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Fußball-Bezirksliga

Ergstes Trainer Dominic Pütz: „Wir brauchen einen langen Atem“

Schwerte Nachlese zum Spieltag der Fußball-Bezirksliga 6 am vergangenen Sonntag: Von Sympathien für den Gegner, Robert Lewandowski in Schwerte-Ost, gemischten Geisecker Gefühlen und einer unverdienten Niederlage im Spitzenspiel.

Ergstes Trainer Dominic Pütz: „Wir brauchen einen langen Atem“

Zweikampf auf dem Bürenbruch: Die eingewechselten Santo Viola (Ergste, li.) und Maxi Grünscheidt (VfL). Foto: Bernd Paulitschke

Jörg Silberbach, Trainer des VfL Schwerte, macht keinen Hehl aus seinen Sympathien für die SG Eintracht Ergste. Er wünsche den Ergstern, dass sie den Klassenerhalt schaffen, hatte Silberbach schon vor dem Derby auf dem Bürenbruch gesagt. Wer daraus allerdings ableitete, die Blau-Weißen würden dem Ortsnachbarn unter die Arme greifen, indem sie vielleicht nur mit halber Kraft in das Nachbarschaftsduell gehen würden, der war auf dem Holzweg. Im Gegenteil – wie die Schwerter beim 2:0-Erfolg von Beginn an im Zapp-Waldstadion auftraten, war schon stark. Laufstark und kombinationssicher ließen sie den Ball durch ihre Reihen laufen, die beiden Tore – auch wenn das erste durch einen umstrittenen Handelfmeter fiel – waren die logische Konsequenz der blau-weißen Dominanz.

Und die Ergster? „Im Spiel nach vorne hat uns die Durchschlagskraft gefehlt – aber das ist keine neue Erkenntnis“, stellte Trainer Dominic Pütz fest. Ohne die Leistungsträger Tim Bednarek und Benjamin Gladkowski wurde das ohnehin schon schwierige Unterfangen, einen Zwei-Tore-Rückstand aufzuholen, beinahe zu einem Ding der Unmöglichkeit. Die Eintracht bleibt Tabellenvorletzter und hat vier Punkten Rückstand zum rettenden Bezirksliga-Ufer – die Lage bleibt angespannt. „Wir brauchen einen langen Atem“, weiß Trainer Pütz.

Angespannt bleibt die Situation auch für den ETuS/DJK Schwerte. Das torlose Remis gegen den Tabellenzehnten Letmathe war aus ETuS/DJK-Sicht zu wenig. Einmal mehr war die Chancenverwertung das große Manko. „Ich habe schon scherzhaft gesagt: Wir könnten auch Robert Lewandowski verpflichten – selbst der würde wohl zurzeit für uns nicht treffen“, sagt Trainer André Haberschuss mit blick auf den erneuten Chancenwucher. Doch insgesamt bleibt Haberschuss gelassen: „Positiv ist, dass wir uns überhaupt Chancen herausspielen. Irgendwann wird der Knoten schon platzen“, meint der Coach der „Östlichen“.

Ebenfalls mit einem Zähler ging der Geisecker aus seinem Heimspiel gegen Türkiyemspor Hagen hervor. Das 2:2 hinterließ bei Trainer Thomas Wotzlawski gemischte Gefühle. Da ist zum einen die Qualität des Gegners. „Individuelle Klasse wie kaum eine andere Mannschaft der Liga“ habe Hagen zu bieten, meint der Geisecker Coach, „ich weiß gar nicht, warum sie nicht viel besser stehen.“ Andererseits aber führten die „Kleeblätter“ mit 2:0 und hatten nach dem postwendenden Hagener Anschlusstreffer kurz vor der Pause im zweiten Spielabschnitt hochkarätige Konterchancen. Dass sie diese nicht nutzten, wurde mit dem Ausgleichstreffer zehn Minuten vor Schluss bestraft.

Eine solche Punkteteilung hätte auch Dieter Iske, Trainer des SC Berchum/Garenfeld, gerne genommen. Doch das Spitzenspiel des Tabellendritten gegen den Zweiten ging mit 2:1 an die SpVg Hagen 11 – ein Ergebnis, mit dem sich Iske auch am Tag danach noch nicht anfreunden konnte. „Beide Mannschaften haben ordentlich gespielt, eine Niederlage hatte keiner verdient“, meinte der SC-Coach und fügte hinzu: „Wir hätten am Sonntag von einer guten Bezirksliga-Mannschaft zu einer sehr guten werden können – wir sind eine gute Mannschaft geblieben.“

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