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Handball-EM in Polen

Ein Schwerter zieht im Hintergrund die Fäden

DORTMUND Selbst wenn der Schwerter Dominic Pütz wollte: Das Halbfinale bei der EM in Polen kann er nicht live vor Ort sehen. Er ist im Dauereinsatz für den Deutschen Handball-Bund (DHB), organisiert mit den Kollegen von Dortmund aus bereits die Rückkehr des Teams. Je erfolgreicher die Deutschen, desto mehr Stress erwartet Pütz, der die arbeitsreichen Tage genießt.

Ein Schwerter zieht im Hintergrund die Fäden

Dominic Pütz (3. v. l.) organisierte nicht nur Tickets und Shirts für 350 deutsche Fans, sondern war in Breslau auch selber einer von ihnen.

Den Sensationssieg gegen Dänemark am Mittwoch hat Pütz mit 30 Kollegen am Phönixsee geguckt. Ein eigenes kleines Public Viewing mit Mitarbeitern des DHB, der seinen Sitz in Dortmund hat. Dezibelstark hat Pütz mitgefiebert - und am Ende laut gejubelt. "Wir sind als Mitarbeiter emotional involviert und haben das so nicht erwartet", gibt er zu.

Seit einem Jahr arbeitet der Schwerter für den DHB und ist für die Organisation der deutschen Länderspiele verantwortlich. Und damit zum Beispiel dafür, dass die Banden richtig positioniert und die Hymnen zum richtigen Zeitpunkt abgespielt werden. Und wenn das Team zu lange in der Kabine ist, erinnert Pütz es daran rechtzeitig aufs Feld zu kommen.

Zusätzlich kümmert sich der 28-Jährige um den Fanclub der Handball-Nationalmannschaft. Zur Vorrunde organisierte Pütz eine Fanreise nach Breslau, dem Vorrunden-Spielort der Deutschen. Und auch hier war er im 100-Prozent-Einsatz. Zwar hatte er mit der Planung der Spiele nichts zu tun (bei der EM ist das Verbandssache), dafür erstellte er ein Ersatzprogramm.

Dazu gehörte auch ein gemeinsames Essen mit den Fans und dem deutschen Teammanager Oliver Roggisch, mit dem er ohnehin engen Kontakt hatte und im Teamhotel viel abklären musste. Für jedes Vorrundenspiel holte er gebündelt 350 Karten für deutsche Fans ab. Damit die auch optisch wahrgenommen wurden, kümmerte er sich zusätzlich um 350 weiße T-Shirts.

Nah am Team dran

Pütz begleitete das junge deutsche Team über das vergangene Jahr. Er ist nah dran, kennt die meisten Spieler, die meisten kennen ihn. Die Leistung überrascht ihn nicht: "Das liegt am Trainer, der überragend und fokussiert arbeitet. Das Team ist jung und hungrig, wird immer besser." Mit dem Halbfinaleinzug haben sich seine Arbeitstage per se verlängert. "Was Besseres gibt es aber gerade nicht", sagt er mitfiebernd.

Pütz und seine Kollegen merken die positiven Nachwirkungen der vergangenen Siege und bereiten aktuell den Empfang der Mannschaft in Deutschland vor, beantworten Ticketanfragen und versorgen Fans mit Informationen. Und das Spiel gegen Norwegen? Da gibt es wieder das kleine Public Viewing. "Nach dem Spiel am Mittwoch ist alles drin", betont Pütz. Und wenn die Deutschen die nächste Sensation schaffen, weiß Dominic Pütz auch, dass ihm gewiss ein stressiges und arbeitsreiches Wochenende bevorsteht. Er hofft darauf.

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