Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

HSGler überzeugen / HVE glückt fast ein Coup

Handball

An ihre Leistungsgrenze musste sie nicht gehen – zu einem ungefährdeten 40:36-Sieg gegen den Tabellenletzten reichte es für die HSG Schwerte/Westhofen trotzdem. Die HVE-Herren verpassten in der Kreisliga eine Überraschung nur knapp. Alle Ergebnisse vom Wochenende: hier in der Übersicht.

SCHWERTE

, 30.11.2014
HSGler überzeugen / HVE glückt fast ein Coup

Nico Paukstadt (li.) wird in dieser Szene mit unsauberen Mitteln von seinem Gegenspieler der HSG Wetter/Grundschöttel gestoppt. Gegen seinen Ex-Verein gelangen dem Rückraumspieler sechs Tore für die HSG Schwerte/Westhofen.

Mit einem 27:22-Auswärtssieg bei der hoch gehandelten SG Hamm haben die Verbandsliga-Handballerinnen der HSG Schwerte/Westhofen einen weiteren Qualitätsnachweis abgeliefert und ihren zweiten Tabellenplatz untermauert. Lange stand das Spiel beim Tabellenvierten auf des Messers Schneide, ehe sich die Schwerterinnen in den hektischen Schlussminuten – unter anderem mit einer Roten Karte gegen HSG-Spielerin Anna Juchems und eine Hammer Akteurin – noch entscheidend absetzen konnte. Die Schwerterinnen starteten gut und gingen mit 5:2 in Führung. Dann aber stellten sich die Gastgeberinnen besser auf die HSG-Spielweise ein und verkürzten bis zur Pause auf 10:11. Nach Wiederanpfiff blieb es zunächst eng, ohne dass die Schützlinge des Trainergespanns Quass/Ullrich aber in Rückstand gerieten. Lediglich zum 18:18 schaffte Hamm einmal den Ausgleich. Bis zum 20:21 hielten die Gastgeberinnen den Anschluss, ehe sich die HSG im Schlussspurt durchsetzte. Dabei konnte sich Torhüterin Patricia Lemke auszeichnen, während sich auf der anderen Seite Jana Ullrich für den Großteil der Schwerter Tore in dieser Endphase verantwortlich zeigte.

Patricia Lemke, Jana Möllmann - Sophia Jaworski (7), Lena Holt-sträter (2), Cynthia Matzat, Anna Juchems (3), Kathi Petri (2), Jana Ullrich (6/1), Vicky Wolff (4), Sally Unger (2/2), Marina Tsamatos (1), Devina Dahms.

Zumindest in Sachen Angriffshandball präsentierte sich die HSG Wetter-Grundschöttel, trainiert vom Ex-Schwerter Stefan Wildförster, lange Zeit jedoch nicht wie ein Tabellenletzter. Dabei profitierten die Gäste aber auch davon, dass es die Schwerter mit körperbetonter Abwehrarbeit nicht so genau nahmen und sich in manchen Szenen auch mit dem Zurücklaufen nicht sonderlich beeilten. So erzielte Maik Rehr, noch ein Ex-Schwerter, drei Sekunden vor der Pausensirene das 20. Tor des Schlusslichtes. Eines mehr warfen die Gastgeber im ersten Spielabschnitt, woran sich auch der jüngste Spieler reichlich beteiligte: Christian Angel begann auf Rechtsaußen und bedankte sich für das Vertrauen mit vier Treffern innerhalb der ersten neun Minuten – Angels erste Feldtore der Saison. Nach Wiederanpfiff legte das Kohl-Team einen Zahn zu und setzte sich auf 28:21 ab (37.). Im Tor stand nun mit René Polesny ein weiterer Youngster, der auch ein paar richtig gute Szenen hatte. Auf der anderen Seite sorgte Denissov per Gegenstoß-Dreher für das 30:24 (42.) – spätestens jetzt bewegten sich die Schwerter auf 40er-Kurs. Zwar fehlte es nach wie vor im Abwehrbereich hier und da an Konsequenz, doch vorne waren die Schwerter immer in der Lage, ein Tor zu erzielen. Aus einem 30:27 machten sie ein 34:27 (49.) – fortan ging es nur noch um die Höhe des Sieges. Dominik Yaltzis machte dann zweieinhalb Minuten vor Schluss auch wirklich die 40 voll. Dass nach diesem Treffer zum 40:33 die Gäste noch dreimal zum 40:36-Endstand trafen, war aus Schwerter Sicht nur noch ein eher unbedeutender Schönheitsfehler.

