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Glücksrad auf dem Wasser

Kanuslalom

Am Freitagnachmittag haben die Schüler des Kanu- und Surf-Vereins Schwerte vermutlich eine Menge Spaß. Die 13 Kanuten verbringen zusammen mit ihren Trainern Andrea Adrian und Ole Siegismund ein paar schöne Stunden im Legoland. Ablenkung heißt die Devise. Denn 24 Stunden später stehen die Deutschen Schüler-Meisterschaften im bayerischen Günzburg an.

Schwerte

von Von Leon Weiß

, 14.06.2012
Glücksrad auf dem Wasser

Beim 60. Ruhrslalom konnte man 250 Starter und 900 Rennen über zwei Tage erleben.

Und wenn die ersten KVS-Jungspunde am Samstag bei den Titelkämpfen an den Start gehen, können sie mit dem sicheren Gefühl einer guten Vorbereitung lospaddeln. Denn erst in der vergangenen Woche stellten die Schüler bei einem Wettkampf in Neuss wiederholt ihre gute Form unter Beweis. Ganz darauf verlassen möchte sich Ole Siegismund aber noch nicht. "Vor allem im Schüler-Bereich", erklärt er, "ist das ein bisschen wie beim Glücksrad. Das ist von der Tagesform und noch vielen anderen Faktoren abhängig."Bundesweite Konkurrenz noch unbekannt Verstecken brauchen sich die jüngsten Kanuten aber keinesfalls. Ben Trost, David Lorenzen oder Zoe Jakob sind nur einige von vielen Schwertern, die sich regelmäßig in den vordersten Platzierungen wiederfinden. Und trotzdem: Da die Schüler ihre Wettkämpfe in der Vorbereitung meistens in Nordrhein-Westfalen austragen, ist die bundesweite Konkurrenz noch weitgehend unbekannt - Stichwort Glücksrad. Geht es für die Schüler der Altersklasse B "nur" um ein Rahmenrennen, kämpfen die der ältesten Schüler-Klasse A dagegen offiziell um den deutschen Meistertitel. Erfolgschancen sieht Siegismund bei den Canadier-Startern. "Es wäre schon ganz schön, wenn ein, zwei unserer Schüler im Finale stehen würden", so der Coach. Um dort hin zu kommen, stehen ihnen zwei Qualifikations-Läufe und ein Semi-Finale bevor. Werden diese Hürden genommen, geht es im Final-Lauf dann um den Titel.Freizeitpark im Hinterkopf Gelassen wirkt Siegismund allemal. Einen Grund zur Nervosität hat er und gibt es wohl auch nicht. Denn er weiß: "Die Entwicklung ist jetzt noch sehr sprunghaft. Da fährt niemand so dominant wie vielleicht in den höheren Altersklassen." Gestern wurde die 250 Meter lange Strecke bereits erstmals begutachtet. Auch heute trainieren die KVS-Schüler noch einmal auf dem Gewässer - wahrscheinlich mit viel Ehrgeiz. Denn nicht nur der Gedanke an die deutschen Meisterschaften, sondern auch an den Trip in den Freizeitpark wird in den Hinterköpfen mitfahren.