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Ein verletzter Matchwinner

SCHWERTE Der Fußball schreibt immer neue Geschichten - am Sonntagnachmittag auf der Viktor-Hötter-Kampfbahn in Schwerte-Ost entstand eine solche Story. Hauptdarsteller: Marc Braier.

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Marc Braier kassiert Gelb fürs Trikot-Ausziehen. Ihm mag es egal gewesen sein. Er freute sich eben über seinen Treffer so kurz vor Schluss - den entscheidenden.

Wochenlang war der 30-jährige Abwehrrecke des ETuS/DJK Schwerte mit einer Knieverletzung außer Gefecht. Diagnose: Knorpelschaden - Operation unumgänglich. Und dann dieses Comeback: 90 Minuten hatte Braier schon zuvor für die "Zweite" absolviert und wurde dann in der turbulenten Schlussphase des Prestigeduells gegen den SV Geisecke für die letzten fünf Minuten als Joker gebracht. Bekanntlich mit Erfolg, denn in letzter Minute brachte Braier den 3:2-Erfolg der "Östlichen" unter Dach und Fach. Aber wie kam es denn überhaupt, dass Braier plötzlich wieder fit war? Das Wort von der Wunderheilung machte bei Mitspielern und Trainer Brockhaus schon die Runde, als Braier letzte Woche das Trainingsprogramm absolvierte. "Klar, das durfte ich mir alles anhören. Aber es ist nach wie vor Stand der Dinge, dass ich verletzt bin. Um eine Operation werde ich nicht herumkommen", erklärt Braier. Doch Medikamente und ein von Physiotherapeut Tim Tschorn angelegter Tape-Verband machen einen Einsatz möglich.Das Skalpell wartet bis zur Winterpause Vier Wochen wolle er noch auf die Zähne beißen, ehe er sich zu Beginn der Winterpause unters Messer begeben werde, so Braier. Dass er kurz vor dem Abpfiff nochmal so frei zum Schuss kommen durfte, verwunderte den neutralen Beobachter. "Da haben wir in der Abwehr die Ordnung verloren", musste der Geisecker Spielertrainer Mario Schad eingestehen.  Dabei hatten die "Kleeblätter" doch nur wenige Minuten vorher schon eine richtig heikle Situation überstanden, als Torjäger Dennis Frohn eine "Tausendprozentige" aus nächster Nähe vergeben hatte. Schad selbst hätte gern für mehr Stabilität im Geisecker Defensivbereich gesorgt, doch musste der Spielertrainer kurz nach dem Seitenwechsel angeschlagen vom Feld - vielleicht auch ein Grund, warum es für die "Kleeblätter" letztlich nicht zu etwas Zählbarem reichte.

"Der Fluch ist besiegt"

So aber endete in einem schlussendlich doch sehr unterhaltsamen Derby die "schwarze Serie" des ETuS/DJK gegen Geisecke. Ein Anhänger der "Östlichen" brachte es auf den Punkt: "Der Fluch ist besiegt."

In Geisecke dagegen nahm man die erste Niederlage gegen den Nachbarn relativ gelassen - bei allem verständlichen Ärger darüber, letztlich doch sehr unglücklich verloren zu haben, relativ gelassen. Mario Schad jedenfalls verbreitete keineswegs Untergangsstimmung - warum auch, schließlich hatten sich auch die Geisecker beileibe nicht schlecht präsentiert.

  

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