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Ein Trainer, der seit elf Jahren nicht gewonnen hat

Auf der Außenbahn

Ein Trainer, der seit elf Jahren nicht gewonnen hat. Ein Fußballer, der unserem Mitarbeiter fast immer über den Weg läuft. Und ein Kurzzeit-Coach, der nun wirklich nichts beschönigen will. Sie alle sind heute die Hauptdarsteller in unserer Rubrik "Auf der Außenbahn".

von Von Jürgen Weiß

, 30.08.2010

Trainer des SV Wacker Obercastrop, hatte beim Spiel gegen Eintracht Datteln (1:1) nur wenig zu lachen. Dabei konnte man sein Mienenspiel nur wenig beobachten, weil er auf Grund des Dauerregens die Kapuze seiner Regenjacke tief in die Stirn gezogen hatte. Nur zweimal lüftete er in den ersten 45 Minuten sein Gesichtsversteck. Zunächst konnte er das Führungstor von Björn Brinkmann bejubeln, dann lockte ihn eine junge Losverkäuferin aus der Reserve. Nachdem sich sein Co-Trainer Andreas Drescher seine Wunschzahlen aus dem Nummernblock abreißen ließ, war Esser die Reihenfolge egal: "Ich bin hier seit elf Jahren und habe bei der Verlosung noch nie gewonnen."

Fußballer beim A-Kreisligisten SV Yeni Genclik, ist allgegenwärtig. Nach langwieriger Knieverletzung, die sich Doering beim Kreispokal-Endspiel mit Wacker Obercastrop gegen den DSC Wanne zugezogen hatte, einigen Operationen und Reha-Maßnahmen, feierte er sein Wiedersehen mit einem Tor bei der Stadtmeisterschaft. Damit nicht genug. Gesehen und geplauscht wurde wenig später bei einem Castrop-Rauxeler Baustoffhändler. Dann kam es ein paar Tage später zu einem zufälligen Treff in einem Herner Lebensmittelgeschäft. Dort kaufte der sich weiterhin mit Knieproblemen herumplagende Mittelfeldspieler ein - für ein Frühstück mit Teamkollege Steve Suthoff.

eigentlich Torwarttrainer beim SuS Merklinde, vertrat zwei Spieltage lang Urlauber Martin Broll, an der Seitenlinie des Fußball-Bezirkligisten. Und sparte nicht mit negativer Kritik an seinem Team. Während man gewohnt ist, dass sich selbst die Betreuer bis hinunter zur untersten Klasse immer noch ein lobendes Wort trotz auch höchster Niederlagen herausdrücken, war das bei Musielak nach dem 1:2 gegen Huckarde ganz anders. Der bekennende Fan von Borussia Dortmund (sein Spitzname lautet nicht von ungefähr nach dem bekannten ehemaligen Flügelflitzer "Huber") konstertierte: "Das war das schlechteste Spiel, das ich je gesehen habe."

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