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Ein Drittel der Hinrunde ist gespielt: Die fünf Teams nach Spieltag fünf

Fußball-Bezirksliga

Jörg Silberbach sieht sich zu negativ beurteilt, Dieter Iske lobt sein Team, Marcel dos Santos hat eine Alternative mehr, Thomas Wotzlawski hält Ball flach und André Haberschuss sieht sich bestätigt.

Schwerte

, 10.09.2018
Ein Drittel der Hinrunde ist gespielt: Die fünf Teams nach Spieltag fünf

Der SC Hennen, hier mit Faouzi Mokhtari, streckte sich vergeblich. Am Ende gewann der SC Berchum/Garenfeld das Lokalduell mit 4:3. © Bernd Paulitschke

Eine gewisse Enttäuschung, dass es nicht zum erhofften Heimsieg gereicht hat, wollte und konnte Jörg Silberbach, Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Schwerte, am Tag nach dem 0:0 gegen Blau-Weiß Voerde nicht leugnen. Doch in unserer Berichterstattung fand Silberbach die Leistung seiner Mannschaft zu negativ beurteilt. „Von Standfußball zu schreiben, das ist nicht in Ordnung. Okay, wir haben uns kaum Torchancen herausgespielt und hätten uns im vorderen Bereich sicherlich besser freilaufen müssen. Aber es gehört auch immer ein Gegner dazu. Voerde hat sehr gut verteidigt. Und wenn Mannschaften diszipliniert auftreten und gut gestaffelt stehen, dann ist so ein Spiel für die Zuschauer nicht immer schön anzusehen“, so Silberbach.

Sieben Punkte hinter Hagen 11

Fakt ist aber auch: Vor dem Gastspiel beim Tabellenführer SpVg Hagen 11 ist der Rückstand der Blau-Weißen auf sieben Punkte angewachsen, allerdings bei einem Spiel weniger.

Überholt worden in der Tabelle ist der VfL vom SC Berchum/Garenfeld, der mit dem 4:3-Erfolg gegen den SC Hennen einmal mehr seine Offensivstärke unter Beweis stellte. Und nicht nur das, wie Trainer Dieter Iske meint: „Wenn ich das Gesamtpaket betrachte, war das unsere beste Saisonleistung.“ Neben der fußballerischen Komponente lobte Iske die gute Moral und die konditionelle Verfassung seiner Schützlinge: „Zweimal nach einem Rückstand so zurückzukommen, spricht für unsere mentale Stärke. Und wir haben hinten raus nochmal den Turbo gezündet, die Jungs sind topfit“, sagt Iske – so spricht ein Trainer, der mit seiner Mannschaft zufrieden ist.

„In Garenfeld werden noch andere Teams verlieren“

Und der Verlierer des Lokalduells? Auch Hennens Marcel dos Santos bescheinigte seiner Mannschaft eine gute Leistung. „Berchum/Garenfeld hatte das glücklichere Ende für sich. Aber hier werden noch viele andere Mannschaften verlieren“, meint der „Zebra“-Coach.

Mit Jan Loos präsentierten die Hennener überraschend einen Rückkehrer in der Startformation. „Sein Studium ist in der Endphase. Jan hat jetzt wieder mehr Zeit zum Trainieren und ist wieder dabei“, berichtet der Coach, der sich über die zusätzliche Alternative freut.

Sieben Tore wie in Garenfeld fielen am Sonntagabend auch am Buschkampweg – allerdings viel einseitiger verteilt. Denn mit dem 7:0-Erfolg gegen den ASSV Letmathe holte der Geisecker SV seine ersten drei Saisonpunkte – in einer Art und Weise, mit der Trainer Thomas Wotzlawski sehr zufrieden war. „Ich hatte ja schon vorher gesagt, dass ich das Gefühl habe, dass wir einiges an Rückständen aufgeholt haben. Das haben wir dann auch von der ersten Minute an gezeigt. Wir haben uns richtig freigespielt“, meinte der Trainer.

Schwacher Geisecker Gegner

In die Karten spielte den „Kleeblättern“ ein schwacher Gegner, der sich Mitte der zweiten Halbzeit mit zwei Roten Karten selbst noch schwächte. So war Wotzlawski bei aller Zufriedenheit weit davon entfernt, in Euphorie zu verfallen. „Wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Letmathe zählt in dieser Verfassung sicherlich nicht zu den Titelanwärtern.“

Hinter Letmathe ist in der Tabelle nur noch der SSV Kalthof zu finden, bei dem der ETuS/DJK Schwerte zu einem schmucklosen 2:0-Erfolg kam. Nach dem zweiten Sieg hintereinander darf sich ETuS/DJK-Trainer André Haberschuss bestätigt fühlen. „Ich habe doch gesagt, dass die Saison am vierten, fünften Spieltag für uns erst richtig anfängt“, so der Coach der „Östlichen“.

Fußball aus der Feinkostabteilung zauberte sein Team nicht auf den Kalthofer Kunstrasen, aber dafür gibt es laut Haberschuss eine plausible Erklärung: „Wir trainieren zurzeit sehr hart. Möglicherweise ist der eine oder andere Spieler in einem körperlichen Loch. Aber die Mannschaft glaubt jetzt wieder an sich – und dann gewinnst du auch solche Spiele, in denen längst nicht alles Gold ist, was glänzt.“

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