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Eintracht will Abstand verkürzen - die Vorschau

Fußball: Kreisliga

Am Freitagabend stand Torschuss-Training auf dem Programm. Denn mit einem Sieg gegen Union Lüdinghausen will Eintracht Werne den Rückstand auf Tabellenführer SuS Olfen verkürzen. Der SV Stockum reist nach Cappenberg, und Herberns Zweite empfängt Davaria Davensberg - alle Kreisliga-Spiele in der Vorschau.

KREISGEBIET

, 14.11.2014
Eintracht will Abstand verkürzen - die Vorschau

Sitzen in der kommenden Saison - falls nicht doch der Aufstieg gelingt - im Kreis Unna/Hamm auf der Bank: Eintracht-Werne-Coach Muris Mujkanovic (l.) und seine Spieler kennen diesen Kreis sehr gut.

Der SC Capelle steht vor einem ganz wichtigen Duell. Die Capeller sind am Sonntag beim direkten Tabellennachbarn TuS Ascheberg II zu Gast. Mit einem Sieg könnten sich die Kicker von der Gorfeldstraße Luft im Abstiegskampf verschaffen und erstmals die Abstiegsregion verlassen. SCC-Coach Martin Ritz weiß um die Wichtigkeit der Aufgabe. „Wir wollen jetzt den nächsten Schritt machen und noch mehr Stabilität in unser Spiel bringen“, sagte der Capeller Linienchef. Er erwartet ein Spiel auf Augenhöhe. Lars Zimmer (Sperre), Sven Kroner und Jost Schulze Kersting (beide verletzt) stehen den Capellern nicht zur Verfügung. Christian Töpper ist fraglich.

Auch wenn Davaria Davensberg zehn Punkte hinter dem SV Herbern II liegt, glaubt Trainer ino Grote an eine Chance. Sein Team habe gegen die Topteams SuS Olfen (2:3), SV Stockum (1:2) und SG Selm (1:1) gezeigt, den Aufstiegsanwärtern ebenbürtig zu sein. „Vielleicht gelingt uns ja gegen Herbern der erste Sieg gegen ein Spitzenteam“, sagt Grote. Da hat Herberns Coach Timy Schütte etwas dagegen. Er verlangt einen Sieg, um vor dem Topspiel gegen den Tabellenführer SuS Olfen den Abstand so gering wie möglich zu halten. Aktuell hat Olfen acht Zähler mehr, aber schon eine Partie mehr absolviert. „Mit zwei Siegen in Serie bestünde der Abstand auf Olfen aus nur noch zwei Punkten. Das muss unser Ziel sein“, sagt Schütte. Im Vergleich zur Partie der Vorwoche gegen den SV Stockum (1:2) wird es beim SVH II Umstellungen gegeben. Dennis Hölscher ist verletzt. Schütte überlegt auch, in der Offensive Änderungen vorzunehmen. Simon Närdemann könnte vom Sturm ins offensive Mittelfeld wechseln. Ganz vorne könnte dann entweder Lukas Mangels oder Ramon Lutter stürmen. 

Von einer vermeintlichen Favoritenrolle seiner Selmer will Mark Bördeling nichts wissen. „Mir ist es egal, wer Favorit sein wird. Das erste Spiel will ich direkt gewinnen“, so der neue SG-Coach kämpferisch. Bördeling weiß allerdings um die Defensivqualitäten des Südkirchener Spiels. „Sie werden kompakt stehen. Daher wird es sehr schwierig für uns, gegen Südkirchen zu spielen“, sagt der Selmer. Südkirchens Interimscoach Patrick Linnemann kündigte für Sonntag bereits einen defensiven Auftritt an. Mit dem Spiel der Südkirchener zuletzt in Olfen war Linnemann nämlich zufrieden. Vor allem die strukturierte defensive Grundordnung gefiel dem Südkirchener Trainer. „Gegen Selm werden wir wieder defensiv kompakt stehen. Wir wollen hinten stabil und dicht sein, um danach nach Kontern zu Toren zu kommen“, berichtete Linnemann. Dabei helfen können dem SVS in Selm wieder Leon und David Hügemann, die beide entsperrt sind. Fehlen wird dafür Michel Zentgraf wegen seiner fünften Gelben Karte. Bei der SG Selm stehen bis auf Philipp Klähr (verletzt) und Christian Voßschmidt (Sperre) alle Spieler zur Verfügung.

