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Erste Duftmarke der HVE Villigst-Ergste und Erleichterung bei der HSG Schwerte/Westhofen

Handball-Landesliga

HVE-Trainer Thorsten Stange hält den Ball nach dem starken Auftakt seiner Schützlinge flach. Und dem Ortsrivalen HSG winkt nach dem knappen Erfolg in Wellinghofen ein positiver Saisonstart.

Schwerte

, 10.09.2018
Erste Duftmarke der HVE Villigst-Ergste und Erleichterung bei der HSG Schwerte/Westhofen

Philipp Koch (2.v.re.) war von der Bösperder Abwehr nicht zu stoppen. Der Rückraumspieler kam mit der HVE Villigst-Ergste zu einem 37:18-Auftaktsieg. Die HVE ist der erste Tabellenführer der jungen Saison. © Bernd Paulitschke

Wenn schon nach dem ersten Spieltag abgerechnet würde, könnte man der HVE Villigst-Ergste zum Aufstieg in die Handball-Verbandsliga gratulieren. Aber es sind noch 25 von 26 Spieltagen zu absolvieren – da versteht es sich fast von selbst, dass die Tabellenführung der Villigst-Ergster eine Aussagekraft von nahezu null hat.

Aber immerhin: Mit dem 37:18 gegen die DJK SG Bösperde am Samstagabend hat die HVE eine erste Duftmarke gesetzt, auch wenn Trainer Thorsten Stange – aus seiner Sicht verständlich – den Ball betont flach hält. „Das Spiel war ein singuläres Ereignis, das sehr schön war. Wieviel der Sieg wert ist, wird man in den nächsten Wochen sehen. Die Jungs dürfen nach so einem Spiel ruhig euphorisiert sein. Aber das darf nicht dazu führen, dass sie sich selbst überschätzen“, sagt Stange. Dafür werde er im Training aber schon sorgen, fügt der Coach gut gelaunt hinzu.

Eine wesentliche Erkenntnis des stürmischen Saisonauftakts: Stange hat einen breiten Kader zur Verfügung, in dem es kaum ein Leistungsgefälle gibt. „Ich glaube, dass es in unserer Liga viele Mannschaften mit einer guten ersten Sieben gibt, die danach aber nicht mehr so gut besetzt sind. Dagegen wollen wir uns breiter und variabler aufstellen, um mögliche Verletzungen gut kompensieren zu können.“

Dass die Villigst-Ergster diese Möglichkeiten haben, davon überzeugte sich am Samstagabend auch Mischa Quass, Stanges Trainerkollege des Ortsrivalen HSG Schwerte/Westhofen – genauso wie Stange tags darauf auf der Tribüne der Sporthalle Hacheney saß, um den 24:23-Auftaktsieg der HSG beim TuS Wellinghofen live zu verfolgen.

„Große Erleichterung“ ist laut Quass im HSG-Lager nach dem knappen Sieg zu verspüren gewesen, bei dem die Schwerter ganz sicher nicht ihrer oberen Leistungsgrenze spielten. Aber das war nach der durchwachsenen Saisonvorbereitung und angesichts der fehlenden Stammspieler Denissov, Yaltzis, Gurol und Braß vielleicht auch nicht zu erwarten.

Quass hob lieber die positiven Aspekte hervor: die gute Stimmung auf dem Spielfeld und auch auf der Bank, die gute Abwehrleistung inklusive des starken Torwarts Daniel Evangelou in der zweiten Halbzeit und die starke Leistung des Rückraum-Duos Dominik Thäsler und Nico Paukstadt.

Erstgenannter ging als neugewählter Kapitän voran und machte nicht den Eindruck, als habe er nach seinem Kreuzbandriss gerade erst die Reha beendet. Übertroffen wurde Thäsler noch von Paukstadt. Mit elf Treffern, davon fünf ohne Fehlversuch verwandelte Siebenmeter, war Paukstadt der Garant des Auftaktsieges, nach dem der HSG ein positiver Saisonstart winkt. Jedenfalls scheinen die folgenden Aufgaben gegen die „Dritte“ von Eintracht Hagen und beim Aufsteiger Evingsen keine unüberwindbaren Hürden.

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