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HSG: Heinrichs Kunststück aus unmöglicher Position

SCHWERTE Ihm ist gelungen, wovon wohl jeder Handballer träumt: Es steht unentschieden, und nur noch ein Freiwurf ist auszuführen - und dieser letzte Wurf aus eigentlich "unmöglicher" Position sitzt.

HSG: Heinrichs Kunststück aus unmöglicher Position

Und dann trugen sie ihn auf Schultern. Bastian Heinrich war der Held nach dem Sieg seiner HSG. Er traf aus unmöglicher Position in allerletzter Sekunde.

Genau dieses Kunststück gelang Bastian Heinrich für die HSG Schwerte-Westhofen gegen die DJK Westfalia Welper. 32:31 für die HSG-Handballer in letzter Sekunde - und der Start zu einem Jubellauf durch die Halle, den erst Heinrichs Teamkollegen beendeten, indem sie den Siegtorschützen unter sich begruben.

Es war nach eigener Aussage das erste Mal, dass Heinrich in den Genuss eines solchen direkt verwandelten Freiwurfes kam. "Ich hab mir den Ball einfach genommen", schilderte er den furiosen Schlussakt eines Spiels, das nicht nur Heinrich unter dem Motto "nicht schön, aber Hauptsache gewonnen" abhakte.

Denn über weite Strecken der Partie gegen den Tabellenvorletzten konnte die HSG den Eindruck nicht widerlegen, dass ihr die zwar noch nicht bedrohliche, aber auch nicht ganz ungefährliche Lage zu schaffen machte. "Natürlich haben wir vor dem Spiel über die Konstellation gesprochen, dass es nur drei Punkte bis zum vorletzten Platz sind", gesteht Heinrich.

"Alles ein wenig lockerer"

Nun aber können die HSG-Anhänger bei 9:11-Punkten wieder ein gutes Stück entspannter auf die Tabelle schauen. "Der Sieg war wichtig, um alles ein bisschen lockerer sehen zu können", bestätigt Heinrich. Keineswegs ist diese Aussage so zu verstehen, dass die Einsatzbereitschaft künftig abnehmen soll. Im Gegenteil, Heinrich fordert "mehr Konsequenz" im Deckungsverhalten, um wieder die Stabilität der ersten Spiele in den Defensiv-Verbund zu bekommen.

Dass man auf Dauer unten reinrutscht, glaubt der 28-Jährige ohnehin nicht. "In der jetzigen Situation zu sagen, wir wollen oben mitspielen, wäre sicher vermessen. Aber die Liga ist sehr ausgeglichen und die Saison noch jung. Mal sehen, was alles noch kommt", sieht Heinrich den nächsten Wochen gelassen entgegen.

Er selbst wird auch künftig als Führungsspieler vorangehen, denn rund 15 Monate nach seinem Achillessehnenriss ist diese Verletzung zu hundert Prozent überstanden. "Mir tun zwar nach jedem Spiel die Knochen weh. Aber das hat wohl eher mit meiner Spielweise zu tun", sagt Bastian Heinrich.

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