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Bezirksliga: Saisonrückblick

ETuS/DJK öffnete kurz vor knapp den Fallschirm

SCHWERTE Noch am viertletzten Spieltag hätte der ETuS/DJK Schwerte bereits in die Kreisliga A absteigen können. Doch dann wirkte André Haberschuss‘ Neun-Punkte-Plan – und eine filmreife Saison endete mit einem Happy End. Hier ein Saisonrückblick. Zudem gibt es Personalien zu vermelden.

ETuS/DJK öffnete kurz vor knapp den Fallschirm

Eigentlich schon am Boden, hat sich der ETuS/DJK in der Endphase noch einmal aufgerafft und den lange weit entfernten Klassenerhalt geschafft. Vito Chiarella (liegend) kann den Bezirksliga-Aufwand zur neuen Saison nicht mehr stemmen.

Steven Spielberg hätte Gefallen gefunden an dem Skript, das eine kleine Amateurmannschaft aus Schwerte-Ost geschrieben hat. Tragödien, Katastrophen, ein Drama in 30 Akten – und am Ende doch ein versöhnliches Ende. Weil der ETuS/DJK Sekunden vor dem Sturz in die Kreisliga seinen Fallschirm öffnete, bleibt er auch 2015/16 Bezirksligist.  

Auch Trainer Haberschuss wählt in der Retrospektive den Begriff Katastrophe mehr als einmal. Doch die bahnte sich recht früh an. Zu Beginn der Saison verletzten sich fast zeitgleich elementare Spieler, und fast alle fehlten monatelang. Mit Arslan, Aktas, Jürgensen, Söpper, Cicek und Felgner fehlte eine halbe Bezirksliga-Mannschaft – zu lange.

Denn diesen personellen Rückschlag konnte der restliche ETuS/DJK-Kader nicht auffangen. „Alles“, sagt Haberschuss, „was wir in der Vorbereitung geübt haben, konnten wir nicht umsetzen.“ Der Abwärtstrend begann bereits in der Hinrunde, die der ETuS/DJK aber noch passabel auf Platz neun beendete.

SCHWERTE Sogar ETuS/DJK-Vorsitzender Hans Haberschuss schickte am Sonntagabend extra einen XXL-Dank aus seinem Türkeiurlaub. Adressiert an Dennis Frohn. Er wurde zum absoluten Garant für den Klassenerhalt, den der ETuS/DJK mit dem 4:0 gegen den VfK Iserlohn eintütete.mehr...

Doch dann dramatisierte sich die Situation. Die Bilanz aus den ersten sechs Rückrundenspielen: fünf Niederlagen, ein Remis. Das Haberschuss-Team taumelte im Tempo der Abstiegszone entgegen. Vor allem zu diesem Zeitpunkt, gesteht Haberschuss, habe er zwar stets viel überdacht, einen Rücktritt schloss er aber aus.

„Der Fehler lag nicht beim Team oder bei mir, sondern eben am Verletzungspech“, sagt er. Also schöpfte er neue Pläne. Er rekrutierte seinen Tore-Automaten Dennis Frohn, in der Endphase kehrte auch Tobias Felgner zurück. Als sich die Lage vollends zuspitzte, prophezeite Haberschuss seinem Team: Bei drei Siegen aus den letzten drei Spielen spielt ihr auch in der nächsten Saison in der Bezirksliga.

Der ETuS/DJK tat es. Der Neun-Punkte-Schlussspurt katapultierte ihn vom Abstiegs- auf den 13. Platz. „Und da“, erkennt Haberschuss Positivfolgen, „bin ich auch ein Stück weit stolz. Wenn du aus so etwas raus kommst, bringt dich das als Team nach vorne.“

In einen professionellen Physio- und Ärztestab wolle er übrigens nicht investieren, erklärt Haberschuss scherzend. Viel mehr hofft er, dass sich so ein Pech nicht nochmal wiederholt. Immerhin: Sukzessive rehabilitieren sich die Dauerverletzten. Und sie sollen dann dafür sorgen, dass der ETuS/DJK in der nächsten Spielzeit dort angreift, wo er es zuletzt schon gerne machen wollte. Es gäbe dann zumindest auch neues Drehbuchmaterial – vielleicht aber eher für Schnulzen- als für Katastrophenliebhaber. 

PERSONALIEN


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