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Eintracht-Trainer: "Müssen uns cleverer anstellen"

Fußball: Kreisliga

Am Sonntag setzte es für den Fußball-Kreisligisten Eintracht Werne eine bittere 3:5-Niederlage gegen den Mitaufstiegskandidaten Bönen. Im Interview erklärt Wernes Trainer Jörg Fiebig, wie sehr ihn diese auch am Mittwoch noch ärgerte und wie groß der Druck vor dem Duell gegen Tabellenführer BV Hamm am Wochenende ist.

WERNE

, 12.10.2016
Eintracht-Trainer: "Müssen uns cleverer anstellen"

Jörg Fiebig, Trainer von Eintracht Werne, fordert von seiner Mannschaft ein besseres Defensivverhalten.

Sitzt der Frust über die erste Saisonniederlage noch tief?

Ja, vor allem, weil wir über all das gesprochen haben, wie Bönen spielen wird – und dass sie sich weit zurückziehen werden. So haben sie im vergangenen Jahr schon gegen uns gespielt. Da sind wir auch schon in Konter gelaufen. Am Sonntag haben wir die ersten 20 Minuten gut angefangen und führten verdient mit 1:0. Da sah es noch gar nicht danach aus, dass wir das Spiel aus der Hand geben werden.

Wie war die Stimmung in der Mannschaft?

Es waren alle geknickt. Keiner hat in der Kabine etwas gesagt, alle waren unzufrieden damit, wie man das Spiel verloren hat.

Was bedeutet das mit Blick auf die Tabellensituation?

Wir müssen jetzt Gas geben, die drei Punkte gegen den BV Hamm holen und dann gucken, was die anderen da oben machen. Das kann ruckzuck gehen, dass man mit der Spitze auf einmal wieder punktgleich ist, oder nur wenige Punkte dahinter ist. Im Oktober spielen alle von oben noch gegeneinander.

Sie bemängelten die schwache Einstellung in der Defensive ...

Wenn man nicht positionstreu und disziplinlos spielt, dann haben wir da oben auch nichts verloren. Wir müssen uns einfach cleverer anstellen. Entscheidend ist, wie wir uns defensiv verhalten. Die Defensive muss gestärkt werden. In den Spitzenspielen dürfen wir keinen Hurra-Fußball spielen und dann in die Konter laufen.

Mit 31 erzielten Treffen läuft es in der Offensive ja ganz gut ...

Vorne haben wir viele Möglichkeiten. Da machen wir immer unsere Tore. Erkan Baslarli ist der herausragende Torschütze. Aber wir haben auch noch genug andere Spieler, die Tore schießen. Viele Mannschaften konzentrieren sich jetzt auf Erkan, dadurch entstehen Räume für andere Spieler.

Wie groß ist der Druck vor dem Spiel gegen den Tabellenführer aus Hamm?

Wenn wir gegen Bönen einen Dreier geholt hätten, hätte auch ein Punkt in Hamm gereicht. Wir haben vor der Saison gesagt, wir wollen um den Aufstieg mitspielen. Dadurch haben wir jede Woche Druck. Hamm ist offensiv gut und will das Spiel gestalten. Wir müssen die Räume nutzen, die sich dadurch ergeben.

Auf Coskun Hizarci müssen Sie nach seiner Roten Karte gegen Bönen verzichten ...

Den Ausfall können wir kompensieren. Denn mit Matthias Schynol kommt ein guter Abwehrspieler zurück. Der hat uns mit seinem Zweikampfverhalten und seiner Schnelligkeit gegen die Konter am letzten Wochenende gefehlt. Auch Andreas Matula ist wieder dabei.

Kann die Eintracht langfristig um den Aufstieg mitspielen?

Wenn wir jetzt die drei Punkte in Hamm holen sollten, gibt das einen positiven Schub für die Mannschaft. Wenn wir da aber auch verlieren sollten, dann brauchen wir nicht auf die Tabelle schauen. Dann sind wir acht Punkte dahinter, das ist ein verdammtes Brett. Das könnte dann vielleicht eine Vorentscheidung sein. 

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