Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Ina Wilde auf den Spuren von Sebastian Vettel

DMV-Sportler des Jahres

Ina Wilde erhielt am Samstag im thüringischen Suhl einen ganz besonderen Pokal: Der Deutsche Motorsport-Verband zeichnete die Trialfahrerin mit dem Titel "DMV-Sportler des Jahres 2014" aus. Im Interview spricht die Wandhofenerin über neue Gemeinsamkeiten mit Sebastian Vettel und ihre Wunschzettel-Saison.

SCHWERTE

, 11.11.2014
Ina Wilde auf den Spuren von Sebastian Vettel

Ina Wilde Deutsche Meisterin im Trail

Das kam einfach sehr überraschend. Normalerweise gewinnen da immer Sportler aus den bekannten Motor-Sportarten wie Formel 1, Moto-GP oder Kart. Dass es jemand aus dem Trial geschafft hat, war das erste Mal, glaube ich. Das ist eine große Ehre.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Motorrad-Trial: Ina Wilde erklärt ihr Sportgerät

Vor elf Jahren bekam Ina Wilde ihr erstes Trial-Rad. Mittlerweile gehört die 24-jährige Wandhofenerin zu den besten ihrer Zunft. Uns hat die amtierende Europameisterin ihr Arbeitsgerät erklärt.
20.09.2014
/
Ina Wilde und ihr Trialbike. Das Motorrad hat keinen Sattel, weil die Sportler während ihrer Läufe sowieso nur stehend auf dem Motorrad unterwegs sind.© Foto: Leon Weiß
Der Reifen: Er hat beim Motor-Trial ein spezielles Profil und verfügt über
besonders wenig Luftdruck. Aus gutem Grund: Er ist ständig stark belastet und
teilweise einziger Berührungspunkt auf dem Boden. Weniger Luft - mehr Grip.© Foto: Leon Weiß
Die Gabel: Was aussieht wie schwarze Rohre, die den Lenker halten, ist
die Gabel. Sie fungiert als kleine Schaltzentrale. Hier...© Foto: Leon Weiß
...stellt Wilde an den Schrauben sämtliche Funktionen richtig ein. "Zum Federn, die Zug- und Druckstufe. Speziell nach Gewicht und Fahrstil", erklärt sie.© Foto: Leon Weiß
Die Stoßdämpfer: Die steilen Sektionen und der teils harte und unebene
Untergrund erfordern eine riesige Leistung des Materials beim Abfedern. Dafür sind die Stoßdämpfer da. Sie befinden sich geschützt im Zentrum des Trial-Motorrads.© Foto: Leon Weiß
Gas und Vorderbremse: Das Wichtigste befindet sich ständig in besten
Händen. Gas und Bremse, rechts vom Lenker. Die Vorderbremse hat dabei ein wenig mehr Wirkung als die hintere.© Foto: Leon Weiß
Die Hinterbremse: Die Hinterbremse bedient Ina Wilde mit ihrem rechten Fuß.
Das Zusammenspiel zwischen Gas, Kupplung und Bremse erfordert eine ausgeprägte Koordination. © Foto: Leon Weiß
Kupplung und Not-Aus: Die Kupplung bedient Wilde mit der linken Hand. Um
deren Handgelenk ist immer eine Schlaufe gewickelt, die mit dem "Not-Aus" verbunden ist. Fällt Wilde hin, löst sich die Verbindung - und das Motorrad ist auf der Stelle ausgeschaltet. Das Trial-Rad verfügt über sechs Gänge.© Foto: Leon Weiß
Startnummer und Glücksbringer: Vor jedem Rennen bekommt Wilde eine
Startnummer. Die wird schon mal kreativ aufgewertet. Bei den deutschen Meisterschaften fand sie die bloße Nummer zu langweilig - und schnitt ein Herz daraus.© Foto: Leon Weiß
Helm und Headset: Nicht selten stürzen die Trialfahrer bei den schwierigen
Sektionen. Deshalb ist ein Helm natürlich Pflicht. Involviert ist ein Headset. Somit steht Wilde immer mit ihrem "Minder", dem Begleiter, in Verbindung, der ihr Tipps und Ratschläge direkt übermitteln kann.© Foto: Leon Weiß
Das Trial-Bike im Ganzen: Nichts für den Ausflug zum Picknick am Sonntag sondern ein reines Sportgerät.© Foto: Leon Weiß
Schlagworte Schwerte

Ich wurde erst für meine Erfolge in diesem Jahr geehrt, weshalb ich ja auch eigentlich eingeladen worden bin. Und danach gab es halt die Extra-Ehrung, bei der der Sportler des Jahres bekannt gegeben wird. Da saß ich da, und plötzlich wurde mein Name gesagt – ein sehr schönes Gefühl (lacht).

Ja, das war sie. Und so gut wird’s wohl auch nie wieder werden. Die Auszeichnung war nun die Spitze dieses Jahres. Ich habe auch so viel trainiert wie nie zuvor und viel dafür getan, dass es so gut läuft.

Ich trainiere weiterhin jedes Wochenende, mein neues Motorrad ist super. Im nächsten Jahr finden wieder die Deutschen Meisterschaften und die WM in Tschechien und Spanien statt. Ein Traum aber wären die „Scottish Six Days“. Das ist das härteste Trial, das es gibt, in das man aber nur durch ein Losverfahren kommt. Das wollte ich schon immer einmal fahren.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt