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HVE Villigst-Ergste wirbelt sich zum 37:18 und die HSG Schwerte/Westhofen siegt mit 24:23

Handball-Landesliga

Top-Saisonstart für das Schwerter Landesliga-Duo: Die Villigst-Ergster sind mit einem Kantersieg der erste Tabellenführer und auch die HSG bejubelt zwei Punkte.

Schwerte

, 09.09.2018
HVE Villigst-Ergste wirbelt sich zum 37:18 und die HSG Schwerte/Westhofen siegt mit 24:23

Nils Stange ist hier auf dem Weg zu einem seiner elf Tore, die er zum 37:18-Erfolg der HVE Villigst-Ergste gegen Bösperde beisteuerte. © Bernd Paulitschke

HVE Villigst-Ergste -DJK SG Bösperde 37:18 (16:10)

:Vor der diesmal nicht ganz so voll wie gewohnt besetzten Tribüne – das Pannekaukenfest lässt grüßen – wirbelte die Mannschaft von Trainer Thorsten Stange die Bösperder phasenweise ziemlich durcheinander. Bis auf ein paar Unkonzentriertheiten zum Ende der ersten Hälfte und den schleppenden Anfangsminuten des zweiten Spielabschnitts war es eine rundherum überzeugende Vorstellung der Gastgeber – diese beiden Phasen zu kritisieren, wäre aber Jammern auf ziemlich hohem Niveau.

Trainer Stange stellte zu Spielbeginn eine Besetzung auf die Platte, mit der man als Anfangsformation nicht unbedingt gerechnet hatte – Aktivposten wie Fabian Bleigel, Nils Stange oder Johannes Stolina saßen zunächst auf der Bank. Trotzdem waren die Gastgeber von Beginn an Herr im eigenen Haus. Basierend auf einer engagierten und offensiv ausgerichteten Abwehrarbeit zogen sie der Mannschaft des Ex-HVE-Trainers Michael Wetzel schnell den Zahn und gingen mit 6:2 in Front (14.). Wetzel nahm nun eine Auszeit, nach der die Villigst-Ergster mit einer komplett neuen Mannschaft aufliefen – mit Ausnahme von Philipp Koch, der nur im Angriff kam und als Lenker des Offensivspiels einen richtig guten Job machte, und Jannis Mimberg. Der beste HVE-Torschütze der Vorsaison spielte fast nur in der Abwehr – welch ein Luxus, den sich Trainer Stange aufgrund der zahlreichen Rückraum-Optionen da erlauben kann.

Diese neue Besetzung ließ der Coach mit einer offenen Manndeckung beginnen, die gegen zunehmend überforderte Bösperder zu vielen Ballgewinnen führte. Die Folge: Die HVE zog auf 15:5 davon. Nach dem 16:10-Pausenstand taten sich die Villigst-Ergster zu Beginn des zweiten Spielabschnitts ein bisschen schwer. Bösperde verkürzte auf 14:19, kam aber trotzdem nicht für einen Punktgewinn in Frage. Im Gegenteil, denn nun drückte die HVE wieder mächtig aufs Gaspedal und zog auf 28:15 davon. Der Rest war Schaulaufen bis zum 37:18-Endstand, nach dem die Villigst-Ergster der erste Tabellenführer der jungen Saison sind. Anschließend gab sich Trainer Stange betont gelassen: „Ein Auftaktsieg ist immer wichtig, er gibt Selbstvertrauen. Dass er in dieser Höhe ausgefallen ist, ist in Ordnung.“

Villigst-Ergste: Lukas Daszkiewicz, Maurice Rolfsmeyer – Jonas Mag, Nils Stange (11/5), Fabian Bleigel (4), Moritz Dommermuth (2), Philipp Koch (3), Alexander Hänel (3), Marc Licha (4/1), Louis Marquis, Johannes Stolina (2), Jannis Mimberg (1), Robert Stelzer (1), Jan Speckmann (6).


TuS Wellinghofen - HSG Schwerte/Westhofen 23:24 (12:14)

Ein Augenschmaus war´s nicht – aber das war allen Beteiligten der HSG Schwerte/Westhofen am Sonntagnachmittag ziemlich egal. Mit dem 24:23-Erfolg beim TuS Wellinghofen kamen die Schwerter zum erhofften Auswärtssieg zum Saisonauftakt. Dabei lagen sie während des gesamten Spiels kein einziges Mal in Rückstand. Trotzdem blieb es in der Sporthalle Hacheney bis zum Schluss eine enge Partie.

HSG-Trainer Mischa Quass bot mit Linksaußen Julian Kockskämper sowie Toni Mrcela und Dominik Thäsler im Rückraum alle drei Neuzugänge in der Anfangsformation auf. Die beiden Letztgenannten hatten ihren Anteil am guten Start der Gäste, die mit 4:1 in Führung gingen. Doch in der Abwehr bekamen die Schwerter zunächst nicht den gewünschten Zugriff, sodass die Gastgeber auf Tuchfühlung blieben. Das hatte auch mit einem Torwartwechsel beim TuS zu tun: Der Schwerter Lars Blömer ging nach zehn Minuten zwischen die Pfosten und entschärfte im weiteren Spielverlauf mehr Bälle, als dem HSG-Anhang das lieb sein konnte.

Der weitere Spielverlauf war alles andere als eine Achterbahnfahrt. Die HSG hatte ständig mit zwei bis vier Toren die Nase vorn, konnte sich aber nicht entscheidend absetzen. Und Wellinghofen kämpfte trotz des stetigen Rückstands vorbildlich und war auch noch nicht geschlagen, als Thäsler mit einem wichtigen Unterzahl-Tor und der beste HSG-Werfer, Nico Paukstadt, per Siebenmeter auf 22:18 erhöhten (54.).

In der Schlussphase hagelte es dann Zeitstrafen gegen die HSG, deren Vorsprung auf 22:23 schmolz und die nun in doppelter Unterzahl auf dem Parkett stand. Doch Paukstadt traf zum 24:22, im Gegenzug parierte der vor allem in der zweiten Halbzeit stark haltende Keeper Daniel Evangelou, und es waren nur noch 36 Sekunden Restspielzeit auf der Uhr – das musste reichen. Und es reichte, das letzte Tor für Wellinghofen fiel nicht mehr ins Gewicht.

Entsprechend erleichtert war Trainer Quass, der sich mit der Defensivleistung seiner Schützlinge zufrieden zeigte. „Unser Problem war mal wieder, dass wir zu viele Chancen liegen lassen. Wir hätten 36 Tore machen können und wären dann gar nicht in die Bredoullie gekommen.“

Schwerte/Westhofen: Daniel Evangelou, René Polesny, Mike Krüner - Sebastian Ablas, Nico Paukstadt (11/5), Tim Decker (2), Toni Mrcela (4), Julian Kockskämper (1), Alexander Nickolay, Dominik Schreeck, Tim Schlütz, Dominik Thäsler (4), Niklas Linnemann (2), Christoph Kämper.

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