Börge Klepping, René Polesny - Christian Angel (5), Max Arnold, Alexander Nickolay (4/2), Tim Decker (2), Nico Bönnighausen (2), Peter Hengstenberg (3), Alexandr Denissov (11), Nico Paukstadt (6), Sebastian Ablas (2), Dominik Yaltzis (5).

Dass es für das punktlose Schlusslicht beim Spitzenreiter im Siegerland am späten Sonntagnachmittag nichts zu holen geben würde, war vor dem Spiel klar – erst recht, weil noch vier Schwerter Spielerinnen kurzfristig absagen mussten. Zudem hatten die A-Jugendlichen im Team eine Doppelbelastung – sie waren schon am Vormittag im Jugend-Einsatz. Trotzdem konnten die Schwerterinnen bei der 10:33-Pleite die zweite Halbzeit etwas besser gestalten als den ersten Spielabschnitt, als sich der Tabellenführer konsequent im Ausnutzen seiner Torchancen zeigte und mit einer 19:4-Führung in die Pause ging.

Sandra Imig, Katharina Meiszl - Friederike Baumkötter (2), Claire Lichteiker, Denise Rosigkeit (1), Ellena Weißgerber (6/3), Lea Strothotte, Ina Schyra, Patricia Radestock (1).  

Überraschung knapp verpasst: Mit 34:36 unterlag die „Zweite“ der HVE Villigst-Ergste dem Tabellenzweiten HSG Menden-Lendringsen 2. Zunächst lief die Partie jedoch, wie es sich die Gäste ausgemalt hatten. Zur Pause lag der Tabellenvorletzte mit fünf Toren im Hintertreffen (16:21). „Da haben die Mendener gezeigt, wie gut sie Handball spielen können“, honorierte HVE-Spielertrainer Andreas Menne die Leistung des Gegners. „Uns war allerdings klar, dass ihnen die Puste ausgehen würde und dass wir dann unsere Chancen nutzen müssen“, fügte er an. Gesagt, aber leider nicht ganz getan. Denn als Mennes Team zehn Minuten vor Schluss auf einen Treffer herangekommen war, nutzte es seine Chancen nicht. Im zweiten Durchgang stellten die Villigst-Ergster den Gegner, angeführt vom zehnfachen Torschützen Fabian Bleigel (Foto), mit Tempospiel vor Probleme. Da die HVE aber einige Chancen vergab, steht sie trotz einer starken Partie ohne Punkte da.

Johannes Ernst, Tobias Mertens - Yannick Brendel (5), Sebastian Zybon (1), Andreas Menne (5), Jens Pachowiak (2), Henning Hüwel, Louis Marquis (5), Jonas Mag (3), Fabian Bleigel (10), Robert Stelzer (1), Luis Oberste (2).

Die Frage, ob man das 22:22-Unentschieden beim Tabellenviertletzten als Punktgewinn oder als einen verlorenen Zähler werten müsse, beantwortete Anja Brinkmann (Foto), Trainerin der HVE Villigst-Ergste mit dem Satz: „Wir können uns glücklich schätzen, einen Punkt mitgenommen zu haben.“ Zwar lagen die Villigst-Ergsterinnen über weite Strecken der Partie in Führung, doch vorentscheidend absetzen konnten sie sich nicht. Die robust spielenden Bergkamenerinnen machten aus einem 17:19-Rückstand den 19:19-Ausgleich – ein Gleichstand, bei dem es bis zum Ende blieb. „Wir waren im Angriff zu statisch und haben uns den Schneid abkaufen lassen“, war Brinkmann mit der Offensivleistung nicht zufrieden.

Pamela Prado, Katrin Selleny - Caro Abrahams (6/1), Charline Daum (5), Steffi Kathol (3), Daphne Schöps (5), Sonja Kania (2), Jana Kastner (1), Sandra Bonner, Carolin Grund, Alexandra Danker, Tatjana Peters, Tanja Schüssler.

Lesen Sie jetzt