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Ein "neuer" Heiko Sulzbacher greift an

Sportlerporträt

LÜNEN Ein neuer Heiko Sulzbacher will mit dem Landesligisten Teutonia Waltrop seinen dritten Sieg beim 26. Brinkhoff's No. 1-Cup feiern. 2007 und 2008 sicherte der Trainer des Nachbarn sich bereits den Sieg in der Glückauf-Arena. Doch nun geht er erstmals als Ehemann ins Turnier. Ein Porträt.

von Von Christine Horn und Marco Winkler

, 03.08.2010
Ein "neuer" Heiko Sulzbacher greift an

Heiko Sulzbacher und ganz entspannt mit seiner Frau Natascha Bach am Strand von Norderney.

Gut drei Wochen ist es her, dass Sulzbacher seiner Natascha das Ja-Wort gab. Voller Begeisterung spricht er über die Hochzeit.  Der gebürtige Dattelner war sechs Jahre alt, als er mit dem Fußball anfängt. Gerne blickt er auch auf seine Zeit beim VfB Waltrop zurück. "Wenn die Erste spielte, saß ich dort mit 2500 Leuten auf der Tribüne. Das war schon eine Top-Adresse damals."

In seiner Laufbahn arbeitete er sich hoch und machte sich als solider Arbeiter einen guten Namen. In Erkenschwick und in Sölde spielte er jeweils in der dritthöchsten deutschen Liga. "Ich musste mir mit dem Fußball mein Studium finanzieren", erklärt er. Auf insgesamt zwölf Stationen kommt er im Laufe seiner aktiven Karriere. Ein Großteil seiner Spieler aus dem aktuellen Kader wiederum spielen seit gefühlten Jahrzehnten bei den Teutonen. "Man entwickelt sich nur weiter, wenn man viele Stationen und damit die Arbeit vieler Trainer kennen lernt. Ein Spieler wie Michael Breuer hätte es fußballerisch sicherlich weiter gebracht, wenn er eines der höherklassigen Angebote genutzt hätte. Auf der anderen Seite ist es für den Verein Teutonia natürlich toll, wenn so ein Spieler bleibt", stellt Sulzbacher klar. Genauso eine treue Seele ist er als Trainer geworden.

Alles begann mit der Trennung der Waltroper von Erwin Häming. "Ein Super-Trainer, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Aber er hätte anders mit den Jungs umgehen müssen", stellt Sulzbacher rückblickend fest.

Deutlich jünger als sein Vorgäner ist es für Sulzbacher wichtig, ein Gespür dafür zu entwickeln, warum ein Spieler schlecht spielt oder nicht gut drauf ist. "Denn schließlich verbringen wir sehr viel Zeit miteinander." Einiges hat sich zwischen Sulzbachers aktiver Zeit und der jetzigen verändert. "Ich habe immer Geld bekommen - anders als meine Spieler heute. Es ist 'nur' ein Hobby. Und wenn ein Spieler während der Saison nach New York fliegt, habe ich Verständnis dafür."

Neben seiner Tätigkeit als Trainer ist er als Personalreferent bei Thyssen in Duisburg beschäftigt. "So komme ich auf 2000 km im Monat", so der Inhaber der Trainer-B-Lizenz In der neuen Saison strebt er nach dem unglücklichen Abstieg einen Platz im oberen Drittel an. Ein guter Auftakt wäre sicher ein gutes Turnier in Brambauer.

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