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Fußball-Profi Nöthe: „Die Rückrunde ist mein Ziel“

Fußball

In den vergangenen Tagen konnte man den Fußball-Profi Christopher Nöthe durch einige Straßen von Castrop-Rauxel joggen sehen. Der Rauxeler befindet sich nach einem Kreuzbandriss daheim im Aufbautraining. Im Interview spricht der 29-Jährige über seinen Leidensweg und seine Zukunftsplanungen.

CASTROP-RAUXEL

, 19.07.2017
Fußball-Profi Nöthe: „Die Rückrunde ist mein Ziel“

Nach dem Abpfiff des 34. Spieltages für den DSC Arminia Bielefeld und den geschafften Klassenverbleib bei der SG Dynamo Dresden Ende Mai wurde der langzeitverletzte Christopher Nöthe von seinen Mitspielern Christoph Hemlein (l.) und Fabian Klos (r.) auf den Schultern tragen.

Herr Nöthe, wie sehr deprimiert es Sie, vom Verletzungspech verfolgt zu sein? Es ist zwar tatsächlich so, dass ich in der vergangenen Saison aufgrund der Schulterverletzung im September 2016 und dem Kreuzbandriss jetzt im April auf nur wenige Saisonspiele gekommen bin. Ich würde aber nicht von einem anhaltenden Verletzungspech sprechen. Davor war ich nämlich zwei Jahre verletzungsfrei.

Ist es das Los eines Profifußballers, ständig Gefahr zu laufen durch Verletzungen über Wochen oder Monate auszufallen? Tatsächlich kann man daran nichts ändern. Das ist quasi das Profi-Geschäft. Meiner Meinung nach darf man aber nicht lange darüber nachdenken, sondern muss nach vorne schauen.

Zuletzt hat man Sie in Castrop in den Straßen laufen sehen. Kurieren Sie sich hier vor Ort? Nein, ich bin lediglich an den Wochenenden hier. Meine Rehamaßnahmen laufen in Herford. Aber ich nutze natürlich auch in Castrop-Rauxel die Gelegenheit, durch Joggen fit zu werden.

Ihre Teamkameraden bereiten sich derzeit in Österreich auf die neue Saison vor. Fühlen Sie sich derzeit isoliert, weil die Mannschaft sich in der Ferne aufhält? Zum Glück halten wir engen Kontakt. Wir schreiben uns in einer Gruppe Nachrichten über das Mobiltelefon. Dadurch weiß ich immer Bescheid, was bei den Jungs läuft. Und sie muntern mich auch durchaus auf.

Zu Beginn der Saison werden Sie die Bielefelder Spiele nur auf der Tribüne beobachten können. Wie lange wird Ihre Leidensphase dauern? Natürlich ist es nicht schön, nur zuschauen zu können. Das ist aber für mich nichts Neues nach Verletzungen. Mein Ziel ist es, in der Rückrunde wieder dabei zu sein. Dazu muss ich aber richtig fit werden.

In der Schlussphase der Saison konnten Sie Arminia Bielefeld im Abstiegskampf nicht mehr unterstützen. Bielefeld hat sich knapp gerettet. Was wäre im Abstiegsfall die Konsequenz für Sie gewesen? Ich stehe bei der Arminia bis zum Sommer 2019 unter Vertrag. Wir haben zwar nicht darüber gesprochen. Aber für mich wäre es auch ok gewesen, in der 3. Liga den Wiederaufstieg anzugehen.

Sie haben einst für Borussia Dortmund und Greuther Fürth in der 1. Bundesliga gespielt. Ist die 1. Liga das, was Sie in Ihrer Laufbahn nochmals anstreben? Ich habe mich in den vergangenen Jahren mit der 2. Liga angefreundet und fühle mich hier wohl. Zudem fühle ich mich in Bielefeld gut aufgehoben. Für gibt es keinen Grund, einem Vereinswechsel anzustreben.

Vom Mittelstürmer sind Sie in den vergangenen Jahren bis hin zum Linksaußen umfunktioniert worden. Wie kommen Sie mit den mehrmaligen Veränderungen klar? Ich bin offen für alle Positionen. Ich habe auch einige Trainerwechsel erlebt. Und jeder Trainer hat eine andere Vorstellung, wo die Spieler ihre Qualitäten haben. Es mag sein, dass ich mich wiederhole, aber: So ist es halt im Profi-Geschäft.

Auch Ihre Mitspieler aus Rauxeler Jugendzeiten, Michael Esser und Marc Kruska, habe den Sprung in das Profi-Lager geschafft. Haben Sie zu Ihnen noch Kontakt? Man verliert sich nicht aus den Augen. Michael hat sich nach meiner Verletzung bei mir gemeldet. Ich habe ihm zum Wechsel nach Hannover 96 gratuliert. Mit Marc habe ich zwei Mal pro Monat Kontakt.

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