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HSG entzaubert den Titelaspiranten

SCHWERTE Damit war nicht zu rechnen: Die HSG Schwerte-Westhofen hat den Aufstiegsaspiranten PSV Recklinghausen entzaubert. Über weite Strecken der zweiten Halbzeit nahmen die Schwerter den Tabellenzweiten sogar nach allen Regeln der Handballkunst auseinander und gewannen mit 38:31.

von Von Michael Dötsch

, 09.12.2007
HSG entzaubert den Titelaspiranten

Kreisläufer Henrik Ciomber beteiligte sich mit drei Toren am rundherum überzeugenden HSG-Heimsieg gegen den Titelaspiranten PSV Recklinghausen.

Die erste Überraschung hatte Spielertrainer Mischa Quass mit dem Anpfiff parat: Nicht er selbst stand zwischen den HSG-Pfosten, sondern Sebastian Emde. Quass hatte beim Einwerfen kurz vor Spielbeginn einen Kopftreffer hinnehmen müssen. Ob Emde deswegen von Beginn an ran durfte? Wie auch immer, Emde nutzte seine Chance jedenfalls auf eindrucksvolle Art und Weise und wurde zum großen Rückhalt eines Teams, das im zweiten Spielabschnitt die vielleicht beste HSG-Leistung der Verbandsliga-Ära aufs Parkett der FBG-Halle legte.

Danach hatte es zunächst nicht ausgesehen. Die Recklinghäuser, körperlich um Längen überlegen, hatten bis weit in die erste Hälfte hinein alles im Griff. Vorne trafen die PSV-Hünen und hinten stellten sie einen robusten Deckungs-Innenblock.

10:15 - alles sieht nach einem Favoritensieg aus

So sah es beim Zwischenstand von 10:15 (24.) nach dem erwarteten Favoritensieg aus. Aber schon in den letzten Minuten der ersten Halbzeit erweckten die Gäste den Eindruck, als wollten sie die beiden Punkte mit minimalem Aufwand nach Hause bringen. Aber da hatten sie die Rechnung ohne die HSG gemacht. Drei Tore des starken Lingstädt sowie ein Treffer von Höntsch brachten die Schwerter bis zum Seitenwechsel auf Tuchfühlung.

Nach Wiederanpfiff kippte die Partie vollends. Schon als der frisch eingewechselte Thäsler auf 24:19 erhöhte, schien der seltsam emotionslose PSV zu resignieren, obwohl noch mehr als eine Viertelstunde zu spielen war. Die auch in der Abwehr kompakt und engagiert auftretenden Schwerter waren nun aber nicht mehr zu stoppen.

Rotzfrech und wuchtig

Dennisov rotzfrech, Sczimarowski mit aller Wucht oder Thäsler mit nahezu hundertprozentiger Wurfquote - es passte jetzt alles. Niclas Kohl traf dann sogar dreimal in Folge zum 35:26, als Recklinghausen das zurücklaufen komplett eingestellt hatte - Partystimmung in der leider nur spärlich besetzten FBG-Halle.

Am Ende betrieb der PSV noch ein bisschen Ergebniskosmetik - was aber nichts daran änderte, dass sich der HSG-Jubelkreis nach dem Abpfiff auch Hochtouren drehte.

TEAM UND TORE HSG Schwerte-Westhofen - PSV Recklinghausen 38:31 (14:15) Schwerte-Westhofen : Mischa Quass, Sebastian Emde, Sebastian Ablas, Henrik Ciomber (3), Alexandr Dennisov (5), Bastian Heinrich (1), Timm Höntsch (4), Jens Klostermann (1), Niclas Kohl (4), Nils Krefter, Sebastian Lingstädt (8), Nico Paukstadt, Jan Sczimarowski (7/3), Dominik Thäsler (5).

  

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