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Erline Nolte geht an den Startbalken

Bobsport

Für die erste Schwerter Winter-Olympionikin Erline Nolte wird es am Dienstag ernst. Der Wettbewerb im Zweierbob der Frauen startet bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang. Die Eindrücke der Anschieberin beim offiziellen Training.

Schwerte

, 19.02.2018
Erline Nolte geht an den  Startbalken

Der „Ruhrpott-Bob“ in Aktion: Am Montag testeten Erline Nolte und Pilotin Anna Köhler beim offiziellen Training noch einmal den Eiskanal im Alpensia Sliding Centre. © dpa

Der zwölfte Wettkampftag bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang wird Erline Noltes größter Tag in ihrem Sportlerinnenleben: Am Dienstag startet die Bobanschieberin zusammen mit ihrer Pilotin Anna Köhler in ihren Lebenstraum Olympia. Um 21 Uhr Ortszeit (Das ZDF überträgt ab 12.50 Uhr MEZ) beginnt für die Frauen der erste Bobtag mit zwei von vier Läufen.

Die späte Wettkampfzeit hat im Vorfeld dafür gesorgt, dass das Bobduo aus dem Ruhrgebiet seinen Tagesrhythmus etwas umgestellt hat. Das bedeutet auch: Mittagsschlaf im Deutschen Haus. „Wir wollen uns einfach gut auf das späte Rennen einstellen“, erklärt Erline Nolte.

Sechs offizielle Trainingsläufe im „Alpensia Slidining Centre“ in drei Tagen liegen bereits hinter den Bobfahrerinnen. Dabei bekam Nolte am Montag schon eine Vorahnung, was auf sie zukommen wird. „Als ich am Startbalken stand und mir klar wurde, dass wir hier an gleicher Stelle am nächsten Tag das Rennen haben, war ich schon sehr aufgeregt“, gibt die Westhofenerin zu.

Eine Vorahnung

So hoffe sie auch, dass die Zeit bis zum ersten Lauf am Dienstag schnell rumgehe. Andererseits weiß auch Nolte, dass eine gewisse Aufregung nicht nur normal, sondern auch nicht ganz hinderlich ist. Und ohnehin überwiegt die Vorfreude: „Ich kann es jetzt nicht mehr abwarten und freue mich extrem, dass wir endlich loslegen dürfen.“

Nach den ersten beiden Läufen am Dienstag folgen die übrigen zwei am Mittwoch. Der Modus ist simpel: Alle vier Fahrtzeit werden addiert, der schnellste Frauen-Zweierbob gewinnt. Als Topfavorit geht die Weltcupsiegerin Kaillie Humphries aus Kanada ins Rennen, die bereits in Vancouver 2010 und Sotschi 2014 triumphierte. Elana Meyers Taylor (USA) als Weltcupzweite und mit Silber in Sotschi dekoriert, lauert dahinter. Ein Auge auf Bronze dürften die Deutschen Mariama Jamanka und Stephanie Schneider geworfen haben. Jamanka wurde Dritte im Weltcup. Schneider kam im Training sehr gut zurecht, fuhr zweimal sogar Bestzeit. Aber die Konkurrenz ist ganz nah beieinander.

Jubel im deutschen Lager

Jubel gab es im deutschen Lager am Montag durch die Goldmedaille von Francesco Friedrich im Zweierbob der Männer – auf die Hundertstelsekunde zeitgleich mit dem Kanadier Justin Kripps.

Eine Medaille ist für Anna Köhler und Erline Nolte in weiter Ferne. Kurz vor ihrer Abreise nach Südkorea meinte Nolte im Gespräch mit dieser Zeitung, dass eine Top-8-Platzierung ein großer Erfolg wäre. Ihr anderes großes Olympiaziel kann sie sich aber nun erfüllen – genießen und Spaß haben.

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