Im besten Fall hat Eintracht-Coach Muris Mujkanovic am Sonntag 14 Spieler zur Verfügung. „Adis Hasanbegovic und Faruk Bozaci wollen beim Abschlusstraining mitmachen und ausprobieren, ob es geht“, sagte Mujkanovic gestern. Bozaci musste zuletzt sieben Tage pausieren, Hasanbegovic fehlte sogar vier Wochen. Marko Küster von den Alten Herren stößt gegen Lüdinghausen zum Kader, auch wenn beide Rekonvaleszenten sich einsatzfähig melden sollten. Im Training am Freitagabend übten die Evenkämper vor allem eins: Toreschießen. „Weitschüsse, Standardsituationen, Abschlüsse nach Flanken. Das soll nochmal Sicherheit vor dem Tor geben“, so Mujkanovic. Den Gegner schätzt Mujkanovic als „sehr lauf- und kampfstark“ ein. Der Bezirksliga-Absteiger Lüdinghausen startete mit fünf Siegen, nach der 0:1-Niederlage gegen SuS Olfen am sechsten Spieltag fuhr das junge Team aber sehr durchwachsene Ergebnisse ein: Siege und Niederlagen wechselten sich nahezu wöchentlich ab. Mit 23 Punkten steht das Team aktuell auf Rang sechs. Die Eintracht hat schon sieben Punkte mehr auf dem Konto und will den Rückstand auf Olfen (38 Punkte), das bereits am Donnerstag die eigene Reserve mit 4:1 schlug, verkürzen.

Nach dem Last-Minute-Sieg gegen die Ascheberger Reserve ist die Stimmung im Kader der Westfalia gut. Diesen positiven Schwung nimmt die Truppe von Coach Yüksel Acikgöz auch ins Auswärtsspiel nach Alstedde mit. Zumindest einen Punkt wollen die Vinnumer vom Heikenberg entführen. Acikgöz: „Mit einem Unentschieden kann ich gut leben“.  Die Vinnumer können auf den Kader der vergangenen Woche zurückgreifen. Zudem soll der lange verletzte Deniz Paluskiewicz Spielpraxis bekommen. Bei BWA fehlen Matthias Lohietz, Benedikt Kuhne und Kevin Schlunke verletzt. Kadir Kaya ist angeschlagen. Wieder dabei ist aber Offensivmann Murat Büyükdere.

Die Borker bauten zuletzt ihre kleine Serie nicht aus und verloren in Capelle verdient mit 0:2. Nun wartete das nächste Kaliber aus dem Tabellenkeller auf den Polizeisportverein. Nur zwei Punkte trennen den PSV (zehn Punkte) von BW Ottmarsbocholt (acht Punkte). Mit zwei Rückkehrern im PSV-Kader möchte die Mannschaft von Peter Poslednik zurück in die Erfolgsspur finden. Nils Haarseim, Jonas Lammers (beide angeschlagen) und Kapitän Pascal Zander (Sperre) fehlen. Dafür kehren Daniel Rosengart und Ricardo Poslednik in den Borker Kader zurück.

GS Cappenberg fand nach dem 5:4-Sieg zuletzt gegen BW Ottmarsbocholt zurück in die Erfolgsspur. Gegen den SV Stockum wollen die Cappenberger nun nachlegen. Einfach wird es für die Mannschaft von Patrick Osmolski allerdings nicht. Stockum befindet sich in einer starken Form und schlug zuletzt sogar den Tabellenzweiten SV Herbern II. „Es wird eine schwierige Aufgabe“, weiß daher auch GSC-Coach Patrick Osmolski, der erneut mit Verletzungssorgen zu kämpfen hat. Tom Zentgraf, Pascal Ressemann, Philipp Wiesmann, Patrick Kaspereit, Patrick Strecke, Max Kneip und Abiola Farinde fehlen. Beim seinem SV Stockum (4.) sieht Trainer Ralf Gondolf eine Menge Steigerungspotenzial: „Wir machen in der Vorwärtsbewegung zu viele Fehlpässe. Dann kostet es uns viel Kraft, die Bälle zurückzuerobern.“ Unter der Woche stand daher viel Torschusstraining mit vorhergehenden Passfolgen auf dem Programm. Bei Stockum kehrt Tolga Köroglu nach abgesessener Gelbsperre zurück, Firat Isikli ist wieder fit. Cappenberg muss hingegen auf einige Spieler verzichten. Der Ausfall von Toptorjäger Abiola Farinde schmerzt GSC-Coach Patrick Osmolski sicher am meisten. Cappenberg ist Neunter, mit 19 Punkten auf dem Konto.