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Harald Beyer - Vom SV 02 in den Europapokal

100 Jahre BVB

CASTROP-RAUXEL Nur zwei Jahre war er bei Borussia Dortmund. In zwei äußerst erfolgreichen Jahren für den BVB, in denen er allerdings häufig verletzt war: Harald Beyer spielte zwar selten, gehörte aber zum Team, das den DFB-Pokal und den Europacup holte. Deshalb widmen wir ihm einen Teil in unserer Serie über Castrop-Rauxeler in 100 Jahren BVB.

von Von Jörg Laumann

, 13.11.2009
Harald Beyer - Vom SV 02 in den Europapokal

Harald Beyer (M.) während seiner Zeit bei Hertha BSC mit dem späteren BVB-Trainer Carl-Heinz Rühl (l.).

Das Gastspiel des heute 70-jährigen Harald Beyer bei Borussia Dortmund währte mit einer Dauer von zwei Jahren zwar nur recht kurz, fiel aber in eine der erfolgreichsten Phasen des BVB. 1964/65, zur zweiten Saison in der noch jungen Fußball-Bundesliga, wechselte der ehemalige Fußballer des SV Castrop 02 (heute SG Castrop) zu den Schwarz-Gelben. Am Ende der ersten Spielzeit stand der dritte Platz und der Sieg im DFB-Pokal durch ein 2:0 gegen Alemannia Aachen.

Wie zu vielen Anlässen saß Beyer beim Endspiel nur auf der Bank. Der große Durchbruch beim BVB blieb ihm sowohl unter Trainer Hermann Eppenhoff als auch später unter Willi Multhaup verwehrt. Verletzungspech warf den Stürmer immer wieder zurück. Nur drei Bundesliga-Einsätze, aber auch drei Europacup-Spiele Letztlich wurden für ihn nur drei Bundesliga-Einsätze für Dortmund in der Statistik notiert. In der folgenden Saison kam Beyer in der höchsten Spielklasse überhaupt nicht mehr zum Zuge. Immerhin trug er aber mit zum bis dahin größten Erfolg des BVB bei, dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1966. In insgesamt drei Vorrundenbegegnungen wirkte er mit.

Nach dem Cupsieg: Mit 26 Jahren ins "normale" Berufsleben gewechselt Für Harald Beyer endete mit der Zeit beim BVB auch die Laufbahn als Spieler. Der damals 26-Jährige schlug ein Angebot des 1. FC Kaiserslautern aus und wechselte ins "normale" Berufsleben als Kaufmann. "Ich bin davon überzeugt, dass dies keine falsche Entscheidung war", sagt Beyer - zumal die Verdienstmöglichkeiten in den frühen Jahren des Profi-Fußballs noch bescheiden gewesen seien: "Für das, was wir im Jahr bekommen haben, würden die heutigen Spieler gerade mal zu zwei Autogrammstunden antreten."

Geboren im Harz, über den SV 02, Münster und Berlin zum BVB Der gebürtiger Harzer Beyer war als 14-Jähriger mit seinen Eltern nach Castrop gekommen und hatte sich dem SV 02 angeschlossen. Dort wurde auch der DFB auf den Offensivspieler aufmerksam und nominierte ihn für seine Jugendauswahl. Als 19-Jähriger wechselte er zum SC Preußen Münster, der damals in der höchsten Spielklasse, der Oberliga West, auf Punktejagd ging. Mit Einführung der Bundesliga zur Saison 1963/64 nahm Beyer ein Angebot von Hertha BSC Berlin an. Dort etablierte er sich als Stammspieler (24 Einsätze), musste allerdings mit dem Team lange um den Klassenverbleib zittern.

Erfolge als Trainer - bis in die frühen 90er-Jahre Beyers Weg führte weiter nach Dortmund, wo er 1966 seine Karriere beendete. Aus dem Fußballgeschäft zog er sich jedoch nicht vollständig zurück. Bis in die frühen 90er Jahre hinein feierte er als Trainer Erfolge mit dem VfL Schwerte, SSV Hagen, Eintracht Dortmund und dem SC Dortmund. Heute lebt Beyer mit seiner Ehefrau in Dortmund-Mengede. Über die Medien verfolgt der Ruheständler nach wie vor den sportlichen Werdegang seines ehemaligen Clubs - und ist voll des Lobes: "Der BVB hat eine entwicklungsfähige Mannschaft mit vielen jungen Talenten. Jürgen Klopp ist der richtige Trainer, um solche Spieler zu führen."

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