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Handball-Leckerlie mit Harz

SCHERMBECK Ziel erreicht, Spaß gehabt und den Zuschauern ein echtes Handball-Leckerlie gezeigt - die Herren des SV Schermbeck konnten mit ihrem Auftritt gegen den Zweitligisten TV Emsdetten trotz klarer Niederlage zufrieden sein.

Handball-Leckerlie mit Harz

Sebastian Seibel setzte sich gegen Knudsen und Cordes durch.

Mit ein bisschen weniger Respekt in der ein oder anderen Situation wäre für die Schermbecker vielleicht sogar ein noch besseres Resultat möglich gewesen, doch diese gewisse Angst vor dem übermächtigen Gegner und der ungewohnte, geharzte Ball ließen die Fehlpassquote des SVS doch merklich in die Höhe schnellen. Natürlich waren aber auch die Qualitäten der Gäste ein wesentlicher Faktor. Allein in Sachen Körpergröße und -masse war Emsdetten dem SVS halt um Etliches voraus. Hinzu kamen offensichtlich ungezählte Stunden im Kraftraum. Wenn die Rückraum-Hünen Achim Cordes und Duje Miljak von halblinks oder halbrechts antraten, gab es praktisch kein Halten mehr. Hinzu kam, dass der TVE mit dem Dänen Henrik Knudsen einen Spielgestalter hatte, der seine Mitspieler trickreich einzusetzen wusste und durch seine Athletik und seine Körpertäuschungen auch selbst immer wieder zum Abschluss kam. Nicht von ungefähr war Knudsen am Ende erfolgreichster Emsdettener Werfer, gefolgt von Cordes und Miljak. SVS-Trainer Burkhard Bell war dennoch zufrieden. Vor dem Spiel hatte er sein TVE-Pendant Lars Walther gefragt, ob die Gäste es angesichts des Klassenunterschiedes locker angehen lassen würden. „Er hat gesagt, sein Team sei da, um Vollgas zu geben.“ Dass seine eigene Truppe zu Beginn trotzdem gut mithielt und beim Stand von 2:4 (9.) sogar mehrfach die Chance zum 3:4 hatte, freute Bell, der das Ziel ausgegeben hatte, mit weniger als 30 Toren Unterschied zu verlieren, da natürlich besonders. Bis zur Pause (3:16) und in den ersten 14 Minuten danach geriet der SVS dann aber doch zwischenzeitlich unter die Räder. Bis auf 28:3 zog Emsdetten davon, ehe Schermbeck in seiner besten Phase das Ergebnis freundlicher gestalten konnte. Philipp Busjan zeigte in diesen Minuten einige starke Paraden und leitete erfolgreiche Tempogegenstöße ein. Vorne gelangen Heiko Kreilkamp, Sven Felisiak und Matthias Weber umjubelte Tore und so hieß es nach 52. Minuten 9:34. Nach der Partie wurden Harald Herden und Jens Pilgrim verabschiedet, die zum letzten Mal das Trikot der Ersten trugen. Für beide sicher ein krönender Abschluss - auch wenn Herden bei einem Schlag in die Rippen noch einmal die ganze Härte seiner Sportart zu spüren bekam. 

Busjan, Pilgrim; C. Seibel, S. Seibel (1), Kuhn (1), Robert (2/2), Speckamp, Kreilkamp (3), Kuhlmann, F. Bell, Felisiak (1), Emmerich, Mischel (1), Weber (1), Herden.

Cleverly, Babin; M. Thünemann, Cordes (7), Miljak (6), Kust (2), Boysen (5), Knudsen (8/2), Krecht (1), Waltermann (2), Weevers, Boese (2), Kvalviok, S. Thünemann (5). 

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