Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

HVE ärgert den Tabellenführer eine Halbzeit, HSG erwischt einen „gebrauchten Tag“

Handball-Landesliga

Mit einem Unentschieden ging es in die Pause. Aber danach gab es für die HVE Villigst-Ergste beim Spitzenreiter in Hombruch nichts mehr zu holen. Die Villigst-Ergster unterlagen mit 24:34. Und auch die HSG Schwerte/Westhofen hat ihr Auswärtsspiel verloren. Beim 31:38 in Lüdenscheid haperte es vor allem in der Abwehr.

Schwerte

, 25.02.2018
HVE ärgert  den Tabellenführer eine Halbzeit, HSG erwischt einen „gebrauchten Tag“

Lange Gesichter gab es auf der HSG-Bank (hier gegen Warstein) am Samstag in Lüdenscheid. © Manuela Schwerte

TuS Westfalia Hombruch - HVE Villigst-Ergste 34:24 (14:14)

Eine Halbzeit lang sah es am Samstagabend so aus, als könne die HVE VIlligst-Ergste den ungeschlagenen Tabellenführer Hombruch wieder ärgern – so wie im Hinspiel, als die Hombrucher mit dem 25:25-Unentschieden ihren bisher einzigen Minuspunkt der Saison kassierten. Doch nach dem 14:14-Pausenstand konnten die Villigst-Ergster dem Ligaprimus in der zweiten Halbzeit nicht mehr Paroli bieten und verloren unter dem Strich mit 24:34.

„Letztlich haben die Körner nicht gereicht. Aber die Niederlage ist definitiv ein paar Tore zu hoch ausgefallen. Vom Gefühl her waren wir sicherlich nicht zehn Tore schlechter“, stellte Trainer Dirk Mimberg fest.

Mit einer engagierten und aktiven Abwehrarbeit nervte das HVE-Team den Spitzenreiter zunächst sichtlich. Kein einziges Mal lagen die Gäste im Verlauf des ersten Spielabschnitts in Rückstand – im Gegenteil, als Robert Stelzer nach genau 18 Minuten zum 9:6 traf, lagen sie sogar mit drei Toren in Führung. So war der 14:14-Pausenstand aus Sicht des Tabellenführers sogar ein bisschen schmeichelhaft.

Doch nach Wiederanpfiff änderten sich die Kräfteverhältnisse. Die HVE schaffte es nun nicht mehr, sich dem Hombrucher Angriffsdruck erfolgreich entgegenzustemmen. Binnen elf Minuten zog Hombruch vorentscheidend auf 23:16 davon – auch die Folge fehlender Alternativen auf Seiten der HVE, bei der mit Fabian Bleigel, Louis Marquis und Felix Ständker drei auch körperlich robuste Spieler fehlten.

Ohne sie hatten die Villigst-Ergster nicht mehr die Mittel nochmal zurückzukommen, zumal Moritz Dommermuth, der viel einstecken musste, und Jannis Mimberg nicht mehr im Vollbesitz ihrer Kräfte waren.

So wurde die Niederlage, nach der die HVE nun auf dem fünften Tabellenplatz steht, am Ende dann noch deutlicher als gedacht.

Villigst-Ergste: Lukas Daszkiewicz, Maurice Rolfsmeyer - Nils Stange (2), Moritz Dommermuth (2), Philipp Koch (7), Alexander Hänel (1), Marc Licha (2), Hendrik Hollatz, Johannes Stolina (3), Jannis Mimberg (5/2), Robert Stelzer (2), Jannik Lehmann.


HSG Lüdenscheid -HSG Schwerte/Westhofen 38:31 (18:14)

Rückschlag für die HSG Schwerte/Westhofen nach zuletzt 5:1-Punkten: Bei der HSG Lüdenscheid erwischten die Schwerter am Samstagabend „einen gebrauchten Tag“ (Originalton Trainer Mischa Quass) und verloren mit 31:38.

Ein Blick auf die Anzahl der Gegentore lässt vermuten, woran es hauptsächlich gelegen hat. „Das war von unserer Seite ein Tag der offenen Tür. Die Absprache in der Abwehr hat überhaupt nicht gepasst“, meinte Quass zu Defensivleistung seiner Schützlinge.

Das begann schon in den Anfangsminuten, als die Lüdenscheider immer wieder die Gästedeckung aushebelten und mit 6:2 in Führung gingen (6.). Zwar kamen die ohne den erkrankten Alexandr Denissov angetretenen Schwerter zwischenzeitlich wieder auf ein Tor heran (11:10 (21.), doch zum Seitenwechsel hatte die Lüdenscheider Vier-Tore-Führung Bestand.

In der Anfangsviertelstunde des zweiten Spielabschnitts machten die Schwerter den Eindruck, als könnten sie die Partie drehen können. Sönke Brass brachte seine Farben in dieser Phase mit drei Treffern auf Tuchfühlung, ehe Nico Paukstadt per Siebenmeter sogar zum 25:25 ausglich (44.). Doch was die Ruhrstädter sich in dieser Phase aufgebaut hatten, schmissen sie durch technische Fehler und die nach wie vorhandenen Defensivschwächen wieder um. Mit einem 5:0-Lauf zog Lüdenscheid zehn Minuten vor Schluss auf 31:26 davon – ein Rückstand, von dem sich die Schwerter bis zum Schluss nicht mehr erholten.

So kam es zu der letztlich verdienten Niederlage, die Mischa Quass anschließend so bewertete: „Wir haben es nicht geschafft, unsere Leistung konstant über die ganze Spielzeit zu bringen – und dann kommst du in so einem Spiel auch nicht für den Sieg in Frage.“

Weil Herbede und Warstein ihre Wochenend-Partien gewonnen haben, ist es wieder enger geworden in der unteren Tabellenregion – auch für die HSG als Tabellenelfter.

Schwerte/Westhofen: Daniel Evangelou, Mike Krüner - Dominik Yaltzis (1), Tim Gurol (6), Nico Paukstadt (11/3), Tim Decker (2), Tim Schröter (1), Peter Hengstenberg, Sönke Brass (5), Mico Tessarek, Tim Schlütz (1), Niklas Linnemann (2), Christoph Kämper (2).

Lesen Sie jetzt