut sind. Es wird aber nicht leicht.



Was macht das Turnier in Dortmund besonders?

Drewell: Für mich ist es besonders, weil ich aus Nordrhein-Westfalen komme und so auch viele Bekannte mich bei einem Turnier begleiten können. Das macht unheimlich viel Spaß, wenn man aus dem Turnier herauskommt und dann sieht man ganz viele bekannte Gesichter von Familie und Freunden, die sich mitfreuen.

Ramge: Ich bin in Dortmund aufgewachsen. Ich war als Jugendliche immer in Dortmund beim Turnier in der Westfalenhalle, ich habe hier Reiten und Voltigieren gelernt. Es ist ein Stück eine Erinnerung an früher und für mich immer noch das tollste Turnier der Welt (lacht).



Herr Drewell, Sie haben im letzten Jahr den Gesamt-Weltcup gewonnen, bei der EM im sind sie Zweiter geworden. Wie zufrieden sind Sie mit ihrer Entwicklung?

Sehr zufrieden. Ich habe es geschafft, 2015 den Europameister-Titel in Aachen zu gewinnen und seitdem habe ich es geschafft, mich in der Weltspitze zu halten. Ich habe aber auch schwierige Momente gehabt.



Welche?

Nach dem Weltcup-Finale in Dortmund hatte ich mein erstes Turnier in Ermelo, was hervorragend gelaufen ist. Dann hatte ich mir eine Knie-Verletzung zugezogen, musste operiert werden. Die Europameisterschaft ist ungünstig gestartet, die Routine fehlte im Wettkampf. Dann habe ich die Aufholjagd hingelegt und mich noch bis zur Silbermedaille hochgearbeitet

Frau Ramge, was sagen Sie zu Jannis‘ Entwicklung?

Er ist ein Perfektionist. Der richtige Durchbruch kam erst, als er auch mal gelernt hat, dass kein Wettkampf wie der andere ist. Dass oft auch gut reicht, um zu gewinnen. Perfektionismus ist bis zu einem gewissen Grad wichtig und hilfreich, aber es kann einem auch im Weg stehen. Es war eine Sache bei ihm im Kopf (lacht). Als diese Barriere weg war, hat er das Siegen gelernt.



Herr Drewell, Sie sind 2015 in die Sportfördergruppe der Bundeswehr aufgenommen worden.

Das hat mir einen unheimlichen Schub gegeben, seitdem kann ich mich hundertprozentig auf mein Training konzentrieren und muss das nicht mehr nachts neben einer 40-Stunden-Arbeitswoche machen. Das war einer der entscheidendsten Faktoren, wieso es diesen enormen Leistungsschub bei mir gab.“



Wie sieht das Training eines Voltigierers aus?

Das handhabt jeder unterschiedlich. 30 Prozent meines Trainings findet auf den Pferden statt – mittlerweile sind es vier an der Zahl, auf denen ich trainiere. Es ist viel Kraft- und Koordinationstraining. Trockenübungen auf der Matte oder Choreografietraining. Wir machen Übungen auf Holzpferden, die mittlerweile auch elektrisch sind und den Galopp ein wenig simulieren. Auf denen spielen wir unzählige Male die Kür durch.



Voltigieren hat im Pferdesport in der Zuschauergunst mit Dressur und Springen große Konkurrenz. Wie sehen Sie den Sport in unserem Land aufgestellt?

Ramge: Es kehrt sich langsam um (lacht). Das Publikum möchte Abwechslung, der Zeitgeist ist nicht mehr so, dass die Leute sich vier Stunden Springen oder Dressur anschauen wollen. Das Voltigieren lockert Events auf.

Drewell: „Stimmung können die Voltigierer (lacht).



Was macht für Sie selbst den Reiz am Voltigieren aus?

Drewell: Das Voltigieren bringt so viele Facetten mit. Es ist zum Teil der Pferdesport, dann der athletische und der choreografische Teil – man erzählt dem Publikum eine Geschichte. Dieser Moment, nach einer gelungenen Kür zu landen, das Publikum geht von totaler Stille in die Höhe, ist einfach wunderbar.

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